Dramatischer könnte Tag 14 im Marius-Prozess nicht starten. Gestern prangerte Ex Nora Haukland (29) Mette-Marit an, nun verteidigt ihr Sohn sie. BUNTE.de kennt die Details.
Welch‘ emotionaler Start in den 14. Prozesstag in Oslo! BUNTE.de ist live vor Ort und sieht, wie Marius Borg Høiby (29) gleich zu Beginn in Tränen ausbricht. Er braucht einige Zeit, um sich zu fassen. Er atmet tief durch, sagt „Jesus Christ“, tupft mit einem Taschentuch die Tränen aus den Augen. Der offenbare Grund: Die letzten Prozesstage haben ihre Spuren hinterlassen.
In dem Video oben seht ihr die Einschätzung von unserer Reporterin live vor Ort.
Marius Borg Høiby weint im Zeugenstand bitter, als es um Mette-Marit geht
Seine Ex-Freundin Nora Haukland (29) sagte mehrfach vor Gericht aus. Sie sprach detailliert von Marius‘ angeblichen Ausrastern. Er soll sie mehrfach angeschrien, geschlagen und getreten haben (Lest hier Prozesstag 13 nach). Und noch etwas ist brisant: Die Influencerin, die zwischen Frühling 2022 und Spätsommer 2023 mit Marius liiert war, warf Mette-Marit von Norwegen (52) vor, nicht richtig gehandelt zu haben. So soll Nora laut eigener Aussage die Kronprinzessin und ihren Ehemann Haakon (52) darum gebeten haben, Marius in eine Reha-Klinik einzuweisen. Doch die beiden hätten diesen Vorschlag abgelehnt. Dem widerspricht Marius nun am 25. November im „Oslo Tingrett“, dem Bezirksgericht der norwegischen Hauptstadt, vehement. Er sagt, seine Eltern hätten immer versucht, ihm zu helfen.
Bleibt hier mit BUNTE.de auf dem Laufenden! Wir aktualisieren diesen Artikel fortwährend mit exklusiven Informationen von unserer Reporterin Pauline, live aus Oslo.

Mette-Marit und Haakon von Norwegen „haben das nicht verdient!“
Marius Borg Høiby emotional: „Dass Nora meine Mutter und Haakon da mit reinzieht, das ist nicht richtig! Keiner hat sich so viel für mich eingesetzt, wie die beiden! Mama und Haakon haben nichts anderes gemacht, als Nora gegenüber alle Freundlichkeit der Welt zu zeigen, sie haben das nicht verdient!“
Dann geht es um Marius und Noras Umzug von Oslo nach Skaugum, einer Residenz des norwegischen Kronprinzen. Dass sie dort hin seien, damit Marius „weiter weg von den Verlockungen der Stadt“ sei, bezeichnet er vor Gericht als „reine Lüge“ und „Unsinn“. Er: „Ich finde, dass sie in ihrer Erklärung den starken Wunsch hat, sich selbst als eine Art Mutter Teresa darzustellen, als hätte ich ohne sie nie zurechtkommen können.“ Laut Marius sei der Grund für den Umzug folgender: „Wir sind nach Skaugum gezogen, weil ihr Mietvertrag, so wie ich es verstanden habe, auslief und wir eine kostenlose Unterkunft erhielten.“

Marius über Ex Nora Haukland: „Sie war auch ziemlich aggressiv“
Dann wird Marius‘ angebliches Aggressionsproblem zum Thema. Wir erinnern uns, Nora Haukland sagte mehrfach aus, dass er Dinge zerstört hätte und sie regelmäßig verbal und körperlich angegangen sei. So schilderte sie eine Situation etwa wie folgt: „Er hat mich am Hals gepackt. Fast wie ein Pitbull, der direkt vor einem steht. Man weiß nie, ob er einen angreifen wird.“
Marius Borg Høiby sagt am 25. Februar im Zeugenstand aus, dass die Beziehung angeblich beidseitig sehr aggressiv gewesen sei. „Wenn ich richtig wütend war, ja, dann habe ich sie schon mehrmals angeschrien. Aber es ist auch schon unzählige Male vorgekommen, dass sie genau dasselbe getan hat. Sie hat mich auch oft angeschrien. Das macht es zwar nicht besser, aber trotzdem. Sie war auch ziemlich aggressiv.“ Sie habe ihn „mehrfach“ geschlagen: „Wenn wir uns gestritten haben, wurde es laut, von beiden Seiten.“
Hatte Nora Haukland ein Aufmerksamkeitsproblem?
Und noch etwas behauptet er über seine Ex: Nora soll nach Aufmerksamkeit gegiert haben. „Wenn wir unter Leuten waren, war Nora immer auf Aufmerksamkeit aus, egal zu welchem Preis.“
Vor einer gemeinsamen Portugalreise mit Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon hätte er zu ihr gesagt, dass sie nur unter einer Bedingung an diesem Urlaub teilnehmen durfte: Es dürfen keine Bilder von ihnen in Portugal oder von der Familie veröffentlicht werden. Marius: „Von meiner Seite aus war es klar, dass es keine Influencertour, sondern nur ein Urlaub sei.“ Und erneut verteidigt er seine Familie, er sagt: „Meine Mutter und Haakon waren so nett zu Nora (…). Mein Vater war auch unglaublich lieb zu Nora.“

DANA Press
Marius Borg Høibys leiblicher Vater Morten Borg vor Ort
Wie BUNTE.de-Reporterin Pauline aus dem Gerichtssaal berichtet, ist Morten Borg (57), Marius‘ leiblicher Vater, vor Ort. Mette-Marit und Haakon hingegen halten sich vom Prozess fern.
Vater und Sohn haben immer wieder Augenkontakt. Als Marius während der Gerichtspause den Saal verlässt, hat er mit seinem Vater noch einmal einen intensiven Blickkontakt. Er lächelt sanft, zieht dann die Augenbrauen hoch, ganz nach dem Motto „Was passiert hier?“. Morten Borg steht mit verschränkten Händen da und schaut seinem Sohn traurig hinterher.
Mette-Marit wird erneut positiv erwähnt: „Meine Mutter war sehr freundlich“
Nach einer Pause vor Gericht geht es erneut um Nora und Marius‘ Zeit auf Gut Skaugum, die Nora als isoliert, kontrolliert und einsam beschrieben hatte.
Marius: „Wir sind dorthin gezogen, weil es kostenlos war. Meine Mutter war sehr freundlich und sagte, wir könnten dort wohnen. Deshalb sind wir dorthin gezogen. Ich weiß, wie es ist, dort ohne Auto zu wohnen, und das ist anspruchsvoll und schwierig. Das verstehe ich vollkommen. Die Fahrt nach Oslo kostet 1200 bis 1300 Kronen (mehr als hundert Euro, Anm. d. Red.) hin und zurück. Ich habe in dieser Zeit dort gearbeitet. Ich verstehe, dass es für sie unangenehm war, dort allein zu sein.“
Marius Borg Høiby gesteht vor Gericht, dass er „schon oft“ Türen beschädigt habe
Zu den angeblichen körperlichen Auseinandersetzungen zwischen dem damaligen Paar auf dem Skaugum-Gelände im Winter 2022 sagt er: „Wir hatten sicherlich lautstarke Auseinandersetzungen. Aber ich habe sie nie auf ein Sofa geworfen und sie gewürgt, bis sie ohnmächtig wurde. Ich weiß nicht, welches andere Wort ich dafür verwenden soll, als wilde Fantasie. Das ist nicht passiert.“ Und weiter: „Ich kann mich nicht daran erinnern, sie mit der flachen Hand geschlagen zu haben.“
Ob er eine Tür beschädigt hat, wird er gefragt. Daraufhin räumt er ein: „Ich habe mit Sicherheit eine Tür beschädigt, aber ich kann das nicht mit einem Vorfall in Skaugum in Verbindung bringen. Ich kann nicht … Nein. Aber ich habe mit Sicherheit schon einmal eine Tür beschädigt. Das habe ich schon oft getan.“ Sowohl während seiner Zeit mit Nora als auch zu anderen Gelegenheiten, sagt er auf Nachfrage des Richters aus.
Marius Borg Høiby kritisiert Gerichtszeichner
Interessant: Marius Borg Høiby scheint die Berichterstattung über ihn genauestens zu verfolgen. So habe er sich laut „Bild.de“ erneut über einen Gerichtszeichner beschwert. (Zur Erklärung: Im Gerichtssaal selbst sind keine Fotografen erlaubt). Außerdem habe er sich entschuldigt, Kaugummi zu kauen. Er wisse, dass es darüber Berichte gab, er wolle aber nicht herablassend wirken, sondern lediglich seinen trocknen Mund befeuchten.

Kokaintütchen-Skandal nimmt eine neue Wendung: „Eine PR-Strategie!“
Jetzt geht es um Nora Hauklands skandalöses „Tütchen“-Foto. Kurz erklärt: Am 12. Februar 2023 hatte ihre Freundin Sophie Elise Isachsen versehentlich auf Social Media ein Foto veröffentlicht, das sie und Nora Haukland zeigte. Nora, damals noch mit Marius Borg Høiby liiert, hatte auf dem Foto ein Tütchen mit einem weißen Pulver in der Hand.
Am 20. Februar sagt Nora Haukland dazu im Zeugenstand: „Es ist ein dunkles Loch in meinem Leben, für das ich mich also … ich schäme mich so sehr.“ Der Staatsanwalt will wissen, ob sie an diesem Abend mit Marius zusammen gewesen sei. Sie bejaht. „Woher stammte die Tüte?“, hakte er nach. Ihre klare Antwort: „Sie gehörte Marius. Sie enthielt Kokain.“
Nun rückt Marius das Ganze am 25. Februar in ein anderes Licht. Seine Geschichte: Sophie habe das Foto mit Absicht veröffentlicht. Seine Begründung: „Das war kein Zufall. Sie ist Norwegens größte Influencerin und behauptet, sie habe sich das Foto vorher nicht angesehen, bevor sie es an 700.000 Follower postet. Das war von Anfang bis Ende eine PR-Strategie.“ Er behauptet, Sophie Elise Isachsen habe das Foto absichtlich veröffentlicht, um für ihre eigenen Produkte zu werben.
Sophie Elise Isachsen wird am Donnerstag um 9:30 Uhr in den Zeugenstand treten.
Nora Hauklands Freundin wollte das Skandal-Foto nicht löschen
Nora habe ihn bei der Arbeit angerufen und von dem Foto berichtet. Daraufhin habe er in Panik die Arbeit verlassen. „Ich beginne, herumzutelefonieren, um das zu stoppen“, sagt Marius. Er behauptet, es gebe Nachrichten zwischen den Frauen, in denen Nora Sophie bittet, das Bild zu löschen. Sie soll geantwortet haben, dass sich niemand um das Bild scheren werde.
Aber: „Für mich und meine Familie war dies eine Krise“, so Marius vor Gericht. „Und für Nora. Das ist nichts, was wir mit uns in Verbindung bringen möchten. Im Vergleich zu dem, weswegen ich heute hier bin, war es nichts, aber damals war es eine große Sache.“
„Immer, wenn Nora irgendetwas mit Sophie macht, gibt es Probleme“
Marius behauptet, dass Nora völlig fertig wegen des Kokstütchens war. Denn alle Welt sah sie, die bekannte Influencerin, mit dem Tütchen in der Hand. „Nora war am Boden zerstört. Sie traute sich nicht mehr vor die Tür. Aber sie schloss mich von allem aus, und zog bei Sophie ein. Dabei war es doch Sophie, die diesen PR-Stunt initiiert hatte und an allem schuld war! Immer, wenn Nora irgendetwas mit Sophie macht, gibt es Probleme. Jedes Mal.“

Mit Material von DANA Press.
Alles zum Prozess gegen Marius Borg Høiby



