Wurde in Bergamo ausgebildet

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Trotz attraktiver Angebote von Größen wie Manchester City, Atlético Madrid oder dem FC Bayern entschied sich Samuele Inácio im Sommer 2024 nach knapp zehn Jahren im Atalanta-Nachwuchs für einen Wechsel zu Borussia Dortmund. Für den Klub aus Bergamo sollen die Dinge damals nicht regelkonform über die Bühne gegangen sein und eine tiefe Wunde hinterlassen haben.
„Für mich ist es sehr schwerwiegend, dass Borussia nie bereit war, sich mit uns zusammenzusetzen und eine Angelegenheit zu klären, die wir vor die FIFA gebracht haben“, erklärte Atalantas Vorstandsvorsitzender Luca Percassi im Rahmen des Champions-League-Aufeinandertreffens gegen den BVB bei „Sky Sport“.
Das obligatorische Speisen der Klubbosse war vor dem Hinspiel, das der Bundesligist mit 2:0 für sich entschied, von Seiten der Italiener gecancelt worden. „Es ist sehr schade, dass Vereine diese Angelegenheit nicht klären wollen. Wir haben das Mittagessen abgesagt, aber ich habe mich trotzdem mit dem Geschäftsführer von Borussia getroffen (Lars Ricken; d. Red.) und ihm die Situation noch einmal erklärt. Mal sehen, ob sie die Angelegenheit wie ein großer Verein angehen wollen“, sagte Percassi.

Der Atalanta-Chef warf dem BVB fehlenden Respekt vor: „Atalanta hat es nicht verdient, so etwas zu erleben. (…) Aus moralischer Sicht überlasse ich es jedem selbst, diese Sache zu beurteilen. Wir hängen an allen Jugendlichen, die wir ausbilden. Seit er sieben Jahre alt war, ist er in unserer Jugendabteilung aufgewachsen. Aus rechtlicher Sicht sind wir überzeugt, dass wir Recht haben.“ Welches Fehlverhalten er den Dortmundern genau vorwirft, ist nicht bekannt. „Es gibt einen Zeitraum, in dem man handeln kann, aber sie haben viel früher gehandelt. Zwischen Vereinen muss man sich vor allem gegenseitig respektieren. Wie kann Borussia Dortmund Atalanta ein Talent wegnehmen?“
BVB ist von Sturmtalent Inácio beeindruckt
Inácio, dem Transfermarkt einen Beitrag im vergangenen Talente-Kalender widmete, sammelte unter anderem die Auszeichnung als Torschützenkönig der U17-Europameisterschaft, auch bei der U17-Weltmeisterschaft netzte er. Der Sohn des brasilianischen Angreifers Piá kam in Bergamo, der Heimat seiner Mutter, zur Welt. Der Youngster, der kein klassischer Stürmer ist, begann mit fünf Jahren mit dem Fußballspielen und landete schnell in der Akademie von Atalanta, wo sein Vater und auch sein Onkel Joelson einst den Sprung zu den Profis schafften. Die BVB-Scouts zeigten sich vor allem von seiner Spielintelligenz, seiner Beidfüßigkeit und dem guten Gespür für Räume beeindruckt. Allerdings hatte Inácio noch Aufholbedarf in Sachen Physis und Intensität.
Der Italiener steht hoch im Ranking der Dortmunder Verantwortlichen, wenngleich er noch ohne Einsatz für die Profis ist. Belohnt wurden seine Leistungen erstmals mit der Teilnahme an der Klub-WM. Der Offensivmann wurde von den Schwarz-Gelben zuletzt für die Champions League nachgemeldet – gegen seinen Ausbildungsverein Atalanta saß er am Dienstag auf der Bank. Trainer Niko Kovac war jüngst voll des Lobes: „Sollte er gesund bleiben – und davon gehen wir alle aus –, wird er eine richtig große Karriere machen. Denn ich sehe in ihm schon mit seinen 17 Jahren vieles, was ein sehr, sehr guter Fußballer in Zukunft haben wird.“



