Experte: „Mette-Marit ist königlicher Sündenbock“

Experte: „Mette-Marit ist königlicher Sündenbock“
Neues Statement vom Hof

Experte: „Mette-Marit ist königlicher Sündenbock“

von Nadine Miller

17.03.2026, 07:28 Uhr

17. März 2026 um 07:28 Uhr

Der norwegische Hof erklärt erneut, dass sich Kronprinzessin Mette-Marit zurzeit noch nicht zum Epstein-Skandal äußern könne. Ein Experte bewertet die Situation.

Hof veröffentlicht Statement zu Kronprinzessin Mette-Marit

Kurz vor Prozessbeginn ihres Sohnes Marius veröffentlichte das US-Justizministerium zudem neue Unterlagen im Fall Jeffrey Epstein (†66). In diesen Dokumenten taucht Mette-Marits Name über 1.000 Mal auf. Sie deuten darauf hin, dass ihre Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter enger gewesen sein könnte, als bisher bekannt war.

Konkrete Antworten der Kronprinzessin auf Fragen von Medien und Öffentlichkeit stehen weiterhin aus. Die Zeitung „Aftenposten“ übte deshalb deutliche Kritik am Schweigen des Königshauses und der Kronprinzessin und schrieb am Freitag (13. März): „Nach 42 Tagen beantwortet die königliche Familie immer noch keine konkreten Fragen zu Epstein.“

Daraufhin richtete die Zeitung erneut eine Anfrage an den norwegischen Hof, um zu erfahren, weshalb weiterhin keine Stellungnahme erfolgt.

Der Sprecher des Palasts antwortete: „Die Kronprinzessin distanziert sich entschieden von Epsteins Missbrauch und seinen kriminellen Handlungen. Es tut ihr sehr leid, nicht früh genug erkannt zu haben, was für ein Mensch er war, und sie möchte ihr tiefstes Bedauern zum Ausdruck bringen. Die Kronprinzessin möchte über die Geschehnisse berichten und sich ausführlicher erklären. Dazu ist sie derzeit nicht in der Lage und braucht Zeit.“

Mette-Marit von Norwegen am 17. Mai 2023

Mette-Marit von Norwegen am 17. Mai 2023 Photo by LISE ASERUD/NTB/AFP via Getty Images

Experte übt Kritik am Umgang mit Situation

Ole Jørgen Schulsrud-Hansen, Royal-Experte beim norwegischen Sender „TV 2“, übte deutliche Kritik am Vorgehen des Palastes. Seiner Ansicht nach sollte klar kommuniziert werden, warum die Kronprinzessin derzeit nicht selbst Stellung nehmen könne, und der Hof müsse die Verantwortung dafür übernehmen.

Auf diese Vorwürfe antwortete Hof-Kommunikationsleiterin Guri Varpe wie folgt: „Die Kronprinzessin und das Königshaus haben bereits mehrere Stellungnahmen abgegeben und eine Reihe von Fragen in diesem Fall beantwortet. Die Kronprinzessin selbst möchte über die Geschehnisse berichten und sich detaillierter erklären. Sie ist dazu momentan nicht in der Lage und braucht Zeit.“

Schulsrud-Hansen betonte, dass der Hof die Pflicht habe, die Interessen der Königsfamilie zu wahren, und warf ihm vor, „Mette-Marit als königlichen Sündenbock vorgeschoben“ zu haben.

Darüber hinaus übte er grundsätzliche Kritik am gesamten Umgang mit der Situation: „Der gesamte Staatsapparat hat versagt. Nicht nur der Hof hätte dies bemerken müssen. Auch das Außenministerium hätte in dieser Situation mehr unternehmen müssen.“

Seiner Ansicht nach hätten norwegische Diplomaten genauer prüfen müssen, wen Mette-Marit bei ihrem Besuch in Florida traf, als sie Epstein begegnen wollte. Das Außenministerium hätte so möglicherweise früher auf den Kontakt aufmerksam werden können. Eine Stellungnahme des Außenministerium liegt derzeit noch nicht vor.

Kronprinz Haakon mit seiner Frau Mette-Marit am 5. Mai 2023

Kronprinz Haakon mit seiner Frau Mette-Marit am 5. Mai 2023 Photo by Samir Hussein/WireImage

Einen Tag später kehrte Königin Sonja noch einmal nach Holmenkollen zurück, um weitere Wettkämpfe zu verfolgen.

Mit Material von Dana Press

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