Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Fallende Tech-Werte – Wall Street schließt im Minus
Ein Straßenschild an der New Yorker Börse. Foto: Reuters
Düsseldorf. Sorgen vor einer Umwälzung ganzer Branchen durch Künstliche Intelligenz (KI) haben die Wall Street am Donnerstag ins Minus geschickt. Anleger verkauften vor allem Technologie- und Transportwerte und flüchteten in defensivere Sektoren wie Versorger und Immobilien.
- Der US-Standardwerteindex Dow Jones notierte 1,3 Prozent schwächer bei 49.452 Punkten.
- Der breiter gefasste S&P 500 notierte rund 1,6 Prozent im Minus bei 6833 Punkten.
- Der technologielastige Nasdaq lag mit 22.598 Zählern rund zwei Prozent im Minus.
„Am Markt dreht sich derzeit vieles um die Frage, welche Branchen ihre Produktivität durch Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) steigern können – und welche durch KI unter Druck geraten dürften“, sagte Jack Herr, Chefanalyst bei der Investmentfondsgesellschaft GuideStone. „Wir sehen dies als ein ‚Beweisjahr‘ für KI. Es muss sich zeigen, dass die Investitionen auch Rendite abwerfen.“
Nach weiteren Daten zum US-Arbeitsmarkt hatte die Wall Street zuletzt einen vorsichtigen Erholungskurs eingeschlagen. Während einzelne Indizes zuletzt neue Rekordstände markierten, bleiben Anleger insgesamt selektiv positioniert.
Die Anzahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe lag in der Vorwoche bei 227.000 und damit über der durchschnittlichen Expertenprognose von 222.000. Dennoch haben Anleger neue Hoffnung auf baldige weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed, die versucht, mit straffer Geldpolitik die Inflation einzudämmen, ohne die Konjunktur abzuwürgen.
Experten zeigen sich gelassen. Eine in den kommenden Monaten nachlassende Inflation dürfe „die Fed dazu veranlassen, ihren Lockerungskurs fortzusetzen“, schrieben die Strategen von UBS Global Wealth Management.
Besonders unter Druck gerieten Transport- und Logistikwerte wie C.H. Robinson, Landstar und Expeditors. Einem Bericht des Senders CNBC zufolge macht ein neues Werkzeug einer KI-Firma die Branche anfällig für Disruption. Auch die Kurse der Technologieriesen Apple, Nvidia und Amazon.com gaben nach.
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Einzelwerte im Fokus
Cisco Systems: Der Telekommunikationsanbieter gab um über zwölf Prozent nach, nachdem der Hersteller von Netzwerkhardware wie Switches und Routern eine enttäuschende Prognose für das laufende Quartal abgegeben hatte. Cisco hob zwar seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn an. Allerdings drücken gestiegene Kosten für Speicherchips auf die Bruttomarge.
PC-Hersteller: Die Speicherchip-Lieferengpässe belasteten auch die PC-Hersteller. Die US-Konzerne Dell und HP büßten neun beziehungsweise fast fünf Prozent ein, nachdem der chinesische Rivale Lenovo angesichts des sich verschärfenden Mangels vor Lieferproblemen bei PCs gewarnt hatte.
McDonald’s: Der Fast-Food-Konzern verzeichnet einen Gewinnsprung, worauf die Börse positiv reagiert. Die Aktien stiegen um mehr als zwei Prozent.
Amazon: Medienberichten zufolge könnte Amazon Autos in Großbritannien bis Ende 2026 an den Start bringen, worauf Anlegerinnen und Anleger positiv reagieren. Die Wertpapiere fielen um 2,3 Prozent. Derzeit konzentriert sich Amazon bei seinem Autogeschäft noch auf den US-Markt für Neu- und Gebrauchtwagen. Dort kooperiert der Konzern mit mehreren Herstellern und erweitert sein Angebot schrittweise. Parallel dazu führt Amazon in Großbritannien Gespräche mit potenziellen Partnern zu Finanzierungslösungen, Garantien und weiteren Zusatzleistungen.
Crocs: Steil nach oben geht es hingegen bei Clogs-Anbieter Crocs. Die Titel des zuletzt schwächelnden US-Freizeitschuhherstellers legten nach überraschend starken Geschäftszahlen und einer optimistischen Prognose um 19 Prozent zu.
Tripadvisor: Quartalszahlen unter den Markterwartungen haben die Aktien des Online-Reiseportals auf ein Allzeittief gedrückt. Die Titel des Unternehmens aus Massachusetts brachen um 15 Prozent ein und sind mit bis zu 9,80 Dollar zeitweise so billig wie nie. Tripadvisor verzeichnete im vierten Quartal einen bereinigten Gewinn von vier Cent und verfehlte damit deutlich die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von 14 Cent ausgegangen waren. Unter den Prognosen lag auch der Umsatz.
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