„Krause“-Fortsetzung geplatzt: Regisseur Bernd Böhlich enttäuscht nach ARD-Absage

„Krause“-Fortsetzung geplatzt: Regisseur Bernd Böhlich enttäuscht nach ARD-Absage
„Krause“-Fortsetzung geplatzt

Regisseur Bernd Böhlich enttäuscht nach ARD-Absage

privat

Ina Milert

von Ina Milert

18.02.2026, 15:28 Uhr

18. Februar 2026 um 15:28 Uhr

Nach dem Tod von Horst Krause (†83) plant Regisseur Bernd Böhlich eine Fortsetzung der Kultreihe „Krause“. Doch die ARD-Tochter Degeto lehnte ab – sehr zum Ärger des Regisseurs.

Der Schauspieler Horst Krause, der am 5. September 2025 im Alter von 83 Jahren starb, bleibt unvergessen – besonders als wortkarger, eigenwilliger Ex-Polizist und Gasthofbesitzer der Kultreihe „Krause“. Zwischen 2007 und 2020 entstanden neun Filme rund um seine Figur im fiktiven Schönhorst – weitere waren bereits geplant.

Stammregisseur Bernd Böhlich hatte sogar schon an einer „Krause“-Fortsetzung gearbeitet. „Den Verantwortlichen liegt ein Drehbuch von mir vor, mit dem Titel ‚Krauses Erbe‘. Wir warten nun auf eine Entscheidung“, sagte er Mitte Januar der „SuperIllu“. Doch jetzt ist der Traum geplatzt.

Horst Krause im

Horst Krause im „Polizeiruf 110“. mdr/rbb/Oliver Feist

„Krause“-Fortsetzung geplatzt: Regisseur Böhlich sauer auf ARD-Tochter Degeto

Die ARD-Tochter Degeto hat Regisseur Bernd Böhlich eine Absage erteilt – neue Geschichten aus Schönhorst wird es wohl nicht geben. „Eine verpasste Chance, ein Schlag ins Gesicht des Publikums“, ärgert sich Böhlich im Gespräch mit der „SuperIllu“ (ab 19. Februar 2026 am Kiosk). Schuld an dem Aus sieht er klar bei der Degeto Film, die seiner Meinung nach „zu viel Entscheidungsgewalt gegenüber den Sendern, in unserem Fall dem rbb, hat“.

Böhlich kritisiert weiter: „Im fernen Hessen scheint man nicht zu wissen, wie beliebt und identitätsstiftend die ‚Krause‘-Filme sind – und wie positiv sie Brandenburg und den Osten allgemein präsentieren. Äußerst schade!“

Horst Krause lebt in seinen Filmen weiter

Horst Krause war einer der markantesten Charakterdarsteller Deutschlands. Besonders große Bekanntheit erlangte er als sympathischer Dorfpolizist in der ARD-Reihe „Polizeiruf 110“, in der er von 1998 bis 2013 unter anderem an der Seite von Jutta Hoffmann zu sehen war.

Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit. Einem Millionenpublikum blieb er durch Filme wie „Wir können auch anders …“ (1993, Regie: Detlev Buck), „Schultze gets the blues“ (2003, Regie: Michael Schorr) sowie durch die vielfach ausgezeichnete Filmreihe um „Krauses“ in Erinnerung – darunter „Krauses Fest“ (2007), „Krauses Hoffnung“ (2016) und „Krauses Zukunft“ (2022), alle unter der Regie von Bernd Böhlich.

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