Gastkommentar: China ist ein Fitnesscenter für deutsche Unternehmen

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Gastkommentar: China ist ein Fitnesscenter für deutsche Unternehmen

Wir können viel von dem digitalen Turboland lernen. Kanzler Merz sollte bei chinesischen Firmen für den Standort Deutschland werben. Der Zeitpunkt dafür ist jetzt günstig, meint Jörg Wuttke. 23.02.2026 – 14:10 Uhr
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China-Kenner Jörg Wuttke. Foto: LAIF

Der Bundeskanzler hat Indien als Ziel für seine erste Asien-Reise gewählt. Er konnte dort das EU-Indien-Freihandelsabkommen feiern. Indien wird damit für Deutschland zum neuen Wunschpartner.

Die Exporte nach China brechen zweistellig ein. 2025 verkaufte Deutschland mehr Waren nach Polen als in die Volksrepublik. Umgekehrt ist der Exportweltmeister China umso erfolgreicher auf dem deutschen Markt. Deutschlands Handelsdefizit mit China lag 2025 bei fast 90 Milliarden Euro.

Ursachen dafür sind nicht nur Chinas Quantensprünge bei Technologien wie Batterien, Künstlicher Intelligenz oder autonomem Fahren, sondern auch die politische Vorgabe von Präsident Xi Jinping, „die Welt von China abhängig zu machen und China unabhängiger von der Welt“.

Dabei instrumentalisiert China nicht nur seine dominierende Stellung bei kritischen Rohstoffen wie seltenen Erden, sondern auch seine Währung. Der Renminbi ist an den US-Dollar geknüpft und hat damit gegenüber dem Euro seit 2020 um 43 Prozent abgewertet – für chinesische Unternehmen ist das ein dramatischer Kostenvorteil.

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