Saudi-Liga mit Ansage an Cristiano Ronaldo – Benzema-Hattrick beim Al-Hilal-Debüt

Saudi-Liga mit Ansage an Cristiano Ronaldo – Benzema-Hattrick beim Al-Hilal-Debüt

Zitat von Starfox

Zitat von Guido31

Ich habe es ja schon mehrfach geschrieben: Die große Mehrheit in Deutschland glaubt immer, dass die Saudis unermesslich reich sind, aber das ist nicht der Fall. Sie fahren seit vielen Jahren Haushaltsdefizite ein. Es war ein offenes Geheimnis, dass die ganzen angekündigten Gigaprojekte nicht finanziert sind und der PIF diese niemals finanzieren können wird. Die Saudis haben darauf gewettet, dass ausländische Investoren breit einsteigen, aber das ist wegen fehlender Rechtssicherheit und anderen Problemen bisher kaum passiert.

Für einen zumindest ausgeglichenen Haushalt brauchen die Saudis einen Ölpreis um 90 USD/Barrel. Der lag zuletzt eher bei 60 USD. Und nun müssen die Saudis zusätzlich sparen, nun brechen Dinge. Gigaprojekte wie The Line und New Mukaab müssen abgesagt werden. Und natürlich müssen die Saudis auch beim Fußball sparen. Zumal, das, was sie da bisher machen, eine völlig schwachsinnige Strategie ist, die eben nur Milliarden für absolut nichts verbrennt.

Trotz Ronaldo und anderen Ex-Stars interessiert sich niemand für die saudische Liga und die TV-Rechte sind weiter nichts wert, bringen keine großen Summen ein. Und das klingt immer ein bisschen komisch, aber die Saudis müssen vieles erst lernen. Das Land war jahrzehntelang total abgeschottet und wurde erst vor wenigen Jahren geöffnet. Die müssen erst lernen, wie Tourismus mit westlichen Touristen funktioniert, wie man Events aufzieht, wie man Sport profitabel vermarktet. Die meisten Clubs der SPL stellen sich wirklich dusslig an, wenn es darum geht, Einnahmen mit ihren (Ex-)Stars zu erzielen (Merchandise, Werbung, etc.).

Am Ende stehen auf der einen Seite irrsinnige Kosten für Ablösen und Gehälter. Auf der anderen Seite bringen die TV-Rechte kaum Geld. Es gibt wegen mieser Stadien und einem Zuschauerschnitt von nur 8.000 keine nennenswerten Spieltagseinnahmen. Und mit Werbung, Sponsoring und Merchandise kommt auch kaum etwas rein. Und dann ist das Ganze ein horrendes Verlustgeschäft.

Nun sind die Saudis zwar unerfahren, aber nicht dumm. Die lernen dazu. Sie haben zuletzt auch in gute Trainer investiert, was viel mehr bringt, als in Ex-Stars zu investieren. Sie haben in die Nachwuchsarbeit investiert. Sie werden zur WM tolle Stadien bauen. Und sie werden nie mehr solche Verträge bieten, wie sie Ronaldo und Co geboten haben. Auch Mbappe, Haaland und Co. werden in 10 Jahren nicht solche Angebote bekommen, wie sie Ronaldo bekommen hat, weil das wirtschaftlich eben völlig sinnlos und pure Geldverbrennung ist.

Wenn die Saudis ab jetzt alles richtig machen (Nachwuchsförderung, Stadien, usw.) dann können sie in 10 Jahren eine Liga haben, die zu den Top5 weltweit gehört. Die aktuelle Nummer führt halt zu nichts – die läuft seit etwa 4 Jahren, Ronaldo ist seit gut 3 Jahren da.

Viele interessante Punkte – und einiges davon ist auch nachvollziehbar. An manchen Stellen fehlen mir aber Fakten bzw. sehe ich die Punkte sehr zugespitzt dargestellt.

Die aktuelle Entwicklung lässt sich betriebswirtschaftlich durchaus kritisch sehen, das ist plausibel – aber eben kein offizieller Fakt. Das Ziel der saudischen Strategie ist nämlich nicht kurzfristiger Profit, sondern vor allem Imageaufbau (Soft Power), Tourismus, geopolitischer Einfluss und die wirtschaftliche Diversifizierung weg vom Öl. In dem Sinne ist das Ganze staatliche Industriepolitik und längst mehr nur Fußball-Business.
Die Saudi-Liga ist Teil von „Vision 2030“: mehr internationale Sichtbarkeit, mehr Tourismus, weniger Abhängigkeit vom Öl. In solchen Transformationsprojekten sind Verluste am Anfang einkalkuliert, so auch hier. China ist mit einem ähnlichen Ansatz zwar gescheitert, Saudi-Arabien versucht es aber größer, staatlicher gesteuert und langfristiger. Ob das funktioniert, ist offen.

Fakt ist gleichzeitig aber: Saudi-Arabien investiert massiv und professionell in Sport und Events (Formel 1, Boxen, Golf, WM 2034 usw.). Projekte wie „The Line“ wurden zwar gestoppt, verkleinert oder neu priorisiert – aber nicht komplett abgesagt.

Mein Fazit wäre aber ähnlich: Saudi-Arabien kann sich das leisten – aber eben nicht unbegrenzt.

So oder so ist es jedenfalls ziemlich peinlich, dass sich der Star der Liga öffentlich hinstellt und den besten Kader haben will damit er gewinnt. In einer Liga mit 8K Zuschauerschnitt. 😆

Zitat von Guido31
Ich habe es ja schon mehrfach geschrieben: Die große Mehrheit in Deutschland glaubt immer, dass die Saudis unermesslich reich sind, aber das ist nicht der Fall. Sie fahren seit vielen Jahren Haushaltsdefizite ein. Es war ein offenes Geheimnis, dass die ganzen angekündigten Gigaprojekte nicht finanziert sind und der PIF diese niemals finanzieren können wird. Die Saudis haben darauf gewettet, dass ausländische Investoren breit einsteigen, aber das ist wegen fehlender Rechtssicherheit und anderen Problemen bisher kaum passiert.

Für einen zumindest ausgeglichenen Haushalt brauchen die Saudis einen Ölpreis um 90 USD/Barrel. Der lag zuletzt eher bei 60 USD. Und nun müssen die Saudis zusätzlich sparen, nun brechen Dinge. Gigaprojekte wie The Line und New Mukaab müssen abgesagt werden. Und natürlich müssen die Saudis auch beim Fußball sparen. Zumal, das, was sie da bisher machen, eine völlig schwachsinnige Strategie ist, die eben nur Milliarden für absolut nichts verbrennt.

Trotz Ronaldo und anderen Ex-Stars interessiert sich niemand für die saudische Liga und die TV-Rechte sind weiter nichts wert, bringen keine großen Summen ein. Und das klingt immer ein bisschen komisch, aber die Saudis müssen vieles erst lernen. Das Land war jahrzehntelang total abgeschottet und wurde erst vor wenigen Jahren geöffnet. Die müssen erst lernen, wie Tourismus mit westlichen Touristen funktioniert, wie man Events aufzieht, wie man Sport profitabel vermarktet. Die meisten Clubs der SPL stellen sich wirklich dusslig an, wenn es darum geht, Einnahmen mit ihren (Ex-)Stars zu erzielen (Merchandise, Werbung, etc.).

Am Ende stehen auf der einen Seite irrsinnige Kosten für Ablösen und Gehälter. Auf der anderen Seite bringen die TV-Rechte kaum Geld. Es gibt wegen mieser Stadien und einem Zuschauerschnitt von nur 8.000 keine nennenswerten Spieltagseinnahmen. Und mit Werbung, Sponsoring und Merchandise kommt auch kaum etwas rein. Und dann ist das Ganze ein horrendes Verlustgeschäft.

Nun sind die Saudis zwar unerfahren, aber nicht dumm. Die lernen dazu. Sie haben zuletzt auch in gute Trainer investiert, was viel mehr bringt, als in Ex-Stars zu investieren. Sie haben in die Nachwuchsarbeit investiert. Sie werden zur WM tolle Stadien bauen. Und sie werden nie mehr solche Verträge bieten, wie sie Ronaldo und Co geboten haben. Auch Mbappe, Haaland und Co. werden in 10 Jahren nicht solche Angebote bekommen, wie sie Ronaldo bekommen hat, weil das wirtschaftlich eben völlig sinnlos und pure Geldverbrennung ist.

Wenn die Saudis ab jetzt alles richtig machen (Nachwuchsförderung, Stadien, usw.) dann können sie in 10 Jahren eine Liga haben, die zu den Top5 weltweit gehört. Die aktuelle Nummer führt halt zu nichts – die läuft seit etwa 4 Jahren, Ronaldo ist seit gut 3 Jahren da.

Viele interessante Punkte – und einiges davon ist auch nachvollziehbar. An manchen Stellen fehlen mir aber Fakten bzw. sehe ich die Punkte sehr zugespitzt dargestellt.

Die aktuelle Entwicklung lässt sich betriebswirtschaftlich durchaus kritisch sehen, das ist plausibel – aber eben kein offizieller Fakt. Das Ziel der saudischen Strategie ist nämlich nicht kurzfristiger Profit, sondern vor allem Imageaufbau (Soft Power), Tourismus, geopolitischer Einfluss und die wirtschaftliche Diversifizierung weg vom Öl. In dem Sinne ist das Ganze staatliche Industriepolitik und längst mehr nur Fußball-Business.
Die Saudi-Liga ist Teil von „Vision 2030“: mehr internationale Sichtbarkeit, mehr Tourismus, weniger Abhängigkeit vom Öl. In solchen Transformationsprojekten sind Verluste am Anfang einkalkuliert, so auch hier. China ist mit einem ähnlichen Ansatz zwar gescheitert, Saudi-Arabien versucht es aber größer, staatlicher gesteuert und langfristiger. Ob das funktioniert, ist offen.

Fakt ist gleichzeitig aber: Saudi-Arabien investiert massiv und professionell in Sport und Events (Formel 1, Boxen, Golf, WM 2034 usw.). Projekte wie „The Line“ wurden zwar gestoppt, verkleinert oder neu priorisiert – aber nicht komplett abgesagt.

Mein Fazit wäre aber ähnlich: Saudi-Arabien kann sich das leisten – aber eben nicht unbegrenzt.

Zitat von dojo92

Zitat von Guido31

Ich habe es ja schon mehrfach geschrieben: Die große Mehrheit in Deutschland glaubt immer, dass die Saudis unermesslich reich sind, aber das ist nicht der Fall. Sie fahren seit vielen Jahren Haushaltsdefizite ein. Es war ein offenes Geheimnis, dass die ganzen angekündigten Gigaprojekte nicht finanziert sind und der PIF diese niemals finanzieren können wird. Die Saudis haben darauf gewettet, dass ausländische Investoren breit einsteigen, aber das ist wegen fehlender Rechtssicherheit und anderen Problemen bisher kaum passiert.

Für einen zumindest ausgeglichenen Haushalt brauchen die Saudis einen Ölpreis um 90 USD/Barrel. Der lag zuletzt eher bei 60 USD. Und nun müssen die Saudis zusätzlich sparen, nun brechen Dinge. Gigaprojekte wie The Line und New Mukaab müssen abgesagt werden. Und natürlich müssen die Saudis auch beim Fußball sparen. Zumal, das, was sie da bisher machen, eine völlig schwachsinnige Strategie ist, die eben nur Milliarden für absolut nichts verbrennt.

Trotz Ronaldo und anderen Ex-Stars interessiert sich niemand für die saudische Liga und die TV-Rechte sind weiter nichts wert, bringen keine großen Summen ein. Und das klingt immer ein bisschen komisch, aber die Saudis müssen vieles erst lernen. Das Land war jahrzehntelang total abgeschottet und wurde erst vor wenigen Jahren geöffnet. Die müssen erst lernen, wie Tourismus mit westlichen Touristen funktioniert, wie man Events aufzieht, wie man Sport profitabel vermarktet. Die meisten Clubs der SPL stellen sich wirklich dusslig an, wenn es darum geht, Einnahmen mit ihren (Ex-)Stars zu erzielen (Merchandise, Werbung, etc.).

Am Ende stehen auf der einen Seite irrsinnige Kosten für Ablösen und Gehälter. Auf der anderen Seite bringen die TV-Rechte kaum Geld. Es gibt wegen mieser Stadien und einem Zuschauerschnitt von nur 8.000 keine nennenswerten Spieltagseinnahmen. Und mit Werbung, Sponsoring und Merchandise kommt auch kaum etwas rein. Und dann ist das Ganze ein horrendes Verlustgeschäft.

Nun sind die Saudis zwar unerfahren, aber nicht dumm. Die lernen dazu. Sie haben zuletzt auch in gute Trainer investiert, was viel mehr bringt, als in Ex-Stars zu investieren. Sie haben in die Nachwuchsarbeit investiert. Sie werden zur WM tolle Stadien bauen. Und sie werden nie mehr solche Verträge bieten, wie sie Ronaldo und Co geboten haben. Auch Mbappe, Haaland und Co. werden in 10 Jahren nicht solche Angebote bekommen, wie sie Ronaldo bekommen hat, weil das wirtschaftlich eben völlig sinnlos und pure Geldverbrennung ist.

Wenn die Saudis ab jetzt alles richtig machen (Nachwuchsförderung, Stadien, usw.) dann können sie in 10 Jahren eine Liga haben, die zu den Top5 weltweit gehört. Die aktuelle Nummer führt halt zu nichts – die läuft seit etwa 4 Jahren, Ronaldo ist seit gut 3 Jahren da.

Gute Punkte.
Bis auf den Punkt mit Top5 Liga als realistisches Ziel in 10 Jahren. Du brauchst den Unterbau mit guten Ligen darunter und Förderung der jungen, die Stars und Aushängeschilder, Trainerteams, Medizin, Schiedsrichter!, größere Unabhängigkeit vom Staat, Stadien, Infrastruktur, etc.
Das braucht mehr Zeit und Geld und selbst dann…Fußball ist da nicht so etabliert wie hier, wo Fans hinströmen, wo kleine Kinder unbedingt Profi werden wollen, und dann hast du auch das Problem, dass kein Wettbewerb so eine Historie und Ausstrahlungskraft hat wie die Champions League.
Ich glaube nicht daran, dass wir in 10 Jahren noch über die Saudi League regelmäßig hören.

Hinzu kommt, dass es in den anderen Ligen auch stetig voran geht. Die ruhen sich ja nicht aus und warten darauf, dass Ihnen jemand den Rang abläuft.

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