Iran-Krieg im News-Blog: Hisbollah-Miliz greift an Seite Irans in Kämpfe ein – Israel bombardiert Ziele im Libanon

Iran-Krieg im News-Blog: Hisbollah-Miliz greift an Seite Irans in Kämpfe ein – Israel bombardiert Ziele im Libanon

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Hegseth widerspricht sich selbst – und Trump

Bei Nachfragen zu seiner Pressekonferenz widerspricht US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sowohl sich selbst als auch Präsident Trump. Kurz nachdem Hegseth sagte, es werde keine US-Soldaten auf iranischem Boden geben, sagt er, keine Option würde in diesem Krieg ausgeschlossen werden: »Wir kämpfen, um zu gewinnen.«

US-Präsident Trump hatte am Sonntag zur britischen »Daily Mail« gesagt, dass die Operation auf vier Wochen ausgelegt sei. Hegseth sagte nun, er würde nie ein Zeitfenster nennen – rudert dann aber zurück und sagt, Trump habe natürlich jedes Recht, dies zu tun.

Europäischer Erdgas-Preis steigt um fast 50 Prozent

Ein Produktionsstillstand für Flüssigerdgas in Katar hat den europäischen Gaspreis am Montagmittag weiter in die Höhe getrieben. An der Börse in Amsterdam zog der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung im Mai auf 45,32 Euro je Megawattstunde (MWh) an. Das sind etwa 44 Prozent mehr als am Freitag.

Bereits am Morgen hatte die Furcht vor Versorgungsengpässen den Gaspreis bis auf 39,85 Euro je Megawattstunde (MWh) nach oben schnellen lassen. Am Mittag stiegen die Preise weiter, nachdem der katarische Energieriese Qatar Energy einen Produktionsstopp für Flüssigerdgas (LNG) und verwandte Produkte verkündet hatte. Hintergrund ist ein Angriff auf die Anlagen des Konzerns in der Industriezone Ras Laffan und im Industriegebiet Mesaieed.

Luftwaffengeneral: Mehr US-Opfer erwartet

Nach Hegseth spricht Luftwaffengeneral Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Generalstabschefs im Pentagon.  Präsident Trump habe am Freitagnachmittag US-Zeit grünes Licht für die Mission gegeben, so Caine. Caine sagt weiter, dass es Zeit brauchen werde, um die militärischen Ziele in Iran zu erreichen, und dass mit weiteren Opfern auf der US-Seite zu rechnen sei. Er fügte hinzu, dass die Vereinigten Staaten auch nach einer massiven militärischen Aufrüstung weiterhin zusätzliche Truppen in den Nahen Osten entsenden würden.

Caine sagt, die USA hätten den Luftraum über Iran unter Kontrolle.

Hegseth: Kein »endloser Krieg« 

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagt in einer Pressekonferenz, dass Militäroperationen gegen Iran nicht zu einem »endlosen Krieg« führen würden. Das Ziel bestehe darin, Irans Raketen und Marine und Sicherheitsinfrastrukturen Teherans zu zerstören.  »Dies ist kein sogenannter ›Regimewechselkrieg‹, aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran«, sagt Hegseth weiter.

»Wir schlagen präzise, überwältigend und ohne Reue zu«, sagt Hegseth im Pentagon. »Wir haben diesen Krieg nicht gestartet, aber unter Präsident Trump beenden wir ihn.« Die Operation würde nach dem Prinzip »America First« fertiggestellt, so Hegseth.

Iranische Staatsmedien: Auch Khameneis Ehefrau tot

Mansoureh Khojasteh, die Ehefrau des am Samstag bei dem US-israelischen Militärschlag auf Iran getöteten Obersten Führers Ali Khamenei, ist ebenfalls tot. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf iranische Staatsmedien. Khojasteh soll den Angriff auf ihre Familie zunächst überlebt haben, sei nun jedoch an ihren Verletzungen gestorben.

Israel öffnet Flughafen wieder

Der israelische Flughafen Ben Gurion in der Nähe von Tel Aviv soll heute Abend für zivile Flüge in einem »äußerst eingeschränkten Umfang« wieder geöffnet werden. Das teilte  
die Flughafenbehörde mit. Der Luftraum Israels werde entsprechend wieder freigegeben.

Ab Dienstag sollen die Flugoperationen dann »je nach Sicherheitslage schrittweise ausgeweitet« werden, hieß es weiter. Es werde erwartet, dass zunächst nur israelische Airlines Flüge durchführen werden. Zu Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran am Samstag war der israelische Luftraum geschlossen worden. 

Spanien untersagt Nutzung von Stützpunkten für Iran-Angriff

Spanien untersagt die Nutzung seiner Militärflugplätze für die US-israelischen Angriffe auf Iran. Gleichzeitig verließen Daten der Flugtracking-Website FlightRadar24 zufolge 15 US-Flugzeuge die Stützpunkte Rota und Moron in Südspanien. Mindestens sieben der Maschinen seien auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland gelandet. 

»Spanische Stützpunkte werden nicht für diesen Einsatz genutzt«, sagt Außenminister Jose Manuel Albares dem Sender Telecinco. Madrid werde keine Handlungen zulassen, die nicht im Einklang mit der Uno-Charta stünden. Großbritannien hatte, anders als Spanien, die Nutzung seiner Basen nach anfänglichem Zögern genehmigt.

Weiterer US-Soldat gestorben

Bei der Militäroperation Israels und der USA sind bislang drei Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Nun gab das US-Militär in einer Erklärung bekannt, dass ein vierter Soldat gestorben sei – und zwar an den Folgen schwerer Verletzungen, die er sich bei den ersten Angriffen gegen Iran zugezogen hatte. 

Angriffe auf Raffinerien und Kraftwerke – Irans neue Eskalationsstufe?

Katars Verteidigungsministerium hat mitgeteilt, das Land sei von zwei iranischen Drohnen angegriffen worden. Eine habe auf einen Wassertank eines Kraftwerks in Mesaieed abgezielt, einer bedeutenden Industriestadt im Süden Katars; die andere auf eine Energieanlage von QatarEnergy in der Industriestadt Ras Laffan.  Verletzte gab es den Behörden zufolge nicht. Ras Laffan ist das Herz von Katars Gaswirtschaft: In der von QatarEnergy verwalteten Industriestadt werden große Teile des Gases aus dem North Field zu Flüssigerdgas (LNG) und Gas‑zu‑Flüssig‑Produkten verarbeitet und für den Export verschifft. Der Hafen gilt als eines der wichtigsten LNG‑Drehkreuze weltweit. Von hier aus bedient Katar mit vergleichsweise billigem und verlässlich verfügbarem Gas sowohl Europa als auch Asien. 

Es ist bereits der zweite Vorfall an diesem Tag, der die wirtschaftliche Lebensader der Golfstaaten trifft: Am Morgen war die saudische Ölanlage Ras Tanura angegriffen worden – auch wenn die Nachrichtenagentur AP und der Sender Al Jazeera sich unter Berufung auf das saudische Verteidigungsministerium darauf beschränken, von Trümmerteilen und zwei abgefangenen Drohnen zu sprechen. Videoaufnahmen, deren Authentizität der SPIEGEL überprüfen konnte, lassen jedoch ein anderes Bild erkennen: Dichte, schwarze Rauchwolken steigen auf, mehrere Flammenzungen schlagen aus der Anlage. 

Die entscheidende Frage lautet nun: Ist damit die zweite Eskalationsstufe erreicht? In Teheran weiß man sehr genau, dass der Angriff auf die Energieinfrastruktur der Golfmonarchien den größtmöglichen Druck aufbaut. Offenkundig setzt die iranische Führung darauf, den Leidensdruck so weit zu erhöhen, dass die Golfstaaten US-Präsident Trump in seinem Privatanwesen in Mar‑a‑Lago die Tür einrennen. Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten – etwa durch Huthi‑Raketen – haben sich in der Vergangenheit tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Eine weitere solche Erfahrung wollen die Golfmonarchien um jeden Preis vermeiden. Die Frage ist nur, ob sie dazu noch in der Lage sind.

Wirtschaftsministerin Reiche erwartet Preisaufschläge durch Irankrieg

Die Lage in Nahost bringt aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche neue Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft. Preisaufschläge auf den Märkten seien bereits sichtbar, sagte die CDU-Politikerin. Die weitere Entwicklung hänge davon ab, wie lange der Konflikt anhalte und ob wichtige Förderanlagen oder Transportwege betroffen seien.

Ökonomen warnen vor allem wegen der Einschränkung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus vor möglichen Folgen für Europas Wirtschaft. »Der Nahostkrieg könnte den Brent-Ölpreis wegen der Schließung der Straße von Hormus in Richtung 100 US-Dollar steigen lassen«, sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Sollte der Ölpreis dann auch mehrere Monate auf diesem hohen Niveau bleiben, »würde das die Inflation im Euroraum rechnerisch um mehr als einen Prozentpunkt erhöhen und das Wirtschaftswachstum um einige Zehntel Prozentpunkte senken.« Am Montagmittag lag der Brent-Ölpreis bei rund 79 Dollar.

Israel bestätigt Tötung von Hisbollah-Geheimdienstchef 

Das israelische Militär (IDF) hat die Tötung von Hussein Makled, dem Chef des Geheimdienstchefs der Hisbollah-Miliz, bekannt gegeben. Makled sei am Sonntag in Beirut »eliminiert« worden, hieß es in einer Mitteilung der IDF.

Die Tötung sei Teil eines groß angelegten Angriffs auf mehrere Orte im Libanon gewesen. Die Attacken seien von der israelischen Luftwaffe und der Marine ausgeführt worden und hätten auf »Dutzende von Kommandozentren der Hisbollah und des iranischen Terrorregimes« sowie ein Waffenlager abgezielt. 

Leseempfehlung: Mit Seeminen und Raketen gegen den Welthandel

Wie verletzlich der Welthandel ist, zeigt sich aktuell an der Straße von Hormus. Die Meerenge ist ein zentraler Knotenpunkt im internationalen Waren- und Energietransport. Unter anderem mit Seeminen, Anti-Schiffsraketen und Drohnen kann der Iran diesen Seeweg schließen und so massiven wirtschaftlichen Druck ausüben. Wie genau das funktionieren kann, welche Rolle dabei die Revolutionsgarden spielen und warum der Iran de facto zwei Seestreitkräfte besitzt, hat Oliver Imhof hier aufgeschrieben: So könnte Iran die Straße von Hormus schließen.

Reederei-Verband: Mindestens 25 deutsche Schiffe in Golf-Gewässern

Der Irankrieg hat auch Folgen für Schiffe und Besatzungen deutscher Reedereien: Laut dem Verband Deutscher Reeder (VDR) befinden sich derzeit mindestens rund 25 Schiffe von sieben deutschen Reedereien in den Golfgewässern. Darunter seien auch zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen etwa 7000 Passagieren. Die Schiffe könnten die Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen derzeit nicht verlassen, teilte der Verband mit.

Zwar bestehe bislang keine physische Blockade der Straße von Hormus. »Es liegen jedoch Warnungen und Funksprüche iranischer Stellen vor, wonach Schiffe aufgefordert werden, die Passage nicht zu nutzen«, so der VDR. Von dem Konflikt sind dem Verband zufolge noch mehr Schiffe deutscher Reedereien in der Großregion betroffen, etwa im Arabischen Meer und im Roten Meer. Deutsche Schiffe und Seeleute seien nach aktueller Kenntnislage nicht angegriffen worden. Die Lage sei aber »sehr volatil«.

Lufthansa meidet Luftraum im Nahen Osten weitgehend

Die Lufthansa zieht Konsequenzen aus dem Irankrieg. Bis einschließlich 8. März werde der Luftraum über Israel, Libanon, Jordanien und dem Irak nicht von den Airlines der Lufthansa-Gruppe genutzt, teilte der Konzern mit. Auch Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam in Saudi-Arabien und Iran seien von dieser Vorsichtsmaßnahme betroffen. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate bis einschließlich 4. März nicht genutzt. Flüge zu Zielen im Nahen Osten hat die größte deutsche Airline weitgehend aus ihrem Programm genommen. Mehr über die Folgen des Irankrieges für Flugreisende können Sie hier nachlesen.

Flughafen auf Zypern evakuiert – Griechenland schickt Militärunterstützung

Übereinstimmenden Berichten zufolge wurde der Flughafen in Paphos, Zypern evakuiert, nachdem ein verdächtiger Gegenstand auf dem Radar entdeckt worden war. Das meldete unter anderem das zyprische staatliche Fernsehen. Der Flughafen Paphos an der Westküste der Insel ist etwa 60 Kilometer von der Basis Akrotiri der britischen Luftwaffe entfernt, die in der Nacht von einer unbemannten Drohne getroffen worden war.

Der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias gab Medienberichten zufolge bekannt, dass nach einer Sitzung des Regierungsrats für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung (KYSEA) die Fregatte »Kimon« und eine zweite Fregatte, die mit dem Drohnenabwehrsystem »Kentauros« ausgestattet ist, ins östliche Mittelmeer entsandt werden. Der Einsatz umfasst demnach auch zwei F-16-Kampfflugzeuge, um die Luftverteidigungsfähigkeiten der Republik zu stärken. Dendias bestätigte, dass Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis in direktem Kontakt mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulides stehe.

Libanon will militärische Aktionen der Hisbollah verbieten

Der Libanon wird nach Worten von Ministerpräsident Nawaf Salam militärische Aktivitäten der Hisbollah verbieten. Die schiitische Gruppe ist ein großer Machtfaktor in dem Land. Zuvor hat Israel erklärt, Stellungen der Miliz angegriffen zu haben. Damit habe die israelische Armee auf Raketen- und Drohnenangriffe der mit Iran verbündeten Gruppe reagiert, die in der Nacht zum Montag eingesetzt hatten. Allerdings ist fraglich, was das angekündigte Verbot wert ist. Traditionell war der libanesische Staat gegenüber der Hisbollah bisher aber vergleichsweise machtlos. 

Libanons Präsident Joseph Aoun und Premierminister Nawaf Salam hatten die Raketenangriffe der Hisbollah auf israelisches Territorium verurteilt. Der libanesische Justizminister Adel Nassar forderte, die Sicherheitskräfte anzuweisen, die Verantwortlichen für die Raketenangriffe aus dem Südlibanon auf Israel festzunehmen.

Israelisches Militär fliegt neue Angriffswelle auf Teheran

Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben in den Mittagsstunden einen neuen Angriff auf Ziele im Iran gestartet. Der Angriff im »im Herzen von Teheran« ziele auf Sicherheitseinrichtungen des Landes, teilte das Militär mit. Dabei stütze man sich auf Geheimdienstinformationen. 

Augenzeugen in Teheran bestätigten schwere Bombardierungen in der Stadtmitte. Die Angriffe sollen sich in der Nähe des Parlaments ereignet haben. Auch im Norden der Millionenmetropole mit ihren rund 15 Millionen Einwohnern wurden Raketeneinschläge beobachtet.

Bundeswehr plant keine Evakuierungsflüge

Tausende Deutsche, die in der Krisenregion rund um Iran gestrandet sind, können derzeit nicht auf Evakuierungsflüge der Bundeswehr hoffen. Ein Sprecher von Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte, für die Rückreise der Deutschen zum Beispiel aus Dubai oder anderen Golf-Emiraten seien nun erst mal die Reiseveranstalter und die zivilen Airlines zuständig, in der Region gebe es eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur. »Die Bundeswehr ist hier nur das letzte Mittel der Wahl«, so der Sprecher.

Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass eine mittlere fünfstellige Zahl deutscher Touristen in der Golfregion gestrandet ist. In etwa 30.000 könne eine verlässliche Größe sein, sagt ein Sprecher des Außenministeriums.

Leseempfehlung: Donald Trumps gefährliche Schwäche

Vordergründig geht es dem US-Präsidenten beim Krieg gegen Iran um Bedrohung und Regimewechsel. Sein wahres Motiv ist dunkler, schreibt meine Kollegin Nicola Abé.

Lesen Sie hier den SPIEGEL-Leitartikel.

Öltanker vor der Küste Omans angegriffen

Vor der Küste Omans ist ein Öltanker von einem mutmaßlich iranischen Drohnenboot angegriffen worden. Ein aus Indien stammendes Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben gekommen, teilte die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit. Die etwa 20-köpfige Besatzung sei mithilfe eines Handelsschiffs in der Nähe evakuiert worden.

Der etwa 220 Meter lange Öltanker »MKD VYOM« fährt unter der Flagge der Marschallinseln. Nach Informationen von Schiffs-Ortungsdiensten war er auf dem Weg zur Küste Saudi-Arabiens. Nach omanischen Angaben hat der Tanker rund 60.000 Tonnen geladen, was einer üblichen Umrechnung zufolge etwa 430.000 Barrel Öl entsprechen würde. 

Bundeswehr will in Iran nicht selbst angreifen

Die Bundesregierung hat eine Teilnahme an den amerikanisch-israelischen Luftschlägen gegen Iran kategorisch ausgeschlossen. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte, mögliche Operationen der Bundeswehr beträfen ausschließlich »den Selbstschutz der dort stationierten Soldaten«. Gemeint sind die deutschen Kontingente im Nordirak und in Jordanien. Dort, so Kornelius, würden deutsche Soldaten »das Recht zur Selbstverteidigung« wahrnehmen, mehr sei nicht geplant. 

Seit Sonntag gibt es Spekulationen, dass Deutschland, Frankreich und Großbritannien die Operation von Israel und der USA militärisch unterstützen könnten. Für die beiden anderen Partner schloss Kornelius dies nicht aus. Die entsprechende Erklärung der drei Länder interpretiere »jeder Partner für sich selbst«. Großbritannien beispielsweise unterstützt von Katar aus die Abwehr von iranischen Drohnen, welche auf die dortigen Militärbasen abgefeuert werden.  

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Vereinigte Arabische Emirate sollen 541 Drohnen abgeschossen haben

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenseite »The National News« sollen die Vereinigten Arabischen Emirate bis Sonntag 541 Drohnen, 165 ballistische Raketen und zwei Marschflugkörper abgefangen haben. Das Flugabwehrsystem Thaad sei »eines der fortschrittlichsten der Welt«. 

Israels Militär verkündet Tod von iranischen Geheimdienstmitarbeitern

Das israelische Militär hat eine Erklärung herausgegeben, in der es heißt, dass »hochrangige Mitglieder des iranischen Geheimdienstministeriums, der wichtigsten Geheimdienstbehörde des iranischen Terrorregimes, ins Visier genommen und eliminiert« wurden.

Unter den Toten sollen demnach Sayed Yahya Hamidi, stellvertretender Geheimdienstminister für Israel-Angelegenheiten, und Jalal Pour Hossein, Leiter der Spionageabteilung im Geheimdienstministerium, sein. Wann, wo und wie sie getötet worden sein sollen, ist nicht bekannt.

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Demonstrationen, Angriffe, Gedenken: Eindrücke aus der Region in Bildern

Iranischer Diplomat: Atomanlage angegriffen

Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf Iran ist nach Angaben eines hochrangigen iranischen Diplomaten die wichtige Atomanlage in Natans angegriffen worden. Laut Reza Najafi, Teherans Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), erfolgte die Attacke am Sonntag.

Israel und die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Sommer Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bombardiert und schwer beschädigt – darunter auch Natans, wo eine Anlage zur Anreicherung von Uran steht. Die Technologie kann zur Herstellung von Reaktorbrennstoff oder auch Atomwaffen genutzt werden. Teheran bestreitet aber, solche Waffen zu entwickeln.

Kurz zuvor hatte IAEA-Chef Rafael Grossi in einer Sondersitzung des IAEA- Gouverneursrats berichtet, dass es im Zuge der jüngsten israelischen und US-amerikanischen Angriffe keine Anzeichen auf Treffer oder Schäden an Atomanlagen Irans gebe.

Israel will sich »alle Optionen« offenhalten

Israels Militär hat nach Angaben eines Sprechers seine Präsenz an der Grenze zum Libanon verstärkt. Unmittelbare Pläne für eine Bodeninvasion gebe es aber nicht, sagte Oberstleutnant Nadav Shoshani: »Wir haben unsere Präsenz auf libanesischem Boden nicht ausgeweitet.«

Zuvor hatte Brigadegeneral Effie Defrin, ein weiterer Sprecher der Streitkräfte, auf die Frage nach einer möglichen Bodenoffensive gesagt: »Alle Optionen stehen zur Debatte.« Es seien rund 100.000 Reservisten und andere Kräfte mobilisiert worden, die für »alle Eventualitäten, sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff«, bereitstünden. »Der Krieg wird so lange dauern, wie er dauern wird.«

IAEA warnt vor erhöhtem nuklearen Sicherheitsrisiko

Angesichts der militärischen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten warnt der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, vor dem Risiko eines Atomunfalls. »Wir können einen möglichen Strahlungsaustritt mit schwerwiegenden Folgen nicht ausschließen – einschließlich der Evakuierung von Gebieten, die so groß sind wie oder größer als Großstädte«, warnte er in einer Sondersitzung der Organisation.

Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf Iran gebe es bislang keine Hinweise, dass iranische Atomanlagen beschädigt oder getroffen worden seien, so Grossi. Er warnte jedoch vor einem erhöhten nuklearen Sicherheitsrisiko in der Region, auch weil mittlerweile eine Reihe anderer Länder angegriffen wurden, die ebenfalls Nuklearanlagen haben. »Wir fordern deshalb äußerste Zurückhaltung bei allen militärischen Operationen«, sagte er.

Roter Halbmond: Mehr als 550 Tote in Iran

Bei den Angriffen Israels und der USA sind in Iran nach Angaben der humanitären Organisation Roter Halbmond mindestens 555 Menschen getötet worden. Landesweit seien mehr als 100.000 Rettungskräfte im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen.

Offizielle Angaben zu den Todesopfern gibt es noch nicht. Der Rote Halbmond ist Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.

Vergleichsweise ruhige Nacht in Tel Aviv

Die zweite Kriegsnacht in Tel Aviv war ruhig. Kein Alarm bis gegen sieben Uhr morgens. Im Schutzraum gab es trotzdem noch einzelne Anzeichen von Müdigkeit. 

Aktienmärkte unter Druck

Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und dessen Vergeltungsschläge machen sich am deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt bemerkbar. Der Grund: die Öl- und Gaspreise stiegen wegen des Krieges stark. Der Dax büßte am Montag in den ersten Handelsminuten 2,3 Prozent auf 24.697 Punkte ein. Am Freitag war der deutsche Leitindex noch nahe an das Rekordhoch von Mitte Januar gestiegen. An der Börse in Paris fielen die Kurse um 2,36 Prozent. In London lag der Index FTSE dagegen zunächst nur 0,93 Prozent im Minus. Auch der japanische Leitindex Nikkei schloss am Montag mit 1,3 Punkten im Minus. Japan ist als rohstoffarmes Land von Energieimporten besonders abhängig.

Kuwait meldet mehrere abgestürzte US-Jets

Laut dem Verteidigungsministerium Kuwait sind »mehrere« US-Kampfflugzeuge im Land abgestürzt, alle Besatzungsmitglieder sollen überlebt haben. Zu den genauen Absturzursachen gab es bisher keine Informationen.

Bereits vor dieser Meldung kursierten in sozialen Medien mehrere Videos, die den Absturz eines Kampfflugzeuges vom Typ F-15 oder F/A-18 in der Nähe eines US-Luftwaffenstützpunkts zeigen sollten. Am Heck der Maschine schien den Bildern zufolge ein Feuer ausgebrochen zu sein. Auf weiteren Videos war zu sehen, wie sich zwei Menschen rechtzeitig aus der fallenden Maschine befreiten. Maschinen der genannten Typen werden auch von Kuwaits Streitkräften geflogen. 

Libanon meldet mindestens 31 Tote bei israelischen Angriffen

Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden durch die israelischen Angriffe in der Nacht 31 Menschen getötet und 149 verletzt. Nach Raketenbeschuss durch die Hisbollah und ersten israelischen Gegenangriffen noch in der Nacht warnte die israelische Armee am Montagmorgen, dass sie ihre Angriffe im Libanon gegen die Hisbollah ausweiten wolle und die Kämpfe viele Tage andauern könnten. 

Der libanesische Präsident Joseph Aoun und Premierminister Nawaf Salam verurteilten die Raketenangriffe der libanesischen Miliz auf israelisches Territorium. Der libanesische Justizminister Adel Nassar forderte, die Sicherheitskräfte anzuweisen, die Verantwortlichen für die Raketenangriffe aus dem Südlibanon auf Israel festzunehmen. Traditionell war der libanesische Staat gegenüber der Hisbollah bisher aber vergleichsweise machtlos.

Großbritannien will Bürger evakuieren

Großbritannien bereitet sich auf die Evakuierung seiner Staatsbürger aus dem Nahen Osten vor. Schätzungsweise 300.000 Briten leben in der Region, sagte Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Mehr als 100.000 hätten ihre Anwesenheit registriert. Die Regierung prüfe jetzt verschiedene Lösungen, etwa eine Zusammenarbeit mit der Reisebranche und vom Staat organisierte ​Evakuierungen. 

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul hatte am Sonntag gesagt, man könne in der Region Gestrandete nicht ausfliegen. »Das werden wir nicht machen können, denn die Lufträume sind insgesamt geschlossen.«

Iran meldet Angriff auf Klinik

Die Angriffe Israels und der USA haben in der Hauptstadt Teheran eine Klinik beschädigt. Das Gandhi-Krankenhaus in der Millionenmetropole Teheran sei bereits am späten Sonntagabend von einer Rakete getroffen worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend.

Laut dem staatlichen Rundfunk seien seit Kriegsbeginn sieben medizinische Einrichtungen attackiert worden, darunter zwei weitere Krankenhäuser in Teheran. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen stehen unter besonderem Schutz des humanitären Völkerrechts. Als zivile Einrichtungen dürfen sie nicht angegriffen werden. 

Leseempfehlung: Warum Trump sich gerade jetzt zum Schlag gegen Iran entschied

Nach Wochen der Drohungen und Diplomatie greifen die USA das Regime in Teheran an. Vier Gründe könnten den Ausschlag für diesen Zeitpunkt gegeben haben, schreibt meine Kollegin Britta Kollenbroich.

Lesen Sie hier mehr.

Rauch nahe der US-Botschaft in Kuwait

Augenzeugen schildern mehreren Medien zufolge, dass in der Nachbarschaft um die US-amerikanische Botschaft in Kuwait Rauch aufsteigt. Demnach seien Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz. Die Botschaft hatte US-Bürger zuvor vor weiteren Angriffen gewarnt. Sie sollten sich in ihrem eigenen Zuhause in Sicherheit bringen – auf der niedrigsten Etage und möglichst weit weg von Fenstern.

Iran lehnt Verhandlungen mit USA ab

Es sind deutliche Worte: Man werde nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln, erklärt Irans Sicherheitsratschef Ali Larijani kurz und knapp bei X. Der enge Vertraute des getöteten Ali Khamenei reagiert damit auf einen Bericht, wonach das Regime darum bemüht sei, die Verhandlungen mit den USA wieder aufzunehmen. In einem weiteren Post warf Larijani dem US-Präsidenten vor, die Region ins Chaos gestürzt zu haben.

Donald Trump hatte am Sonntagmorgen in einem Interview mit »The Atlantic« gesagt, dass die Führung in Teheran mit ihm sprechen wolle: »Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt, also werde ich mit ihnen reden. Sie hätten das früher tun sollen.« Das »Wall Street Journal« hatte berichtet, Larijani wolle die Atomgespräche wieder aufnehmen.

Mutmaßlicher Drohnenangriff auf Militärstützpunkt auf Zypern 

Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist Berichten zufolge in der Nacht von einer mutmaßlichen Drohne getroffen worden. Bei dem Vorfall auf dem Stützpunkt in der Nähe der Hafenstadt Limassol wurde niemand verletzt, wie unter anderem der Sender Sky News und die Nachrichtenagentur PA berichten. Sie berufen sich dabei auf Angaben aus dem britischen Verteidigungsministerium.

»Die Basis hat reagiert, um unsere Leute zu verteidigen«, hieß es demnach von der Behörde. Eine Bestätigung aus Zypern gibt es bisher nicht. Unklar ist zudem, wer die Drohne abgefeuert hatte. 

Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern. 

Israel hat auf einen Angriff der Hisbollah reagiert – und greift nun seinerseits Ziele im Libanon an. Das israelische Militär rief Bewohnerinnen und Bewohner im Süden des Nachbarlandes zur Flucht auf. Die Bilder:

Israel bombardiert nach Hisbollah-Angriff Ziele im Libanon

Die israelische Armee attackiert derzeit das nördliche Nachbarland Libanon: Man habe damit begonnen, Stellungen der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im gesamten Libanon anzugreifen, teilte die Armee in der Nacht mit. Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut. 

Die israelischen Attacken sind eine Reaktion auf einen Angriff der Hisbollah: Die Miliz hatte nur kurz zuvor einen Raketenangriff auf Israel für sich reklamiert. Sie bezeichnete den Angriff als Vergeltungsmaßnahme für die Tötung Ali Khameneis. Die proiranische Hisbollah-Miliz hatte sich nach der Tötung von Irans Oberstem Führer solidarisch mit Iran erklärt, eine direkte Beteiligung an den ​Kämpfen jedoch offengelassen. Das hat sich nun geändert: Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die Schiitenmiliz Israel mit Raketen angegriffen hat. 

Israel erklärte, man werde gegen die Entscheidung der Hisbollah, sich an den iranischen Gegenangriffen zu beteiligen, vorgehen und nicht zulassen, dass die Miliz eine Bedrohung für den Staat Israel darstellt. 

Raketentrümmer stürzen auf Schiff in Bahrain – ein Toter, zwei Verletzte

Über Bahrain hat die Flugabwehr eine Rakete abgefangen. Trümmerteile davon stürzten auf ein Schiff – und lösten einen Brand aus. Bei dem Zwischenfall kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf bei X mitteilte. Zwei weitere Menschen wurden demnach schwer verletzt. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt Manama sei inzwischen gelöscht.

Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische Stellungen in der Region an. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine beheimatet. 

Israel meldet neue Angriffswelle auf Teheran

Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das »iranische Terrorregime im Herzen von Teheran« begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht mit. Weitere Details wurden nicht genannt.
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, dass in mehreren Bezirken Teherans Explosionen zu hören seien.

Preise für Gold und Silber steigen

In den ersten Handelsminuten hat sich Gold deutlich verteuert: Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kostete im frühen Handel bis zu 5393 US-Dollar – und damit 2,2 Prozent mehr als am Freitag. Der Goldpreis nähert sich damit langsam wieder dem Rekordhoch von fast 5600 Dollar Ende Januar. Auch der Preis für Silber zog kräftig an: Eine Feinunze kostete im frühen Handel 95,74 US-Dollar, ein Plus von 2,1 Prozent.

Gold und Silber gelten bei vielen Anlegerinnen und Anlegern als sogenannter sicherer Hafen in politisch unsicheren Zeiten (mehr dazu, warum die Edelmetalle keine solide Geldanlage sind, erfahren Sie hier).

Öl wird deutlich teurer

Es kam wie erwartet: Die Ölpreise haben kräftig zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um bis zu fast 10 Dollar oder 14 Prozent – und kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Januar 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu. 

Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus.

Iran hatte als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt, es ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die nur 50 Kilometer breite Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

Israels Armee meldet Angriff aus dem Libanon

In mehreren Gebieten im Norden Israels heulen die Sirenen, wie das Militär des Landes mitteilt: Man sei aus dem nördlichen Nachbarland Libanon beschossen worden. Um welche Geschosse genau es sich handelt – und von wo und von wem sie gestartet wurden – ist bisher nicht bekannt.

Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran hatte die Hisbollah-Miliz im Libanon Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die Hisbollah wird von Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht-staatlichen Akteure weltweit. 

Vereinigte Arabische Emirate: 152 iranische Raketen und 506 Drohnen abgewehrt 

Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach eigenen Angaben inzwischen 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus Iran abgewehrt. Das erklärte das Verteidigungsministerium bei X. Zudem seien 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen. Zwei Marschflugkörper wurden den Angaben zufolge abgefangen und zerstört.

Am Samstagabend hatten die Emirate bereits die Abwehr von 132 ballistischen Raketen und 195 Drohnen seit Beginn der iranischen Angriffe bestätigt.

Wadephul hofft immer noch auf Abkommen mit Teheraner Führung 

Bundesaußenminister Johann Wadephul glaubt noch immer an die Möglichkeit eines Abkommens mit dem iranischen Regime. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten an einer Verhandlungslösung gearbeitet, sagt Wadephul in der ARD-Sendung »Caren Miosga«. Jedoch: »Das ist bisher nicht erfolgreich gewesen«, räumt Wadephul ein und fügt hinzu: »Ich hoffe immer noch, dass das gelingen kann, dass das iranische Regime versteht, dass es auf die Nuklearwaffe verzichten muss, auf ballistische Raketen.« 

Zugleich bezeichnet Wadephul das Regime in Teheran als »ruchlos«, was das Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung, die Unterstützung von radikalen Organisationen wie die Hisbollah und die Hamas sowie das Ziel der Zerstörung des Staates Israel angehe. »Wenn das ein Ende hat, dann ist das mit Sicherheit gut«, sagt Wadephul. 

Starmer: USA dürfen UK-Militärstützpunkte nutzen 

Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat eine Videobotschaft auf X veröffentlicht. Darin kündigte er an, dass Großbritannien den USA erlauben werde, von britischen Militärstützpunkten Verteidigungsmaßnahmen auszuführen.

»Die USA haben um die Erlaubnis gebeten, britische Stützpunkte für diesen spezifischen und begrenzten Verteidigungszweck nutzen zu dürfen«, sagte er. »Wir haben beschlossen, diesem Antrag stattzugeben, um zu verhindern, dass Iran Raketen über die Region abfeuert, die unschuldige Zivilisten töten, britische Leben gefährden und Länder treffen, die nicht beteiligt sind.«

Immer wieder betonte Starmer zudem, dass Großbritannien sich bisher nicht an den Angriffen gegen Iran beteiligt habe und dies auch aktiv zunächst nicht tun werde.

Großbritannien hat gemeinsam mit Frankreich und Deutschland eine Erklärung unterschrieben, in der es sich dazu bekennt, »notwendige Maßnahmen« zu ergreifen, um die eigenen Interessen und die von Verbündeten in der Region zu verteidigen. 

Für Israel existiert die Führungsspitze der »Achse des Terrors« nicht mehr

Israel hat nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 einen Feldzug gegen die Hamas, die Hisbollah, die Huthis und Irans Führungselite begonnen. Nun meldet die Armee Vollzug – mit einer beispiellosen Liste gezielter Tötungen. 

Mindestens sechs Verletzte bei iranischem Raketenangriff auf Jerusalem

Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes mindestens sechs Menschen verletzt worden. Sanitäter betreuten einen Mann mit mittelschweren sowie fünf weitere Menschen mit leichten Verletzungen, erklärte der Rettungsdienst am Sonntagabend. Die israelische Polizei war nach eigenen Angaben im Einsatz, nachdem Meldungen über Raketentrümmer eingegangen waren.

Zuvor waren bei einem iranischen Raketenangriff im Zentrum Israels mindestens neun Menschen getötet und 45 weitere verletzt worden. Elf Menschen wurden nach Polizeiangaben am Abend noch vermisst, nachdem eine iranische Rakete mehrere Häuser in der Stadt Beit Schemesch zum Einsturz gebracht hatte. Bereits am Samstag war bei Tel Aviv eine Frau bei einem iranischen Raketenangriff ums Leben gekommen. 

Trump: Vier-Wochen-Plan für Angriffe gegen Iran  

US-Präsident Donald Trump hat der britischen Boulevardzeitung »Daily Mail« in einem Telefoninterview gesagt, dass die drei während des Militärschlags gegen Iran getöteten US-Soldaten noch nicht identifiziert seien. »Das sind großartige Menschen«, sagte Trump. »Wir rechnen leider damit, dass so etwas passieren kann. Es könnte immer wieder passieren.«

Trump gab laut »Daily Mail« auch einen möglichen Zeitplan für die Angriffe auf Iran bekannt und deutete an, dass sie noch vier Wochen andauern könnten. »Wir gehen davon aus, dass es etwa vier Wochen dauern wird. Es war schon immer ein vierwöchiger Prozess«, sagte er weiter.

Die bisherigen Angriffe seien nach Plan gelaufen, so Trump. Er sei offen für weitere Gespräche mit Iran, wüsste jedoch nicht, wann genau.

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der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe. Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf Iran führt Teheran weiter Gegenschläge aus. Hier im Liveblog halten wir Sie über alle wichtigen Entwicklungen weiter auf dem Laufenden. Wir berichten aus dem Hamburger Newsroom und unseren Korrespondentenbüros weltweit. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen.

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