Versorgungswerk: So stark ist die VBL in riskante Projekte investiert
„Projekt Kolibri“: Tief im Strudel des umstrittenen Immobilieninvestors Rolf Elgeti. Foto: Deutsche Konsum Real Estate AG, dpa, Montage
Düsseldorf. Es ist nur eine kleine Änderung im Namen, hinter der sich jedoch eine größere Geschichte verbirgt, die alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes betrifft: Die Deutsche Konsum REIT AG heißt jetzt Deutsche Konsum Real Estate AG (DKR).
Der börsennotierte Vermieter von Fachmärkten in ländlichen Regionen hat kürzlich seinen steuerbegünstigten REIT-Status verloren – eine Sonderform für Immobilienunternehmen. Zugleich befindet sich das Unternehmen in einer umfassenden Sanierung. Langjähriger Chef und Großaktionär war der umstrittene Investor Rolf Elgeti, eine der bekanntesten Figuren der Immobilienbranche.
Seit einer außerordentlichen Hauptversammlung im Dezember 2025 hat diese Rolle jedoch jemand übernommen, der eigentlich nie in diese Lage kommen sollte: die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL).
Wie viele Pensionskassen und Versorgungswerke hat auch die VBL in den Boomjahren am Immobilienmarkt einen Teil ihres Geldes in Projekte investiert, die sich im Nachhinein als riskanter erwiesen haben als angenommen.
Deutschlands größte Versorgungseinrichtung mit Sitz in Karlsruhe ist mit mehr als 60 Prozent zum bestimmenden Großaktionär der Deutschen Konsum geworden. Sie organisiert vor allem die verpflichtende Zusatzaltersvorsorge für Beschäftigte im öffentlichen Dienst und verwaltet mehr als 50 Milliarden Euro. Wie Recherchen des Handelsblatts zeigen, muss sie nicht nur dort für Versäumnisse von Elgeti geradestehen. Elgeti ließ eine Anfrage des Handelsblatts unbeantwortet.
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