Malmö – Eine Drohne kreiste am Mittwoch nahe dem französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ vor der schwedischen Küste. Jetzt ist klar: Sie kam aus Russland! Die schwedische Armee bestätigte am Freitag, dass eine russische Drohne „einen nicht genehmigten Flug durchgeführt“ habe. Der Flugkörper startete vom russischen Aufklärer „Schigulewsk“, der zu diesem Zeitpunkt in schwedischen Gewässern unterwegs war.
Die schwedische Armee spricht von einem „ernsten Vorfall“, der die Bedeutung ständiger Wachsamkeit unterstreiche.
Die verdächtige Drohne wurde am Mittwoch in rund zehn Kilometern Entfernung zum ankernden Flugzeugträger entdeckt. Schwedische Abwehrsysteme störten sofort ihren Betrieb. Das hatten die schwedische und die französische Armee bereits am Vortag mitgeteilt.
Nach dem Vorfall im Öresund begleitete ein schwedisches Patrouillenboot die „Schigulewsk“ aus schwedischen Gewässern. Das russische Schiff befindet sich jetzt in der Ostsee.
Schweden-Premier: „Das Wichtigste ist, Klartext zu reden“
Zuvor hatte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson (62) dem Sender SVT gesagt, dass es sich „wahrscheinlich“ um eine russische Drohne gehandelt habe. Kristersson nannte den Vorfall „ernst, aber nicht unerwartet“. Es sei sicher kein Zufall, dass so etwas gerade während des Besuches des französischen Flugzeugträgers in Schweden passiere. „Das Wichtigste ist, Klartext zu reden und zu zeigen, dass wir vorbereitet sind und mit solchen Situationen umgehen können.“ Kreml-Sprecher Dmitri Peskow (58) sagte am Freitag, er wisse nichts von dem Vorfall.
Russen-Drohne provoziert Flugzeugträger: Schwedens Ministerpräsident: „Das ist ernst!“
Der Ostsee-Raum war zuletzt wiederholt Schauplatz mysteriöser Drohnenflüge über Flughäfen und wichtigen Militär- oder Industriestandorten gewesen. Angesichts der Spannungen zwischen der Nato und Russland wegen des mittlerweile seit vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine steht Moskau im Verdacht, hinter diesen Vorfällen zu stecken.



