Kommentar: Die vertane Chance von Friedrich Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und Angela Merkel (2.v.r.): Wiedersehen auf dem Bundesparteitag in Stuttgart. Foto: Kay Nietfeld/dpa pool/dpa
Friedrich Merz kann beruhigt nach China reisen. Seine Partei hat ihm mit großer Mehrheit den Rücken gestärkt, obwohl in seiner Rede Zuversicht und Optimismus fehlten – und obwohl er eine große Chance vertan hat: die Anwesenheit von Angela Merkel zu nutzen und die Partei zu versöhnen.
Merz hätte Wind in die Segel bekommen können. Dazu hätte er die Altkanzlerin schon zu Beginn besonders erwähnen müssen, statt sie zunächst wie eine unter vielen Ehrengästen zu behandeln. Als er ihren Namen dann doch noch nannte, begrüßten die Delegierten ihre ehemalige Vorsitzende mit lang anhaltendem und ehrlichem Applaus.
Merz hätte die Wiedersehensfreude nach vier Jahren Abstinenz spüren können. Er hätte jener Frau, die die Partei die ersten zwanzig Jahre des 21. Jahrhunderts maßgeblich geprägt hat, die Bühne bereiten sollen.
Stattdessen entschied er sich dafür, den Applaus abzuwürgen. Dabei hatte Merkel erstmals seit ihrem politischen Rückzug einen CDU-Parteitag besucht, um ein Signal zu senden: Trotz aller politischen Unterschiede sind wir eine Partei. Ihr CDU-farbener Blazer war ein Indiz.
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