Clan-Terror: Remmos ließen Auto von JVA-Beamten abfackeln

Clan-Terror: Remmos ließen Auto von JVA-Beamten abfackeln

Prozess in Berlin: Remmos ließen Auto von JVA-Beamten abfackeln

Feuer-Terror von Clan-Familie

Die Angeklagten von hinten nach vorn: Oskar K. (23), Asies Remmo (28), Ramadan G. (24), Abdallah Remmo (23)

Die Angeklagten von hinten nach vorn: Oskar K. (23), Asies Remmo (28), Ramadan G. (24) und Abdallah Remmo (23) standen beim Prozess hinter Sicherheitsglas, verdeckten ihre Gesichter mit reflektierender Pappe

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Moabit – Immer wieder brannten Autos vor Gefängnissen in Berlin und Brandenburg. Jetzt standen mehrere Mitglieder der kriminellen Clan-Familie Remmo vor Gericht. Offenbar ließen sie die Autos von JVA-Beamten gezielt anzünden – als Feuer-Terror aus Rache für Zellenkontrollen.

Auf der Anklage des Landgerichts in Berlin saßen am Montag Oskar K. (23) und drei Mitglieder der berüchtigten arabischen Großfamilie – Asies Remmo (28), Abdallah Remmo (23) und Ramadan G. (24). Es ging um mehrere Taten, die erste ereignete sich am 16. März 2024. Da bemerkten Justizvollzugsbeamte auf dem Mitarbeiterparkplatz vor der JVA Heidering in Brandenburg Qualm unter einem Audi. Der gehörte einem Kollegen (49), der am Vortag in der Zelle von Asies Remmo (saß fünfeinhalb Jahre wegen Drogenhandels ab) ein Handy beschlagnahmt hatte.

Nach zwei Brandstiftungen an der JVA Heidering fahndete die Polizei mit diesem Überwachungsbild

Nach zwei Brandstiftungen an der JVA Heidering fahndete die Polizei mit diesem Überwachungsbild

Aus dem Gefängnis heraus wurde die Tat befohlen

Asies Remmo soll so wütend darüber gewesen sein, dass er den nun mitangeklagten Oskar K. zu dem Anschlag anstiftete. In seinem Geständnis erklärte er: Er habe das Verhalten des Beamten „als provokativ empfunden“. Auch der Beamte, dem der Audi gehörte, sagte aus. Er habe es als „eine Bedrohungssituation“ für die ganze Familie empfunden. So etwas gehe nicht spurlos an einem vorbei. Was er meint: Videoaufzeichnungen zeigten zwei Vermummte, die sich an dem Auto zu schaffen gemacht hatten – und mehrere verdächtige Personen, die offenbar am Vorabend die Örtlichkeiten ausgekundschaftet hatten.

April 2024: Ausgebrannte Autos vor dem Gefängnis Heidering in Brandenburg

April 2024: Ausgebrannte Autos vor dem Gefängnis Heidering in Brandenburg

Am 23. April gegen 22.18 Uhr der nächste Anschlag an gleicher Stelle. Diesmal fielen gleich neun Autos den Flammen zum Opfer, wieder soll Asies Remmo der Auftraggeber gewesen sein, Oskar K. der Brandstifter. Unter Verdacht steht in diesem Falle auch Abdallah Remmo.

Angeklagte zeigen Reue vor Gericht

Asies Remmo räumte vor Gericht beide Vorwürfe ein. Er habe Oskar K. und seinen Bruder „mit hineingezogen“. Im Falle einer Verständigung mit dem Gericht würden 50.000 Euro Schadenswiedergutmachung gezahlt werden. Sein Anwalt erklärte: „Er will endlich reinen Tisch machen.“ Auch Abdallah zeigte Reue, Oskar K. nannte es eine „Phase, in der ich viel Sch… gebaut habe“.

Die Phase dauerte offenbar länger: Oskar K. ist noch für zwei weitere Brandanschläge angeklagt: Am 8. Juni 2024 brannten an der JVA Berlin-Moabit sieben Fahrzeuge ganz oder teilweise aus. Am 27. Juni 2024 standen vor dem offenen Vollzug im Stadtteil Spandau fünf Autos und zwei Motorräder in Flammen. Ramadan G., so die Anklage, soll in diesem Fall von dem Plan gewusst haben. Der Prozess wird fortgesetzt.

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