Protest bei Gottesdienst: König Charles wird angefeindet

Protest bei Gottesdienst: König Charles wird angefeindet

Die Stimmung beim traditionellen Commonwealth-Gottesdienst am 9. März in der Westminster Abbey in London war angespannt. König Charles III. (77), Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44) wirkten beim Eintreffen sichtlich betrübt, während sich vor der Kirche Dutzende Demonstranten der monarchiefeindlichen Gruppe Republic versammelt hatten, um lautstark gegen die königliche Familie zu protestieren. Die Aktivisten buhten sie aus und hielten laut Kurier Plakate mit Aufschriften wie „Monarchie abschaffen“ und „Nieder mit der Krone“ hoch und riefen dem Monarchen zu: „Charlie, Charlie, Zeit zu gehen.“ Die Royals bemühten sich zwar, die Proteste zu ignorieren und lächelten demonstrativ bei ihrer Ankunft, doch die Anspannung war ihnen dennoch deutlich anzumerken.

Besonders pikant: Die Demonstranten zeigten auch Bilder von Andrew Mountbatten-Windsor (66) und forderten auf Schildern ein Statement: „Charles, was wusstest du?“ – eine Anspielung auf die vorübergehende Festnahme des Ex-Prinzen, die offenbar Gesprächsthema unter den Royals war. Laut der britischen Boulevardzeitung Mirror richtete sich ein weiteres Schild ebenfalls mit dieser Frage direkt an den König. Ein Palastinsider verriet gegenüber dem Magazin People, wie ernst die Lage tatsächlich sei: „Andere Ereignisse haben die Monarchie erschüttert, aber etwas von innen – eine Verhaftung – ist etwas ganz anderes. Das ist viel ernster.“ Auch soll Charles zu seiner Schwester, Prinzessin Anne (75), gesagt haben: „Die Stimmung da draußen ist nicht gut. Ziemlich angespannt, nicht wahr? Es ist nicht gut.“

Der Commonwealth-Tag markiert den Höhepunkt einer einwöchigen Veranstaltungsreihe im gesamten Commonwealth, dessen Oberhaupt Charles ist. Dass die BBC die Live-Übertragung des Gottesdienstes zum ersten Mal seit 1989 aus Kostengründen aus dem Programm gestrichen hatte, dürfte dem König zusätzlich zugesetzt haben. Königshausexpertin Leontine von Schmettow meinte laut Kurier dazu: „Für König Charles […] ist das ein Schlag ins Gesicht.“ Die Proteste gegen den Monarchen sind jedoch kein Einzelfall. „Es gibt kaum ein Event mit König Charles ohne Proteste“, erklärte die Expertin. Die Aktivisten der Gruppe Republic hatten bereits zuvor bei verschiedenen royalen Veranstaltungen für Aufsehen gesorgt und ihren Unmut über die Monarchie deutlich gemacht.

König Charles III. beim Commonwealth-Day-Gottesdienstes in der Westminster Abbey in London am 13. März 2023
Prinz William und Prinzessin Kate, Ankunft zum Commonwealth Day
Prinz Andrew und Prinzessin Anne in Windsor, April 2015

Bei den Protesten: Auf wessen Seite steht ihr eher?

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