Nach Gesprächen über Verlängerung

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Philippe Coutinho ist ab jetzt vereinslos. Der ehemalige Offensivspieler des FC Barcelona und FC Liverpool verkündete seinen Abschied von Vasco da Gama mit sofortiger Wirkung. Der 33-jährige Brasilianer bestritt für den viermaligen Meister und seinen früheren Ausbildungsklub seit seiner Rückkehr im Juli 2024 81 Partien und kam in diesen auf 24 Torbeteiligungen. 2010 hatte Coutinho im Alter von 17 Jahren für Vasco da Gama debütiert.
Coutinho begründete in den sozialen Netzwerken seine Entscheidung: „Die Wahrheit ist, dass ich mental sehr erschöpft bin. Ich war immer sehr zurückhaltend, daher fällt es mir nicht leicht, das hier zu sagen, aber ich muss ehrlich sein. Meine Beziehung zu Vasco ist eine Liebesbeziehung. Und das wird auch für immer so bleiben. Mit schwerem Herzen verstehe ich, dass es jetzt an der Zeit ist, einen Schritt zurückzutreten und diesen Zyklus bei Vasco zu beenden. Ich bin dankbar für alles, was ich hier erlebt habe.“
Die Vereinsführung wurde laut „Globo Esporte“ von Coutinhos Rückzug überrascht, weil bereits Gespräch über eine Vertragsverlängerung angelaufen waren. Trainer Fernando Diniz habe versucht, den Routinier umzustimmen, sei aber erfolglos geblieben. „Dieses Trikot zu tragen, war eine der wichtigsten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Und bei jedem Training, bei jedem Spiel habe ich mein Bestes gegeben. Immer! Es hat mir nie an Einsatz, Willen und Engagement gefehlt“, schrieb Coutinho, für den im laufe seiner Karriere 180,3 Millionen Euro an Ablösen gezahlt wurden, was nur von zwölf Fußballern übertroffen wird.
Coutinho war am 15. Februar nach einer Halbzeit gegen Volta Redonda (6:4 n.E.) nicht wieder auf den Platz zurückgekehrt, was ihm Kritik eingebracht hatte. „Ich würde niemals die Fans, meine Mitspieler und Vasco respektlos behandeln. Das habe ich noch nie getan, egal wo ich gespielt habe. Wer mich kennt, weiß das. In diesem Moment, auf dem Weg in die Umkleidekabine, spürte und erkannte ich, dass meine Zeit bei diesem Verein vorbei war, und ich kehrte nicht zurück, um mich auf meine psychische Gesundheit zu konzentrieren“, erklärte sich der Profi.



