Drei Niederlagen im Februar

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Nachdem Siege im Januar gegen die Mitabstiegskandidaten Mainz 05 (2:1) und VfL Wolfsburg (1:0) zwischenzeitlich für ruhigere Zeiten beim 1.FC Köln gesorgt hatten, nimmt die Kritik an Trainer Lukas Kwasniok nach einem schwachen Februar wieder zu. Das 0:2 am Freitagabend war die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen, dazu kommt das 2:2 gegen Hoffenheim – also kein Sieg im ganzen Monat. Während in der Transfermarkt-Community dadurch wieder über einen Trainerwechsel diskutiert wird, hat der für den Sportbereich in Köln zuständige Vizepräsident Prof. Dr. Ulf Sobek Kwasniok den Rücken gestärkt.
„Lukas Kwasniok kennt Drucksituationen und hat in seiner Laufbahn mehrfach bewiesen, dass er Mannschaften stabilisieren und entwickeln kann. Ich erlebe täglich, mit welcher Intensität und Klarheit er mit seinem Trainerteam arbeitet“, sagte der 53-Jährige der „Bild“. Die sportliche Leitung um Geschäftsführer Thomas Kessler und der Vorstand befänden sich dahingehend in engem Austausch. „Jetzt geht es darum, gemeinsam die richtigen Stellschrauben zu justieren und die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen.“
Nichtsdestotrotz betont die Zeitung, ohne Sobek dahingehend zu zitieren, dass es für den vergangenen Sommer aus Paderborn gekommenen Kwasniok eng wird, sollten die nächsten Spiele nichts Zählbares bringen. Bis zur Länderspielpause Ende März trifft der FC zuhause auf den BVB (07.03.), spielt beim heimstarken Mitaufsteiger HSV (14.03.) und empfängt Gladbach zum Derby (21.03.).
In Bezug auf die zuletzt schwache Form meinte Sobek, dass solche Phasen bei einem Aufsteiger „zur Realität“ gehören. „Wir haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind und Spiele auf diesem Niveau gewinnen können. Die aktuelle Punktausbeute zeigt keinen guten Trend auf. Entscheidend ist jetzt der Umgang damit. Wir analysieren sehr klar und intern sehr kritisch, ohne in Hektik zu verfallen.“ Immerhin: In der Bundesliga-Jahrestabelle 2026 steht Köln wie in der kompletten Tabelle 2025/26 über dem Strich: In diesem Jahr holte das Team acht Punkte und damit mehr als Union Berlin (7), Werder Bremen (5), Wolfsburg (5) und Schlusslicht Heidenheim (3).
Grundsätzlich mache es, so Sobek, die Mannschaft „in vielen Phasen“ der Spiele gut, es fehle aber an „Konsequenz über 90 Minuten und die Effizienz in beiden Strafräumen“. Köln investiere fiel, belohne sich aber zu selten. Elf eigene Tore in 2026 sind im Bundesliga-Mittel ein solider Wert, mehr Gegentore als die 17 der Geißböcke haben wiederum aber auch nur drei Teams kassiert. „Wir haben großen Respekt vor der Situation, aber wir sind überzeugt von der Qualität unseres Kaders und der täglichen Arbeit“, so Sobek. „In solchen Phasen geht es um Klarheit, Geschlossenheit und Überzeugung. Unser Ziel ist es, die Trendwende schnellstmöglich zu schaffen. Hier stehen alle eng beisammen und arbeiten Hand in Hand.“
Transfermarkt-Community diskutiert über Kölner Trainerwechsel
Im Forum gingen nach dem 0:2 gegen Augsburg derweil die Sirenen vielerorts an. „Jetzt muss endlich gehandelt werden. Mit Kwasniok hat es doch schon seit Wochen keinen Sinn mehr“, schreibt User „Litti2901“ etwa. „Geissbock79“ fragt: „Ist er immer noch da? Mensch Kessler, werde wach und handele endlich! So kann es nicht weitergehen! Der muss jetzt weg, bevor es tatsächlich zu spät ist!“ Und „Ball0n“ meint: „Nach neun Niederlagen und zwei Siegen in 14 Spielen ist für mich persönlich seine Zeit abgelaufen. An den Coach glaube ich aber seit dem Frankfurt-Spiel nicht, aber dir ist sicherlich aufgefallen, dass ich den Trainer heute nicht für seine Aufstellung oder Taktik kritisiert habe. Ich habe ihn sogar verteidigt. Jetzt darf er meinetwegen gehen und Platz für jemanden machen, der daran glaubt, gegen jeden Gegner gewinnen zu können.“
Dagegen argumentiert etwa „Marvcek“: „Ich habe ziemlich klar gemacht (Beispiel Bremen, Gladbach, Frankfurt) warum Trainerrauswürfe keinen Effekt bringen und auch keine Änderung. Logisch ist es einfach das Trainerwechsel-Dich-Spiel zu spielen und darauf zu bauen, dass die Mannschaft einfach nur gegen den Trainer spielt und es eigentlich besser kann. Ich sage dir was: Nein, diese Mannschaft kann es nicht besser. Da könntest du den größten Trainergott an die Seitenlinie stellen und hättest das gleiche Resultat.“
Alles gut, sowas lässt sich ja easy klarstellen 👍
Ich halte Kwasniok auch nicht für unantastbar, sehe ihn aber taktisch eigentlich als sehr interessant und entwicklungsfähig. Letzteres muss er aber auch durch Anpassungen beweisen, wenn es mal wie grade überhaupt nicht läuft.
Der Markt gibt in meinen Augen wirklich wenig her.
Entweder sind spannende Trainer außerhalb unserer Regale unterwegs und Trainer in unserer Greifhöhe nicht zwingend zielführend aus meiner Sicht.
Ich schaue mir später nochma …



