Gender Gap: Große Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen bleibt

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Gender Gap: Große Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen bleibt

Auch im vergangenen Jahr lag der Gender Gap laut Statistischem Bundesamt, wie schon 2024, bei 37 Prozent. Doch es gibt regionale Unterschiede. 26.02.2026 – 10:28 Uhr
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Gender Gap: Der Indikator berücksichtigt neben dem reinen Stundenlohn auch Unterschiede bei der Arbeitszeit und der Erwerbsbeteiligung. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Berlin. Die Ungleichheit beim Verdienst zwischen Frauen und Männern in Deutschland bleibt unverändert groß. Der sogenannte Gender Gap lag 2025 wie schon im Vorjahr bei 37 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag anlässlich des Equal Pay Day am 27. Februar mitteilte. Damit setzte sich der Rückgang von 2024 nicht fort. Der Indikator berücksichtigt neben dem reinen Stundenlohn (Gender Pay Gap) auch Unterschiede bei der Arbeitszeit (Gender Hours Gap) und der Erwerbsbeteiligung (Gender Employment Gap).

Hauptursachen für die fortbestehende Ungleichheit sind demnach die geringeren Stundenlöhne und die kürzeren Arbeitszeiten von Frauen. So verdienten Frauen 2025 pro Stunde 16 Prozent weniger als Männer. Zudem arbeiteten sie mehr auf Teilzeitbasis und kamen pro Woche auf knapp 28 Stunden – deutlich weniger als Männer mit gut 34 Stunden. Dieser Unterschied bei der bezahlten Arbeitszeit lag wie in den Vorjahren bei 18 Prozent.

„Die geringere Zahl an Erwerbsstunden ist jedoch nicht Ergebnis einer individuellen Life-Style-Entscheidung, sondern einer ungleichen Verteilung der Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen“, erklärte Bettina Kohlrausch, die wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. „Frauen bringen täglich eine Stunde und 19 Minuten mehr Zeit für unbezahlte Sorgearbeit auf als Männer.“

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