Bislang erinnerte das Museum in der russischen Hauptstadt an die Millionen Menschen, die zwischen 1918 und 1956 in Lagern im ganzen Land eingesperrt waren und Zwangsarbeit leisten mussten. Viele Menschen kamen dabei ums Leben. Der russische Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn hat das Haftsystem in seinem Werk »Archipel Gulag« beschrieben.
Aufarbeitung der Stalin-Zeit gestoppt
Die Aufarbeitung der Stalin-Verbrechen ist unter Präsident Putin aber weitgehend zum Erliegen gekommen. Als ein Zeichen musste das Moskauer Gulag-Museum im Jahr 2024 wegen angeblicher Brandschutzprobleme schließen.
Putin betont in seiner Ideologie den sowjetischen Sieg über Nazideutschland im Zweiten Weltkrieg, der in Russland Großer Vaterländischer Krieg genannt wird. Das neugestaltete Museum solle Besuchern die Formen von Nationalsozialismus, die Befreiungsmission der Roten Armee und die Prozesse gegen Naziverbrecher zeigen, teilte die Stadt Moskau mit.


