Airbus: „Jeder Satellit der Bundeswehr hat einen russischen Begleiter“
Airbus-Rüstungschef Michael Schöllhorn: „Stationierung von Atomwaffen im All ist nicht mehr so tabu, wie es mal war.“ Foto: PR
München. Die geopolitischen Spannungen im All wachsen: Mittlerweile habe jeder Satellit der Bundeswehr einen russischen Begleiter, der ihn umkreise und inspiziere, warnt Michael Schöllhorn, Chef von Airbus Defence and Space in München. „Wir haben zu lange sehr naiv in den Weltraum geschaut“, sagt er im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Bis 2030 will Deutschland 35 Milliarden Euro in den Ausbau seiner militärischen Fähigkeiten investieren – dazu gehören auch eigene Weltraumraketen und neue Spionagesatelliten, die vor allem Russland besser im Blick behalten. Zudem will die Bundeswehr eine eigene Flotte von Kommunikationssatelliten beschaffen, die unabhängig von den USA funktioniert. Für dieses „deutsche Starlink“ wollen sowohl Airbus als auch Rheinmetall gemeinsam mit OHB bieten.
Für Airbus Defence and Space sind die Aufträge der Bundeswehr von größter Bedeutung. Das Unternehmen steht wie die gesamte europäische Raumfahrtindustrie unter dem Druck des US-Konzerns SpaceX, der den kommerziellen Markt für Raketenstarts und Satellitenbau dominiert.
Schöllhorn plant deshalb eine Fusion von Airbus Defence mit den europäischen Konkurrenten Thales und Leonardo. Kritiker warnen vor einer zu großen Marktmacht in Europa.
„Wir können als Europäer weiter so tun, als sei die Welt nur unser eigener Vorgarten“, so Schöllhorn. „Wir können aber auch endlich akzeptieren, dass wir in einem globalen Wettbewerb stehen“, wirbt er für die Fusion.
Lesen Sie hier das komplette Interview mit Michael Schöllhorn.
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