Einberufung von Donald Trumps Sohn Barron gefordert

Einberufung von Donald Trumps Sohn Barron gefordert
Muss Präsidenten-Spross in den Krieg?

Satiriker fordert Einberufung von Donald Trumps Sohn Barron

von News.de

02.03.2026, 23:17 Uhr

02. März 2026 um 23:17 Uhr

Im Nahen Osten spitzt sich der Konflikt zu: In den USA ist nun die Forderung laut geworden, Präsident Donald Trump solle seinen jüngsten Sohn Barron in den Iran-Krieg schicken.

Im Nahen Osten spitzt sich der Konflikt zu: Bei Luftangriffen der USA und Israels auf Teheran kamen Ajatollah Ali Chamenei sowie hochrangige iranische Militärs ums Leben. Gleichzeitig bestätigte das US-Zentralkommando den Tod von drei amerikanischen Soldaten. In den Vereinigten Staaten sorgt dies für kontroverse Diskussionen, darunter die – bisher – vor allem satirische Forderung, Präsident Donald Trump (79) solle seinen jüngsten Sohn Barron (19) in den Iran-Krieg schicken.

Satirische Website fordert Fronteinsatz für Donald Trumps Sohn Barron

Die Idee verbreitete sich rasch, nachdem Toby Morton, Autor der Serie „South Park“, eine provokante Website ins Leben rief. Auf „draftbarrontrump.com“ wird ironisch gefordert, dass Barron Trump selbst in den Krieg ziehen solle. Hintergrund dieser Aktion ist die als gefühllos empfundene Reaktion des Präsidenten auf die Todesfälle in der US-Armee. Trump erklärte, man müsse mit weiteren Opfern rechnen – „das passiert oft im Krieg“. Er fügte hinzu, dass der Preis sich am Ende lohnen werde.

Mortons satirische Aktion fand breite Resonanz. Laut dem TikToker „Hal for NY“ habe Trumps kühle Haltung gegenüber den Gefallenen diese Reaktion provoziert. Ein Video des TikTokers, das die Website vorstellt, erzielte innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Aufrufe und löste eine lebhafte Diskussion aus.

Patriotischer Unterton und Kritik an kriegsführenden Politikern

Die Website selbst präsentiert sich mit einem patriotischen Ton: „Amerika ist stark, weil seine Führer stark sind. Präsident Trump beweist das jeden Tag. Natürlich ist sein Sohn Barron mehr als bereit, das Land zu verteidigen, das sein Vater so kühn führt.“ Der satirische Charakter der Aktion ist dabei offensichtlich. Morton greift eine bekannte Kritik auf: Politiker, die Kriege führen, sollten ihre eigenen Kinder an die Front schicken.

In den Kommentaren zogen Nutzer Vergleiche zum britischen Königshaus, dessen männliche Mitglieder traditionell Militärdienst leisten. Andere kritisierten die soziale Ungerechtigkeit von Kriegen: „Der Sohn eines armen Mannes wurde geschickt, um im Krieg eines reichen Mannes zu kämpfen.“ Morton erhielt auch Zuspruch – ein Nutzer bezeichnete ihn als „Genie“.

Körpergröße könnte Militärdienst verhindern

Ironischerweise könnte Barron Trump für einen tatsächlichen Einsatz im Militär ohnehin nicht infrage kommen. Mit einer Körpergröße von 2,06 Metern übersteigt der 19-Jährige die Höchstgrenze der US-Armee von etwa 2,03 Metern. Diese Regelung existiert aus praktischen Gründen: In Panzern und anderen militärischen Fahrzeugen ist der Platz begrenzt, und die Sicherheit der Soldaten muss gewährleistet werden. Barrons außergewöhnliche Statur würde ihn für viele militärische Positionen disqualifizieren, was der satirischen Forderung eine zusätzliche ironische Note verleiht.

Weiterlesen

Weitere Nachrichten

Bundeswehr

Bundeswehr

Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+ Sie haben bereits ein Digital-Abo? Zum Login SPIEGEL plus Nur...

mehr lesen