DFB: Nicolo Tresoldi sagt Italien ab – „Ein Anruf wäre schön gewesen“

DFB: Nicolo Tresoldi sagt Italien ab – „Ein Anruf wäre schön gewesen“

Mit Verbandswechsel geliebäugelt 

DFB: Nicolo Tresoldi sagt Italien ab – „Ein Anruf wäre schön gewesen“

©IMAGO

„Die Regeln erlauben es, und mein Telefon ist eingeschaltet. Wenn Gattuso mit mir sprechen möchte, würde mich das sehr freuen“, sagte Deutschlands U21-Nationalspieler Nicolò Tresoldi im Oktober über einen möglichen Verbandswechsel nach Italien. Ein Anruf blieb in der Folge aus – und deshalb scheint sich der Stürmer vom Club Brügge nun auf das DFB-Team festgelegt zu haben.

„Italien ist Italien, aber vor Jahren habe ich mich entschieden, für Deutschland zu spielen. Sie haben mir eine Perspektive gezeigt, ich habe mich sofort wertgeschätzt gefühlt, sogar vom Verband. Für einen Spieler ist das wichtig“, sagte Tresoldi in einem Interview der „Gazzetta dello Sport“. „Ich habe nie einen Anruf aus Coverciano (Stadtteil von Florenz und Hauptsitz des italienischen Verbandes; d. Red.) erhalten, deshalb bleibe ich vorerst bei Deutschland.“ Seit der U19 läuft der ehemalige Hannoveraner für die Jugendteams des DFB auf, für die U21 erzielte er in 22 Spielen zehn Tore.

Nach dem Wechsel nach Brügge im Sommer und den guten Leistungen hatte er mit Interesse aus Italien gerechnet, gab er zu: „Ehrlich gesagt, ja. Immerhin habe ich unter anderem zwei Tore in der Champions League geschossen. Ein Anruf, selbst nur um sich kennenzulernen, wäre schön gewesen. Das bedeutet, dass ich noch mehr leisten muss“, so Tresoldi.

Für Brügge kam Tresoldi bisher auf zwölf Treffer und vier Vorlagen in 42 Einsätzen. Sein Marktwert ging im Dezember erstmals auf 10 Millionen Euro nach oben, damit ist er hinter Nelson Weiper (20) der wertvollste deutsche Stürmer mit maximal 21 Jahren – im kommenden März-Update könnte er den Mainzer, der dort größtenteils auf der Bank sitzt, sogar überholen. „Ich denke, dass ich mich in allen fußballerischen Bereichen weiterentwickelt und den nächsten Schritt gemacht habe“, erklärte Tresoldi jüngst im Transfermarkt-Interview.

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