Tim Walter zurück bei Holstein Kiel: Musste „nicht lange überlegen“

Tim Walter zurück bei Holstein Kiel: Musste „nicht lange überlegen“

Einstandsprogramm hat es in sich 

Tim Walter zurück bei Holstein Kiel: Musste „nicht lange überlegen“

©IMAGO

Mit einem gemeinsamen Frühstück mit Spielern und Funktionsteam hat der neue Cheftrainer Tim Walter seine Mission Klassenverbleib in der 2. Bundesliga bei Holstein Kiel begonnen. Einen Tag nach dem Aus für Marcel Rapp nach mehr als viereinhalb Jahren bat Walter die Mannschaft an seinem ersten Arbeitstag auch gleich zu zwei Trainingseinheiten am Vormittag und Nachmittag.

Walters Einstandsprogramm hat es in sich: Am Samstag (13:00 Uhr/Sky) steht die Partie gegen den Tabellendritten SV Elversberg an. Eine Woche später reisen die Norddeutschen zum derzeitigen Zweiten Darmstadt 98. Die Störche stecken dagegen als 14. im Abstiegskampf, haben seit fünf Liga-Partien nicht mehr gewonnen und nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.

„Als mich die Anfrage erreicht hat, hier erneut als Trainer tätig zu sein, musste ich nicht lange überlegen. Ich habe Kiel viel zu verdanken, hier meine erste Chance im Profifußball bekommen“, sagte er. Für den 50-Jährigen ist das Engagement in Kiel eine Rückkehr: Schon in der Saison 2018/19 hatte er Holstein trainiert und belegte am Ende Tabellenplatz sechs. In 37 Partien holte er im Schnitt 1,49 Punkte. Von Kiel ging es für ihn weiter zum VfB Stuttgart, zum Hamburger SV und zu Hull City. Seit November 2024 war er ohne Trainerjob.

„Die weitere positive Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren habe ich stets aus der Ferne verfolgt“, betonte Walter nach seiner Rückkehr. Unter anderem waren die Kieler unter Vorgänger Rapp 2024 als erster schleswig-holsteinischer Verein in die Bundesliga aufgestiegen. Etwas, was Walter in seinen gut zweieinhalb Jahren beim HSV nicht gelang.

Nun soll Walter die Kieler vor dem Absturz zurück in die 3. Liga bewahren. „Tim ist in der Lage, unserer Mannschaft für die entscheidende Phase der Saison noch einmal einen wichtigen Impuls zu geben“, sagte Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe laut einer Klub-Mitteilung. „Mit seiner Erfahrung, seiner Qualität und seiner Persönlichkeit wird er sowohl auf als auch neben dem Platz Akzente setzen. Gemeinsam wollen wir in den kommenden Wochen alle Kräfte bündeln, um die Saison erfolgreich abzuschließen.“ Dafür müssen die Kieler ihr Potenzial abrufen. Denn obwohl sie die siebtwertvollste Mannschaft der 2. Bundesliga haben, stehen sie nur auf dem 14. Rang – eine größere negative Diskrepanz weist kein anderer Klub im deutschen Fußball-Unterhaus auf.

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