AfD: Vetternwirtschaft? Weidel stellt AfD-Fraktionsvize Ultimatum
Alice Weidel und Tino Chrupalla: „Die Anwürfe aus Richtung der Medien sind völlig aufgebauscht.“ Foto: Kay Nietfeld/dpa
Berlin. In der Affäre um die mutmaßliche Anstellung seiner Partnerin in seinem Berliner Bundestagsbüro wächst der Druck auf AfD-Fraktionsvize Stefan Keuter. So stellte Fraktions- und Parteichefin Alice Weidel dem Abgeordneten am Dienstag ein Ultimatum.
„Wir haben das im Fraktionsvorstand besprochen, und Herr Keuter hat bis nächsten Montag Zeit, dem Fraktionsvorstand mitzuteilen, welche Konsequenzen er daraus zieht“, sagte Weidel in Berlin.
Zuvor war bekannt geworden, dass Keuter eine Frau in seinem Bundestagsbüro beschäftigt haben soll, zu der er nach Medienberichten eine Beziehung unterhält. Recherchen des Portals T-Online hatten nahegelegt, dass es sich um seine Freundin handeln könnte. Pikant dabei: Keuter ist im Fraktionsvorstand der AfD für Personalangelegenheiten zuständig.
Keuter weist die Vorwürfe zurück und spricht von „praktischen Gründen“, warum Post der Frau an seiner Privatadresse eingegangen sei. Er betont, die Mitarbeiterin sei keine Verwandte ersten Grades, es liege kein Interessenkonflikt vor und es handele sich nicht um eine Scheinbeschäftigung.
Weidel sagte mit Blick auf die gegen Keuter und weitere AfD-Abgeordnete erhobenen Vorwürfe der Vetternwirtschaft, man gehe jedem Fall nach: „Also zunächst einmal überprüfen wir alles, was uns bekannt wird. Und wir führen Gespräche. Und den Einzelfall schauen wir uns auch an.“ Bei den bisherigen Gesprächen habe sich gezeigt: „Die Anwürfe aus Richtung der Medien sind in der Tat haltlos und völlig aufgebauscht.“
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