Bayern-Youngster peilt WM an

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Bayern Münchens Senkrechtstarter Lennart Karl will als Neuling im Kreis der deutschen Nationalmannschaft genauso unbekümmert und zugleich zielstrebig auftreten, wie es ihm beim Rekordmeister in dieser Saison gelungen ist. Die Nichtberücksichtigung von Dortmunds Maximilian Beier für die anstehenden WM-Tests gegen Ghana und die Schweiz stieß bei BVB-Coach Niko Kovac derweil auf Unverständnis.
„Ich mache mir selbst keinen Druck. Ich spiele meinen Fußball runter“, kündigte der 18 Jahre alte Offensivspieler Karl nach dem 4:0 mit den Bayern gegen Union Berlin in der Bundesliga an: „Und dann hoffe ich mal, dass es gut klappt, dass ich bei der WM dabei bin.“ Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte den U21-Nationalspieler am Donnerstag erstmals fürs A-Team nominiert. „Ich war bei der Mathe-Nachhilfe. Da hat er mich angerufen. Dann bin ich erst nicht drangegangen“, erzählte Karl: „Dann habe ich fünf Minuten später zurückgerufen – und dann habe ich mich sehr gefreut über die Nachricht, dass ich nominiert werde.“
Darüber informierte er als Erstes seinen Vater und seinen Berater, den früheren Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack. Die DFB-Auswahl kommt am Montag in Herzogenaurach zur Vorbereitung auf die Partien gegen die Schweiz (27. März) und in Stuttgart gegen Ghana (30. März) zusammen. Nagelsmann plant mit Karl in der Offensive zentral und rechts, wo er auch bei den Bayern spielt. Gegen Union Berlin hätte der Youngster sich fast mit einem Tor für sein Länderspieldebüt empfohlen. Er traf aber bei einer Großchance nur den Pfosten.
Kovac über Dortmunds Beier: „So etwas brauchen wir bei einer WM“
BVB-Trainer Kovac hat derweil kein Verständnis für die Nichtberücksichtigung seines Schützlings Maximilian Beier für die DFB-Auswahl. „Ich persönlich hätte ihn mitgenommen, aber ich bin nicht der Bundestrainer“, sagte Kovac nach dem 3:2 (0:2) des BVB am Samstag gegen den Hamburger SV. „Ich denke, es gibt viele, viele Gründe. Sehr viel mehr Gründe als nicht. Aber der Bundestrainer entscheidet.“ Beier zählt seit Wochen zu den auffälligsten BVB-Spielern und hatte gegen den HSV zwei Elfmeter herausgeholt. „Seine Leistung spricht für sich“, meinte Kovac. „Aber ich glaube daran, dass er zur WM fährt. Denn so etwas brauchen wir bei einer WM.“




