Karibikstaat in der Krise: Protest in Kuba – Angriff auf kommunalen Parteisitz
Santa Cruz del Norte: Ein Mann geht im Dunkeln während eines geplanten Stromausfalls im Rahmen der Energierationierung. Foto: dpa
New York. Bei einem lokalen Protest gegen Stromausfälle in Kuba haben Demonstranten einem Medienbericht zufolge einen Sitz der Kommunistischen Partei angegriffen. „Für Vandalismus und Gewalt wird es keine Straflosigkeit geben“, schrieb der Präsident des sozialistischen Karibikstaates, Miguel Díaz-Canel, auf der Plattform X.
Der Vorfall ereignete sich laut dem staatlichen Provinzmedium „Invasor“ in der Nacht zum Samstag in der Stadt Morón im Zentrum der Insel. Eine kleinere Gruppe habe den Sitz des kommunalen Parteikomitees mit Steinen beworfen und Möbel aus dem Gebäude auf der Straße angezündet. Der Protest habe sich gegen Stromausfälle und Versorgungsprobleme gerichtet. Fünf Menschen seien festgenommen worden.
In sozialen Netzwerken verbreitete Videos sollen den Vorfall zeigen, konnten zunächst jedoch nicht unabhängig überprüft werden. Díaz-Canel erklärte zugleich: „Es ist verständlich, dass die anhaltenden Stromabschaltungen Unmut in unserem Volk auslösen.“ Er machte eine verschärfte „Energieblockade“ der USA für die Krise verantwortlich.
Gespräche zwischen Kuba und den USA
Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Karibikinsel Kuba bestätigte am Freitag Gespräche mit den USA über das angespannte Verhältnis beider Länder. Kubanische Vertreter hätten sich kürzlich mit Vertretern der US-Regierung getroffen, um Möglichkeiten zur Lösung bilateraler Differenzen auszuloten, sagte Díaz-Canel.
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