Kommt von Roter Stern

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Nach Ndjicoura Bomba (17) hat sich Bayer Leverkusen das nächste Sturmtalent für die kommende Saison gesichert. Aleksa Damjanovic (17) kommt von Roter Stern Belgrad zur Werkself, bei der er einen langfristigen Vertrag unterschrieb, der aufgrund der FIFA-Regularien zunächst bis 2029 läuft, sich aber mit Erreichen der Volljährigkeit am 8. Dezember automatisch auf fünf Jahre ausdehnen soll.
Die Basisablöse beläuft sich dem Vernehmen nach auf 5 Millionen Euro, könnte durch Boni aber noch auf bis zu 8 Millionen Euro anwachsen. Dafür müsste Damjanovic, der auch den österreichischen Pass besitzt, regelmäßig zum Einsatz kommen: Für jede Saison, in der das Talent mindestens 25 Spiele absolviert, würde eine weitere Million fließen. Darüber hinaus soll sich Roter Stern eine Weiterverkaufsbeteiligung von zehn Prozent gesichert haben. So oder so: Nie gab Leverkusen mehr Geld für einen Spieler unter 18 Jahren aus.
„Aleksa Damjanovic ist eines der vielversprechendsten Sturmtalente in Europa. Er ist sehr wissbegierig und erfolgshungrig. Wir freuen uns, ihn ab Sommer hier bei Bayer 04 zu haben“, sagte Sportchef Simon Rolfes. Direktor Fußball Kim Falkenberg sieht in dem 1,98 Meter großen Linksfuß „einen Angreifer, der seinen robusten Körper im Strafraum glänzend einzusetzen weiß. Dazu kommen seine großen Qualitäten im Abschluss und im Kopfballspiel.“
Damjanovic sieht Bayer Leverkusen als „fantastische Möglichkeit“
Der Sohn des ehemaligen Paderborn– und Wiesbaden-Profis Jovan Damjanovic gilt als eines der größten Talente Serbiens und gewann mit der U17 von Roter Stern zweimal die Meisterschaft. In der vergangenen Spielzeit krönte er sich dabei zum Torschützenkönig, insgesamt erzielte er für die U17 in 47 Einsätzen 39 Treffer. Damjanovic sieht in dem Wechsel „eine fantastische Möglichkeit, mich bei einem Top-Klub wie Bayer 04 zu entwickeln und zu verbessern. Für mich ist es genau die richtige Station, um im Sommer den Schritt ins Ausland zu wagen. Ich bin hochmotiviert, mich hier in Leverkusen durchzusetzen.“

Zu Saisonbeginn stieg Damjanovic zu den Profis von Roter Stern auf und debütierte am 4. Spieltag gegen FK TSC Backa Topola (1:0) mit gerade einmal 16 Jahren, acht Monaten und fünf Tagen in der Super Liga. In sieben Kurzeinsätzen blieb Damjanovic bislang ohne Treffer. Darüber hinaus sammelt er bei Farmteam Graficar Belgrad in der Prva liga weitere Erfahrung im Herrenbereich. Für den Zweitligisten netzte er in zehn Partien einmal ein.
Verhandlungspartner für die Leverkusener war Ex-Bundesliga-Profi Marko Marin, der seit April 2023 als Technischer Direktor bei Roter Stern tätig ist. Kaum verwunderlich, dass Damjanovic durch dessen Kontakte ebenfalls bei Bayers Konkurrenten RB Leipzig, Eintracht Frankfurt und TSG Hoffenheim gehandelt wurde. Aber auch Juventus Turin galt als Interessent.



