Vor Sarah Engels: Deutsche Musik-Stars, die einst beim ESC-Vorentscheid antraten

Vor Sarah Engels: Deutsche Musik-Stars, die einst beim ESC-Vorentscheid antraten
Vor Sarah Engels

Deutsche Stars, die einst beim ESC-Vorentscheid antraten

von spot on news

28.02.2026, 10:38 Uhr

28. Februar 2026 um 10:38 Uhr

Bevor Sarah Engels ihr Glück beim ESC-Vorentscheid versucht, haben bereits zahlreiche bekannte Künstler diese Bühne betreten. Viele deutsche Musikstars träumten davon, Deutschland beim Eurovision Song Contest zu vertreten – mit unterschiedlichem Erfolg.

Sarah Engels (33) tritt in die Fußstapfen prominenter Vorgänger. Die Sängerin möchte beim ESC-Vorentscheid beweisen, dass sie das Zeug für die internationale Bühne hat. Doch sie ist nicht die Erste, die diesen Traum verfolgt. Zahlreiche deutsche Künstler standen bereits im Rampenlicht des Vorentscheids. Während einige den Sprung zum ESC schafften, scheiterten andere knapp.

Max Mutzke, Marie Reim & Co. – sie alle versuchten sich beim ESC-Vorentscheid

Im vergangenen Jahr nahm die Mittelalter-Rock- und Metal-Band Feuerschwanz an Raabs Vorentscheid teil. Trotz ihrer Erfolge in den deutschen Charts, darunter mehrere Nummer-eins-Alben, reichte es nicht für die Top fünf. Am Ende gewann das Duo Abor & Tynna.

Im Vorentscheid von 2024 setzte sich Isaak durch. Auch Max Mutzke und Marie Reim versuchten ihr Glück. Mutzke, der 2004 für Deutschland den achten Platz beim ESC belegte, war dem Publikum bereits bekannt. Schlagersängerin Marie Reim, Tochter von Michelle und Matthias Reim, trat ebenfalls an. Ihre Mutter hatte 1997 keinen Erfolg im Vorentscheid, konnte sich jedoch 2001 mit „Wer Liebe lebt“ durchsetzen und erreichte beim ESC den achten Platz.

Vom Ballermann-Star bis zum Castingshow-Talent

2023 brachte Ballermann-Star Ikke Hüftgold Partystimmung zum Vorentscheid. Sein „Lied mit gutem Text“ konnte sich trotz zahlreicher Zuschauerstimmen nicht gegen Lord of the Losts „Blood & Glitter“ durchsetzen. Die Band Frida Gold, bekannt durch Hits wie „Zeig mir wie du tanzt“, musste krankheitsbedingt auf ihren Auftritt verzichten.

2018 traten die Volksmusik-Pop-Band Voxxclub und „The Voice of Germany“-Star Michael Schulte an, um das „Lied für Lissabon“ zu liefern. Schulte setzte sich durch und erreichte beim ESC den vierten Platz. Popsängerin Ella Endlich versuchte 2016 ihr Glück, blieb jedoch ohne Sieg. Ein Jahr später gewann „TVOG“-Gewinner Andreas Kümmert den Vorentscheid, sagte jedoch aus gesundheitlichen Gründen seine Teilnahme am ESC ab.

2014 standen mit Santiano und Unheilig zwei bekannte Bands auf der Vorentscheid-Bühne, doch ein Triumph blieb aus. 2013 kämpften Cascada, LaBrassBanda und die Söhne Mannheims um den Sieg. Cascada gewann, erreichte beim ESC jedoch nur Rang 21.

Weitere bekannte Bands wie Marquess, Monrose, Scooter, Overground, Mia., Kelly Family oder Rosenstolz traten ebenfalls im Vorentscheid an. Rosenstolz mussten sich 1998 Guildo Horn geschlagen geben, der mit „Guildo hat euch lieb!“ den siebten Platz beim ESC belegte. Der Song stammte aus der Feder von Stefan Raab, der selbst 2000 beim ESC Platz fünf erreichte.

Schlagerstars und Wiederholungstäter beim Eurovision Songcontest

Auch zahlreiche Solokünstler versuchten ihr Glück im Vorentscheid. Roger Cicero (†45) vertrat Deutschland 2007 beim ESC und belegte Platz 19. Andere wie Heinz Rudolf Kunze, Thomas Anders, Patrick Nuo, Laith Al-Deen oder Patrick Lindner blieben erfolglos. Nino de Angelo erreichte 1989 Platz 14 beim ESC, scheiterte jedoch 2002 im Vorentscheid. Bernhard Brink trat insgesamt sechs Mal bei den Auswahlshows an – ohne Erfolg. Gemeinsam mit Ireen Sheer konnte er sich ebenfalls nicht durchsetzen. Sheer sang zweimal für Luxemburg und einmal für Deutschland beim ESC.

Vicky Leandros trat ebenfalls zweimal für Luxemburg an und gewann einmal. 2006 versuchte sie es im deutschen Vorentscheid, scheiterte jedoch an Texas Lightning. In den Anfangsjahren der Vorentscheide waren Schlagerstars besonders präsent – darunter auch einige Wiederholungstäter. Jürgen Drews, der 1976 mit den Les Humphries Singers am ESC teilnahm, scheiterte 1990 im Vorentscheid. Costa Cordalis blieb 1980 und 1983 erfolglos. 1980 musste er sich Katja Ebstein geschlagen geben, die bereits 1970 und 1971 am ESC teilgenommen hatte. Marianne Rosenberg unterlag 1982 gegen Nicole, die später den ESC gewann. Roberto Blanco versuchte es mehrfach – 1970, 1973 und 1979 – doch ein Sieg blieb ihm verwehrt.

(jom/spot)

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