An MS erkrankte Christina Applegate verlässt nur für Tochter das Bett
von spot on news
25.02.2026, 12:12 Uhr
25. Februar 2026 um 12:12 Uhr
In ihren Memoiren „You With the Sad Eyes“ spricht Christina Applegate über ihre Kindheit, toxische Beziehungen und den Alltag mit Multipler Sklerose.
Christina Applegate (54), bekannt aus der Kultserie „Eine schrecklich nette Familie„, erhielt 2021 die Diagnose Multiple Sklerose und kämpft seitdem mit starken Schmerzen, die ihre Bewegungsfähigkeit einschränken. Ihr Schlafzimmer ist inzwischen ihr Lebensmittelpunkt geworden. Nur für ihre Tochter Sadie (15), die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Martyn LeNoble (56) hat, steht sie regelmäßig auf. „Ich sage mir: ‚Bring sie einfach sicher hin und komm nach Hause, damit du wieder ins Bett kannst.‘ Und genau das tue ich“, erklärte Applegate im Interview mit dem „People“-Magazin.
Die gemeinsamen Fahrten zur Schule und zu Sadies Aktivitäten seien für Applegate die wenigen Momente, die sie allein mit ihrer Tochter verbringen könne. Trotz der Einschränkungen empfindet sie eine neue Freiheit, offen über ihr Leben zu sprechen.
Christina Applegates Memoiren erscheinen im März
Am 3. März veröffentlicht Christina Applegate ihre Memoiren unter dem Titel „You With the Sad Eyes“. Darin schildert sie ihre turbulente Kindheit im Laurel Canyon in Los Angeles und ihren heutigen Alltag mit MS. Sie beschreibt, wie sie als Kind miterleben musste, dass ihre alleinerziehende Mutter, die Schauspielerin Nancy Priddy, mit Heroinsucht und einem gewalttätigen Partner kämpfte – ein Mann, der auch gegenüber der jungen Christina gewalttätig wurde.
„Mein Leben ist nicht mit einer hübschen Schleife verpackt“, sagte Applegate, die zusammen mit ihrer ebenfalls an MS erkrankten Kollegin Jamie-Lynn Sigler den Podcast „MeSsy“ moderiert. Sie wolle so ehrlich und ungeschönt wie möglich sein, betonte sie laut „People“.
Auch ihre Beziehungsgeschichte verarbeitet Applegate in dem Buch. Trotz ihres Erfolgs als Kelly Bundy in der Serie „Married… With Children“ (in Deutschland bekannt als „Eine schrecklich nette Familie“) geriet sie privat immer wieder an die falschen Partner. In ihren späten Teenagerjahren führte sie eine langjährige Beziehung mit einem gewalttätigen Freund. „Ich war nie mit jemandem zusammen, der einen richtigen Job hatte“, gestand sie laut „People“. Sie habe versucht, diese „kaputten Vögel“ zu retten – jedoch ohne Erfolg.

Neben den toxischen Beziehungen thematisiert Applegate in ihrem Buch auch ihre Brustkrebserkrankung sowie das Leben mit MS, einer Autoimmunerkrankung, die das zentrale Nervensystem angreift.
Humor trotz Krankheit
Trotz ihrer gesundheitlichen Herausforderungen hat Christina Applegate ihren Humor nicht verloren. Bei einem Auftritt in der „Jimmy Kimmel Live„-Show erzählte sie kürzlich, dass sie ihren Körperteilen Namen gegeben habe und mit ihnen spreche, wenn sie aufgrund der MS verrücktspielen. Ihre rechte Hand nennt sie Barbara, die linke Stanley. Ihr rechtes Knie trägt den Namen Meghan Markle, das linke heißt Tootie – benannt nach einer Figur aus der Serie „Facts of Life“.
Applegate erklärte Kimmel, dass sie ihre Körperteile direkt anspreche, wenn diese sich nicht benehmen: „Weil es eine Gehirnstörung ist, stoppt es das irgendwie.“ Ob Herzogin Meghan über diese Namensgebung begeistert wäre, bezweifelte Applegate selbst und fügte hinzu: „Ist mir ziemlich egal.“ Die Namensgebung sei für sie eher eine Hilfe: „Kannst du mir bitte helfen, Meghan!“
Christina Applegate startet Online-Plattform zu MS
Neben ihrem Buch startet Applegate auch eine neue Online-Plattform namens „Next in MS“, auf der Betroffene ihre Erfahrungen mit der Krankheit teilen können. Ihre Memoiren beschreibt sie als die Geschichte „eines kleinen Mädchens mit traurigen Augen, das am Ende Christina Applegate wurde“. Diese traurigen Augen habe sie noch immer – doch sie sei eine stärkere und widerstandsfähigere Person geworden, so Applegate laut „People“.



