Drei Inhaliergeräte im Test

Drei Inhaliergeräte im Test

Ein Inhaliergerät kann bei Erkältung oder zähem Husten Gold wert sein. Gibt es Unterschiede? Nachdem wir drei beliebte Produkte erkrankt getestet haben, können wir klar antworten: Ja! Unten lesen Sie auch, was ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt zu Inhalatoren sagt. Falls Sie’s eilig haben: Der IH 28 Pro von Beurer hat uns besonders überzeugt.

Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Nase und Rachen kann eine Dampfinhalation reichen, wenn es eher um Befeuchtung und Schleimlösen geht.
  • Für die unteren Atemwege brauchen Sie meist einen Vernebler, weil ein warmes Dampfwölkchen oft nicht tief genug kommt.
  • Das Mundstück oder die Maske entscheiden darüber, wo der Nebel landet, und damit auch, ob Sie am Problem vorbeiinhalieren.
  • Reinigen Sie das Inhaliergerät regelmäßig, sonst züchten Sie sich Keime direkt ins Zubehör.

Testsieger:Beurer IH 28 Pro

Der Beurer IH 28 Pro tut im leidigen Krankheitsalltag vor allem eines: zuverlässig funktionieren. Gerade bei akuter Bronchitis, wenn mehrmals täglich inhaliert werden muss, ist das ein entscheidendes Kaufkriterium. Er ist aber auch kein Gerät, das man „nebenbei“ benutzt.

Beurer

IH 28 Pro

  • Sehr hohe Vernebelungsleistung
  • Weiche, auskochbare Silikonmasken
  • Umfangreiches Zubehör
  • Zubehör im Gerät verstaubar
  • Groß und schwer
  • Nur stationär nutzbar
  • Vergleichsweise laut

50,31 EUR

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Beim Einschalten fällt eines direkt auf: Der Betrieb ist recht laut – deutlich lauter als die beiden anderen Inhaliergeräte im Test. Wer abends oder nachts inhalieren möchte, während andere schlafen, wird damit keine Freude haben. Auch Fernsehen ist während der Anwendung kaum möglich.

Dafür zeigt der Beurer im Alltagstest seine größte Stärke: Effizienz. Die Vernebelungsleistung ist hoch, die Inhalationszeit entsprechend kurz. Man sitzt nicht lange über dem Gerät, sondern ist vergleichsweise schnell fertig. So macht Kranksein Spaß – naja, nicht ganz!

Testerin hält Nasenaufsatz eines Inhaliergerätes in der Hand.
Der IH 28 Pro von Beurer kommt mit viel Zubehör, das sich dann auch noch gut im Gerät selbst verstauen lässt.

(Foto: Volkmar Otto)

Hinzu kommt die insgesamt sehr solide Verarbeitung. Nichts wackelt, nichts ist fragil. Das umfangreiche Zubehör aus Masken, Mundstück, Nasenaufsätzen und Schlauch lässt sich außerdem auch sauber und übersichtlich im Gerät selbst verstauen. Das klingt banal, macht im Krankheitsalltag aber einen großen Unterschied: Man muss nicht suchen, nichts liegt lose herum, und nach der Anwendung ist alles schnell wieder verstaut.

Die Silikonmasken und Nasenaufsätze sind weich, gut verträglich und auch bei gereizten Schleimhäuten angenehm. Zwar ist das Gerät groß und laut, als stationärer Inhalator für zu Hause überzeugt der Beurer IH 28 Pro aber durch Leistung, Hygiene und Alltagstauglichkeit. Der Preis: ab 43 Euro (Stand: Februar 2026).

Wann und womit sollte man inhalieren?

Wenn die Nebenhöhlen nur leicht verstopft sind, spielt ein Zusatz meist keine entscheidende Rolle. Dr. med. Arndt Möllers (Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus Münster) betont im Interview mit den Kollegen von FITBOOK, dass es vor allem auf warmen Wasserdampf ankommt: Er kann festsitzenden Schleim lösen und dabei helfen, dass die Schleimhäute sich besser öffnen.

Ob man dem Wasser etwas beimischt, ist eher eine Frage der persönlichen Vorlieben, sollte aber vorher mit einem HNO-Arzt abgestimmt werden. Möllers rät dazu, das Wasser kräftig mit Salz anzureichern. „Kamille kann Augen und Atemwege reizen“, warnt er. Grundsätzlich wird Kamille jedoch, ebenso wie Eukalyptusöl und ähnliche Zusätze, häufig als wohltuend empfunden.

Testerin hält ein Inhaliergerät in der Hand.
Wenn die Schleimhäute angeschwollen sind, ist ein Inhaliergerät sinnvoll.

(Foto: Volkmar Otto)

„Inhalieren kann sinnvoll sein, wenn Schleimhäute in der Nase oder in den oberen Luftwegen geschwollen sind“, sagt der Experte weiter, „etwa in den Bronchien.“ Als reine Vorsorgemaßnahme bringe es dagegen wenig, immer wieder ohne konkreten Anlass zum Inhalator zu greifen.

Achtung: Wenn Beschwerden in den Nebenhöhlen oder Atemwegen bereits in eine ausgeprägte (entzündliche) Erkältung übergegangen sind, sollte man aufs Inhalieren aber besser verzichten. Durch die stärkere Durchblutung und die zusätzliche Reizung kann sich der Verlauf dann nämlich ungünstig entwickeln und eine Entzündung unter Umständen noch verstärken.

Kompakt, aber hart:Medisana IN 500

Der Medisana IN 500 ist im Vergleich zum Beurer deutlich kompakter und handlicher. Er lässt sich leichter verstauen und wirkt weniger wuchtig, was im Alltag durchaus ein Pluspunkt ist – gerade in kleineren Wohnungen oder wenn das Gerät nicht dauerhaft an einem festen Platz stehen soll.

Medisana

IN 500 Inhalator

  • Vergleichsweise handlich und kompakt
  • Umfangreiches Zubehör
  • Harte Nasenstücke
  • Maske sitzt unkomfortabel

42,90 EUR

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Im Alltagstest zeigt sich jedoch schnell, dass der Medisana vor allem beim Zubehör schwächelt: Das Nasenstück ist sehr hart, und auch die Masken sitzen durch den drahtigen Bügel spürbar weniger angenehm im Gesicht. Das fällt besonders dann negativ auf, wenn die Nase ohnehin gereizt, geschwollen oder schmerzempfindlich ist – also genau in den Situationen, in denen man zum Inhalator greift.

Testerin hält das Nasenstück eines Inhaliergerätes in der Hand.
Leider ist das Nasenstück des Inhalators von Medisana recht hart. Gar nicht angenehm, wenn einem eh schon alles weh tut.

(Foto: Volkmar Otto)

Technisch arbeitet der Medisana zwar zuverlässig, doch Inhalieren ist eine Anwendung, die man oft mehrmals täglich durchführen muss. Und hier entscheidet der Komfort darüber, ob man das Gerät regelmäßig nutzt oder eher widerwillig. In diesem Punkt kann der Medisana mit weicheren Silikonmasken wie beim Beurer nicht mithalten.

Der Medisana IN 500 ist damit ein funktionales, handliches Gerät, verliert im direkten Vergleich aber klar an Punkten, wenn es um den Anwendungskomfort bei Erkältung, verstopfter Nase oder Bronchitis geht.

Nicht besonders Robust:AU YAT Inhalationsgerät

Das tragbare Inhaliergerät von AU YAT war zumindest auf dem Papier unser persönlicher Favorit: leise, leicht, kabellos – genau das, was man sich wünscht, wenn man krank im Bett liegt oder zwischendurch inhalieren möchte, ohne das ganze Umfeld zu stören. In der Theorie ist das Inhaliergerät also die ideale Lösung für den Alltag. Es gibt allerdings immer ein „Aber“…

AU YAT

Inhalationsgerät

  • Sehr leicht und kompakt
  • Flüsterleise
  • Kabellos
  • Nach vier Anwendungen defekt
  • Verarbeitung wenig robust
  • Akku nicht austauschbar

33,99 EUR

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Leider konnte der AU YAT die anfänglichen Erwartungen im Alltag nicht erfüllen. Die Vernebelung hatte kaum Power, sodass man gefühlt ewig saß und atmete, ohne einen Effekt zu bemerken.

Und besonders nervig: Nach nur vier Anwendungen brach die Halterung des Mundstücks heraus. Damit war das Gerät praktisch nicht mehr nutzbar. Gerade bei einem medizinischen Produkt, auf das man sich im Krankheitsfall verlassen möchte, ist das ein schwerwiegender Mangel.

Testerin hält ein Inhaliergerät von Au yat in der Hand.
Nervig! Das Inhalationsgerät von AU YAT geht in unserem Test nach nur vier Anwendungen leider kaputt. Durchgefallen!

(Foto: Volkmar Otto)

Besonders enttäuschend ist das auch deshalb, weil der AU YAT preislich mit rund 35 Euro (Stand: Februar 2026) kein Billigprodukt ist und nur ein paar Euro weniger kostet als der Konkurrent von Medisana, der dabei noch einiges mehr an Leistung bringt. Eine gewisse Robustheit kann man da schon erwarten – gerade bei einem Gerät, das regelmäßig zusammen- und auseinandergenommen wird. Die Idee ist hervorragend, die Umsetzung in diesem Fall jedoch nicht ausreichend für den Alltag. Schade!

Das Inhalationsgerät von AU YAT ist also gut gedacht, aber nicht wirklich ausgereift. In puncto Haltbarkeit wird das Produkt den Anforderungen im Krankheitsfall einfach nicht gerecht.

Weitere Inhaliergeräte für Sie

So testen wir:Ein verschnupfter Test

Getestet wurde nicht im Labor, sondern genau dann, wenn man Inhalationsgeräte wirklich braucht: während einer akuten Erkrankung. Alle drei Geräte kamen über zwei Wochen hinweg regelmäßig zum Einsatz – zunächst bei einer schweren Erkältung mit dauerhaft laufender Nase, später bei beginnender Bronchitis und stark verschleimten Nebenhöhlen. Wir ersparen Ihnen mal genauere Details … Entscheidend war im Test jedenfalls nicht, was technisch möglich ist, sondern wie gut sich die Inhalatoren im geschwächten Zustand bedienen lassen.

Aufbau mit Schniefnase

Ein zentrales Kriterium war die Inbetriebnahme der Geräte. Wenn man krank ist, fehlt die Geduld für komplizierte Aufbauten, viele Einzelteile oder lange Erklärungen. Bewertet wurde daher, wie schnell ein Gerät einsatzbereit ist, ob Zubehör logisch zusammenpasst und ob man auch mit verstopftem Kopf versteht, was zu tun ist.

Testerin baut Inhaliergerät von beurer auf.
Im Aufbau der Inhaliergeräte unterstützt uns auch Redaktionskater Remo.

(Foto: Louisa Stoeffler)

Anwendung im Alltag

Ebenso wichtig war die Anwendung im Alltag. Hier spielte der Komfort eine große Rolle: Wie angenehm sitzt Maske oder das Nasenstück bei gereizten Schleimhäuten? Ist das Gerät handlich genug, um es auch im Bett oder auf dem Sofa zu nutzen? Und nicht zuletzt: Wie laut ist es im Betrieb? Gerade bei nächtlicher Anwendung oder in Haushalten mit mehreren Personen kann das entscheidend sein.

Effizient gegen den Schnupfen

Zu guter Letzt haben wir Leistung und Effizienz ins Visier genommen. Bei Erkältung und Bronchitis zählt, ob das Inhalieren spürbar Erleichterung bringt und wie lange eine Anwendung dauert. Geräte mit hoher Vernebelungsleistung können hier punkten, wenn sie die Inhalationszeit verkürzen und das Gefühl vermitteln, dass Wirkstoffe oder Kochsalz tatsächlich in den Atemwegen ankommen.

Testerin hält sich die Maske eines Inhaliergerätes an die Nase.
Das Inhaliergerät von Beurer funktioniert in unseren Tests sehr gut.

(Foto: Volkmar Otto)

Inhaliergerät kaufen:Wo sitzt das Problem?

Wir alle kennen es aus unserer Kindheit: Mutti wirft uns ein Handtuch über den Kopf und steckt uns über eine Schale mit heißem Wasser. Was hat man dabei gelernt? Dampfinhalation tut gut, wenn der Hals kratzt und die Nase dicht ist! Warm, wohlig, aber oft nur kurzfristig okay. Denn wenn der Schleim tiefer sitzt, bringt Dampf oft nur Gefühl, nicht Wirkung.

Ein Inhaliergerät ist dann meist die bessere Wahl. Ein guter Vernebler macht aus Kochsalz oder Medikamenten einen feinen Nebel, der gezielter Richtung Bronchien und Lunge geht. Sie merken sofort, dass da wirklich etwas ankommt, statt nur warme Luft zu inhalieren.

Wer also nicht nur „oben dicht“ ist, sondern auch in den tieferen Atemwegen oder Probleme mit Asthma hat, sollte nicht nur mit Dampf herumdoktern. Dann heißt es: Inhaliergerät kaufen und ein Modell nehmen, das auch wirklich liefert.

In unserem Alltagstest hat sich der IH 28 Pro von Beurer klar zum Testsieger gemausert! Auch wenn er im Betrieb sehr laut ist und sich nicht für eine leise Anwendung im Schlafzimmer eignet, überzeugt er dort, wo es im Krankheitsfall wirklich zählt: bei Leistung, Effizienz und Zuverlässigkeit.

Louisa Stoeffler
PETBOOK-Redakteurin

Das beste Inhaliergerät:Darf’s noch Nebel sein?

Ein Inhaliergerät muss liefern, nicht glänzen. Entscheidend ist, ob die Vernebelung fein genug ist, damit der Nebel überhaupt die unteren Atemwege erreicht. Ist er zu grob, bleibt vieles im Hals hängen und Sie inhalieren am Problem vorbei.

Schwache Geräte fühlen sich an wie ein Parfümzerstäuber im Badezimmer. Sie sehen Nebel, aber die Wirkung ist dünn. Ein gutes Modell arbeitet gleichmäßig und zügig. Da haben Sie nach zwei Minuten nicht das Gefühl, Sie müssten erst noch „anheizen“.

Apropos Parfüm! Wenn Sie wieder gesund sind und frei durchatmen können, wollen Sie doch sicher angenehme Düfte riechen, die Ihr Näslein umspielen, oder? Falls ja, schauen Sie doch mal in unserem Test beliebter Sommer-Parfüms vorbei.

Was braucht ein gutes Inhaliergerät:Mundstück, Maske, Nasenaufsatz

Viele greifen zur Maske, weil es bequem ist. Bei Bronchien und Lunge kann das allerdings ein Fehler sein, weil sich der Nebel verteilt und weniger zielgerichtet ankommt. Das Mundstück ist manchmal eine gute Wahl, weil der Nebel direkt über den Mund in die Atemwege geht.

Testerin sitzt mit drei Inhaliergeräten auf einem Sessel.
Mundstück, Maske oder Nasenaufsatz? In unserem Test haben wir Geräte mit allen Aufnahme-Modellen gecheckt.

Für Nase und Nebenhöhlen kann die Maske oder ein Nasenaufsatz genau richtig sein. Aber wer mit einem Aufsatz alles abdecken will, kauft häufig den typischen Kompromiss. Und Kompromisse sind bei Atemwegen eine ähnlich schlechte Wahl wie ein Regenschirm mit Loch.

Inhaliergerät reinigen:Wer schlampt, schmeißt eine Keimparty

Nach jeder Nutzung sollten die Teile gereinigt und gut getrocknet werden. Feuchtigkeit ist der beste Freund von Keimen, und die wollen Sie nicht einatmen, oder? Ein Inhaliergerät ist keine Kaffeetasse, die man mal eben stehen lässt.

Masken, Mundstücke und Schläuche sind außerdem Verschleißteile und müssen je nach Nutzung regelmäßig ersetzt werden. Wer das ignoriert, spart am falschen Ende. Das ist wie aus einem Thermobecher zu trinken, der wochenlang im warmen Auto lag. Irgendwann kippt die Laune – naja, oder der pH-Wert …

Unser Fazit:Laut, aber zuverlässig

Nach zwei Wochen Dauerhusten, Schniefen und Schleim-Marathon steht fest: Inhaliergeräte sind keine nette Zusatzidee, sondern echte Lichtblicke, wenn Erkältung und Bronchitis zuschlagen. Sie befeuchten die Atemwege, lösen Schleim und verschaffen spürbar Erleichterung – vorausgesetzt, das Gerät passt zum eigenen Alltag.

In unserem Alltagstest hat sich der IH 28 Pro von Beurer klar zum Testsieger gemausert! Auch wenn er im Betrieb sehr laut ist und sich nicht für eine leise Anwendung im Schlafzimmer eignet, überzeugt er dort, wo es im Krankheitsfall wirklich zählt: bei Leistung, Effizienz und Zuverlässigkeit. Die hohe Vernebelungsleistung sorgt für kurze Inhalationszeiten, das umfangreiche Zubehör ist so hochwertig wie durchdacht und die Möglichkeit, alle Teile direkt im Gerät zu verstauen, erleichtert den Alltag erheblich – gerade dann, wenn man sich ohnehin schlapp fühlt.

Beurer

IH 28 Pro

  • Sehr hohe Vernebelungsleistung
  • Weiche, auskochbare Silikonmasken
  • Umfangreiches Zubehör
  • Zubehör im Gerät verstaubar
  • Groß und schwer
  • Nur stationär nutzbar
  • Vergleichsweise laut

50,31 EUR

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FAQ:Häufige Fragen zu Inhaliergeräten

Was kostet ein gutes Inhaliergerät?


Wann zahlt die Krankenkasse ein Inhaliergerät?


Wann verschreibt der Arzt ein Inhaliergerät?


Wie wird ein Inhaliergerät gereinigt und wie oft?


Wie oft muss man ein Inhaliergerät pro Tag nutzen?


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