Lob für Baumann

©IMAGO
Deutschlands Rekordtorhüter Manuel Neuer verfolgt mit einem Schmunzeln die immer wieder aufkommenden Spekulationen um ein DFB-Comeback im WM-Jahr. Nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale mit dem FC Bayern bekräftigte der bald 40-Jährige seinen Rücktritt aus dem Nationalteam. Auf die Frage, ob dieser in Stein gemeißelt sei, antwortete Neuer: „Ja.“
Nach dem 2:0 im Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig am Mittwochabend in der Münchner Arena wurde Neuer mit einer Aussage von Bayern-Präsident Herbert Hainer konfrontiert. Dieser habe gesagt, die Besten müssten zur WM nach Amerika fahren. Und Neuer sei weiterhin der beste deutsche Torhüter. „Es sind natürlich schöne Worte. Aber gerade er kennt ja meine Entscheidung. Deshalb schmunzle ich darüber“, kommentierte der Weltmeister von 2014.
Neuer: Baumann macht „seinen Job sehr gut“
Deutlich äußerte er sich auch zu Oliver Baumann, der im bisherigen Verlauf der WM-Saison die Nummer eins unter Bundestrainer Julian Nagelsmann ist. Und der 35 Jahre alte Schlussmann von der TSG Hoffenheim hat auch beste Chancen, bei der WM im Tor zu stehen, nachdem der eigentlich vorgesehene Marc-André ter Stegen nach einer Operation am Oberschenkel erneut mehrere Monate ausfallen wird.
„Er ist jetzt die Nummer eins“, sagte Neuer zu Baumann: „Und er macht seinen Job sehr gut. Er zeigt sehr gute Leistungen. Und ich drücke ihm die Daumen. Ich wünsche ihm nur das Beste.“ Mit ter Stegen fühlt Neuer. Der 33-Jährige stand jahrelang in seinem Schatten und konnte nach seinem Rücktritt nach der Heim-EM 2024 darauf hoffen, in diesem Jahr bei der WM in Kanada, Mexiko und den USA endlich sein erstes großes Turnier als deutsche Nummer eins zu bestreiten. „Das ist natürlich ganz hart“, sagte Neuer zu ter Stegens erneuter Verletzung. „Er wird wieder aufstehen. Aber es ist natürlich ganz bitter, gerade in der jetzigen Situation, wenn im Sommer die Weltmeisterschaft stattfinden wird. Da hat er diese Ziele auch im Blick gehabt. Da gilt es einfach nur, ihm die Daumen zu drücken, dass er wieder zurückkommt und zur alten Stärke findet.“



