Alles im Blick: Ultrawide-Monitore im großen Test

Alles im Blick: Ultrawide-Monitore im großen Test

Ultrawide-Monitore sind 2026 die Top-Empfehlung für alle, die beim Arbeiten oder Zocken maximale Bildschirmfläche nutzen wollen. Die Redaktion hat aktuelle Modelle geprüft und zeigt, welche Displays sich besonders für Büro, kreative Aufgaben, Multitasking oder Gaming lohnen.

Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

Zwei getrennte Monitore brauchen viel Platz und sorgen schnell für Unordnung auf dem Schreibtisch. Ultrawide-Displays mit gebogenem Panel sind hier die clevere und teils sogar preiswertere Lösung. Wie gut sich die breiten Bildschirme im Alltag bewähren, zeigt der aktuelle Test.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 34 Zoll (86 cm) machen Curved-Displays mehr Sinn als flache Bildschirme. Durch die Krümmung lässt sich mehr vom Bildschirminhalt auf einen Blick erfassen.
  • Vorteil beim Gaming: Gesteigerte Immersion, Stichwort: Cockpit-Perspektive.
  • Ultrawide heißt Seitenverhältnis von 21:9 oder 32:9 statt herkömmlich 16:9 (24, 27 und 32 Zoll Monitore).

Preistipp:Philips 34E1C5600HE

Größer ist längst kein Luxus mehr, sondern Standard – nicht nur bei Fernsehern, sondern auch bei Monitoren. Mehr Fläche bedeutet schlicht mehr Überblick und effizienteres Arbeiten. Der Philips 34E1C5600HE zeigt dabei, dass ein Office-Monitor heute deutlich mehr kann als nur „Dienst nach Vorschrift“ – im Test überzeugte er als besonders vielseitige und moderne Lösung.

Philips

34E1C5600HE

  • Hohe Bildwiederholfrequenz
  • Toller Kontrast
  • Fairer Preis
  • Lautsprecher für Videotelefonate okay, für Musikwiedergabe eher schwach

279,00 EUR

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Für ein starkes Bild sorgen eine hohe Farbraumabdeckung und eine saubere Farbtreue. Dazu kommt eine Bildwiederholrate von 100 Hertz, die für angenehm flüssige Bewegungen sorgt – selbst bei alltäglicher Nutzung mit Maus und Fenstern spürbar.

Ungewöhnlich in dieser Preisklasse: Der Standfuß besteht nicht aus Kunststoff, sondern aus Metall. Das wirkt nicht nur hochwertiger, sondern sorgt auch für einen stabilen Stand auf dem Schreibtisch.

Das Curved-Display hilft dabei, den großen Bildschirm komfortabel im Blick zu behalten, ohne ständig den Kopf bewegen zu müssen.

Im Test punkteten außerdem die flexible Verstellbarkeit und die umfangreichen Anschlüsse inklusive USB-C. Mit einem Preis von rund 295 Euro (zum Testzeitpunkt) gehört das Modell zu den günstigeren Vertretern seiner Klasse – und sichert sich damit klar die Empfehlung als Preistipp.

Testsieger:LC-Power LC-M49QCO

Der LC-Power LC-M49QCO ist der bislang beste von uns getestete Ultrawide-Monitor. Ausschlaggebend ist vor allem das sehr starke OLED-Bild mit hohem Kontrast und satten Farben.

LC-Power

LC-M49QCO

  • Überragende Bildqualität
  • Tolle Verarbeitung
  • Guter Ton
  • USB-C mit DisplayPort
  • Bildrate von 144 Hertz etwas gering für ambitionierte Gamer

892,57 EUR

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Ein weiterer Vorteil ist der USB-C-Anschluss mit DisplayPort-Funktion, wodurch sich der 49-Zöller auch gut als externer Monitor im Homeoffice eignet. Die nur leichte Krümmung unterstützt das Arbeiten zusätzlich. Mit einem Preis von knapp 870 Euro zum Testzeitpunkt bleibt das Gerät für seine Größe vergleichsweise günstig.

Mit hoher Geschwindigkeit durch virtuelle Straßenschluchten rasen – das macht auf dem LC-M49QCO besonders viel Spaß.

(Foto: BILD Kaufberater)

So testen wir:Ultrawide- und Curved-Monitore im Testlabor

Selbst der leistungsstärkste Desktop-PC entfaltet sein Potenzial erst mit einem passenden Monitor. Auch im Homeoffice sind externe Bildschirme für produktives Arbeiten oft unverzichtbar. Doch woran erkennt man einen guten Monitor? Die Test-Redaktion klärt das mit einem umfangreichen Testverfahren.

Im Mittelpunkt steht die Bildqualität. Wie viele Farben ein Display darstellen kann, zeigt die Farbraumabdeckung. Diese ermittelt die Redaktion mit einem Farbsensor, einem sogenannten Colorimeter, während eine Software exakt definierte Farbtöne ausgibt. Neben der Abdeckung spielen auch Farbtreue, Helligkeit und Kontrast eine zentrale Rolle. Besonders wichtig ist dabei die möglichst originalgetreue Wiedergabe von Farben – ein entscheidendes Kriterium im Monitor-Test. Zusätzlich zur Messung mit einem Colorimeter führen die Redakteure einen Sichttest durch.

Neben einer Messung mit geeichten Testgeräten nehmen die Tester eine Sichtprüfung vor. Im Bild: der LG UltraGear 34GX90SA-W.

(Foto: BILD Kaufberater)

Ebenso entscheidend ist die Pixelanzahl, also die Auflösung des Displays. Zusätzliche Punkte gibt es für eine gute Ergonomie, eine einfache Bedienung, mitgelieferte Anschlusskabel und eine umfangreiche Schnittstellenausstattung. Auch integrierte Extras wie Webcam, Lautsprecher oder ein USB-Hub wirken sich positiv auf die Bewertung aus. Ein niedriger Stromverbrauch verbessert das Gesamtergebnis zusätzlich.

Monitore mit Ultrawide- und Curved-Displays

LG Electronics

LG UltraGear OLED 34GX90SA-W

Corsair

Xeneon 34WQHD240-C

Samsung

Odyssey G8 34″ (LS34BG850SUXEN)

LG Electronics

LG Ultragear 45GX950A-B

Corsair

Xeneon Flex 45WQHD240

LG Electronics

LG UltraGear 34GS95QE-B

iiyama

ProLite XCB3494WQSN-B5

Samsung

Odyssey OLED G9 (S49DG954SU)

LG Electronics

LG 40WP95X-W

LG Electronics

LG 34WR55QC-B

Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

Der Unterschied beim Seitenformat:Was versteht man unter Ultrawide-Monitoren?

Was genau ist ein Ultrawide-Monitor? Statt des üblichen 16:9-Formats nutzen diese Modelle in der Regel ein Seitenverhältnis von 21:9. Damit einher geht meist eine Bildschirmdiagonale von mindestens 34 Zoll, also rund 86 Zentimetern. Das Breitenplus schafft deutlich mehr Platz für Multitasking, Tabellen, Schnittprogramme oder Spiele.

Noch extremer fallen 49-Zoll-und-57-Zoll-Modelle aus, etwa Testsieger LC Power LC-M49QCO, der Samsung Odyssey OLED G9 oder der Acer Predator 57. Mit ihrem 32:9-Format entsprechen sie zwei nebeneinanderstehenden 27-Zoll-Monitoren im klassischen 16:9-Format.

Samsung

Odyssey OLED G9 (S49DG954SU)

  • Perfektes Schwarz dank OLED-Display
  • Sehr hohe Bildwiederholrate
  • Smart-TV-Eigenschaften
  • Riesige Diagonale: 49 Zoll
  • Umständliche Menüführung
  • Starke Hardware erforderlich
  • Teuer

990,65 EUR

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Perfekt für Multitasking:Wofür eignet sich ein Ultrawide-Monitor?

Viele Monitore kommen heute mit einer Bildschirmdiagonale von 27 Zoll beziehungsweise 69 Zentimetern. Ebenfalls gefragt sind 32-Zoll-Modelle mit rund 81 Zentimetern Diagonale. Der Zugewinn an Arbeitsfläche bleibt hier allerdings überschaubar – in der Breite wächst der Bildschirm nur um etwa zehn Zentimeter. Spannender wird es bei 34 Zoll. Zwar nimmt die Diagonale im Vergleich zu 32 Zoll nur um rund fünf Zentimeter zu, durch das Ultrawide-Format wächst die nutzbare Breite jedoch um weitere zehn Zentimeter.

Gleichzeitig verlieren die 34-Zöller rund sechs Zentimeter an Höhe und sind damit nicht höher als klassische 27-Zoll-Monitore. Für produktives Arbeiten ist zusätzliche Breite jedoch meist hilfreicher als mehr Höhe. Beim Multitasking bringt es mehr, ein zusätzliches Fenster nebeneinander öffnen zu können, als etwas weniger scrollen zu müssen. Ein gutes Beispiel für einen 34-Zöller ist der Corsair Xeneon 34WQHD240-C.

Corsair

Xeneon 34WQHD240-C

  • Kontraststarkes OLED-Display
  • Hohe Bildwiederholrate
  • USB-C mit DisplayPort
  • Etwas viel Kunststoff im Gehäuse

999,99 EUR

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27- und 32-Zoll-Monitore arbeiten in der Regel im klassischen 16:9-Format. Dieses Seitenverhältnis eignet sich gut für die meisten Filme und Spiele. Viele aktuelle Titel unterstützen jedoch auch das breitere 21:9-Format, das bei 34-Zoll-Ultrawide-Monitoren zum Einsatz kommt. Bei Filmen und Serien hängt es vom Format ab: Wurde ein Streifen im Cinemascope-Format produziert, füllt er das 21:9-Display vollständig aus. Das Seitenverhältnis von 2,35:1 entspricht in etwa 21:9. Liegt das Material hingegen im herkömmlichen 16:9-Format vor, erscheinen links und rechts schwarze Balken.

Auf dem Corsair Xeneon 34WQHD240-C gehören Filme im Cinemascope-Format meist zur Regel statt zur Ausnahme – sie füllen das Display nahezu vollständig aus.

Bei den 49- und 57-Zoll-Ultrawides ist das Maximum erreicht. Filme und Serien füllen das extrem breite 32:9-Panel in der Regel nicht vollständig aus, es bleiben seitlich Balken. Für Gamer sieht es besser aus: Viele aktuelle Titel unterstützen das ultrabreite Format, sodass Spiele die gesamte Fläche nutzen.

Im Test überzeugten besonders der LC Power LC-M49QCO, der Samsung Odyssey OLED G9 sowie der Acer Predator Z57 mit eindrucksvollem Gaming-Erlebnis. Für produktives Arbeiten spielt das Seitenverhältnis hingegen kaum eine Rolle – hier lässt sich die verfügbare Bildschirmfläche stets komplett nutzen. Übrigens: Der Acer Predator Z57 ist nicht nur der größte Ultrawide im Test, sondern auch der einzige Monitor mit einem leuchtstarken Mini-LED-Backlight.

Acer

Predator Z57

  • Gutes, sehr helles Bild
  • Extrem hohe Auflösung
  • Satter Sound
  • Bildrate von 120 Hertz etwas gering
  • Hoher Stromverbrauch

2.156,23 EUR

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(U)WQHD oder 4K?:Welche Auflösung empfiehlt sich?

Entscheidend ist auch die Auflösung des Ultrawide-Monitors. Als Faustregel gilt: Je größer das Display, desto höher sollte die Pixelzahl ausfallen. Der Hintergrund ist einfach: Bei zu geringer Auflösung und kurzem Sitzabstand wirkt das Bild schnell unscharf. Deshalb sind die Ultrawide-Modelle im Test mindestens mit UWQHD ausgestattet, also 3440×1440 Pixeln. Diese Auflösung bietet genügend Schärfe für Büroarbeit und Filme. Im Grunde entspricht sie einem WQHD-Monitor, der um 880 Pixel in der Breite erweitert wurde.

Perfekt fürs Office ist der Preistipp Philips 34E1C5600HE geeignet. Neben einem scharfen Bild bietet der Curved-Monitor eine hohe Bildwiederholrate für flüssiges Arbeiten und eine eingebaute Webcam.

Im Testfeld arbeiten alle 34-Zoll-Modelle mit einer UWQHD-Auflösung von 3440×1440 Pixeln. Das entspricht einer Pixeldichte von rund 110 dpi (dots per inch). Bei der Bildschärfe liegen 34-Zoll-UWQHD-Monitore damit praktisch auf dem Niveau von 27-Zoll-WQHD-Displays mit etwa 108 dpi und sind sichtbar schärfer als 32-Zoll-WQHD-Modelle mit rund 93 dpi.

Auch Corsairs flexibler OLED-Monitor Xeneon Flex setzt auf UWQHD-Auflösung. Das Besondere am Xeneon Flex? Es ist der einzige biegbare Monitor im Test (dazu später mehr) und einer von zwei Geräten mit 45-Zoll-Diagonale. Der andere 45-Zöller ist LGs UltraGear 45GX950A-B.

LG Electronics

LG Ultragear 45GX950A-B

  • Sehr hohe Auflösung
  • Überragende Bildqualität
  • 800R-Krümmung steigert die Immersion
  • Glanzgrad der Bildschirmoberfläche etwas hoch

1.578,94 EUR

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Der LG UltraGear 45GX950A-B ist nicht nur ein Traum für Zocker. Dank seiner 5K2K-Auflösung (5120×2160 Pixel) erreicht der Monitor eine Pixeldichte von rund 140 dpi und liefert damit ein besonders scharfes Bild. Zusammen mit dem LG 40WP95X-W und dem Dell UltraSharp U4025QW zählt er zu den schärfsten Ultrawide-Displays im Testfeld.

Dell

UltraSharp U4025QW

  • Ultrascharfe 5K-Auflösung
  • Hohe Maximalhelligkeit
  • Thunderbolt 4
  • Kontrast nur okay

1.533,91 EUR

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Starke grafikkarte nötig:Worauf kommt es bei einem Gaming-Monitor an?

Wer sich einen Ultrawide- und Curved-Monitor zum Zocken kaufen will, sollte besonders darauf achten, die passende Auflösung zu wählen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Pixelzahl, desto detailreicher wirkt die Spielwelt. Der Haken: Mit steigender Auflösung wächst auch die Belastung für die Grafikkarte. Wer zu einem 4K-Gaming-Monitor greift, benötigt entsprechend leistungsstarke Hardware, um hohe Bildraten ruckelfrei zu erreichen.

Einen Pixelschubser aus dem oberen Regal erfordern der LG UltraGear 45GX950A-B und der Acer Predator Z57. Wer hier dreistellige fps (frames per second) in nativer Auflösung erzielen möchte, sollte zu einer RTX 5090 greifen (Preis zum Testzeitpunkt: rund 3410 Euro).

MSI

MPG 341CQPX QD-OLED

  • Hervorragende Bildqualität
  • Sehr hohe Bildrate
  • USB-C mit DisplayPort
  • HDMI 2.0

804,09 EUR

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Ganz ohne Rechenaufwand kommen auch UWQHD-Modelle nicht aus. Die Samsung-Monitore Odyssey OLED G9 und der LC Power LC-M49QCO arbeiten mit 5120×1440 Pixeln – also doppeltem WQHD. Damit muss die Grafikkarte fast ebenso viele Bildpunkte berechnen wie bei einem 16:9-4K-Display mit 3840×2160 Pixeln. Rund sieben Millionen Pixel stehen hier knapp acht Millionen bei UHD gegenüber. Praktisch bedeutet das: Ein Ultrawide mit 5120×1440 Pixeln stellt ähnliche Anforderungen an die GPU wie ein klassischer 4K-Monitor. Eine empfehlenswerte Grafikkarte ist die RTX 5080 (Preis zum Testzeitpunkt: rund 1280 Euro).

LG Electronics

LG UltraGear OLED 34GX90SA-W

  • Sehr hohe Bildwiederholfrequenz
  • Smart TV
  • USB-C mit DisplayPort
  • USB-A-Anschlüsse in Version 2.0

738,89 EUR

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Etwas genügsamer zeigen sich (Gaming-)Modelle mit 3440×1440 Pixeln. Dazu zählen im Test der Corsair Xeneon 34WQHD240-C, der Corsair Xeneon Flex, Samsungs Odyssey OLED G8, der LG UltraGear 34GX90SA-W, der Acer Predator X34 X5, der AOC Agon Pro PD34, der MSI MPG 341CQPX QD-OLED, der Philips Evnia 34M2C8600, der LG UltraGear 34GS95QE-B, der Alienware AW3423DWF und der AOC Agon Pro AG456UCZD.

Hier muss die Grafikkarte „nur“ rund fünf Millionen Pixel darstellen. Wer dreistellige Bildraten anpeilt, sollte dennoch mindestens zu einer leistungsstarken GPU wie der RTX 5070 Ti greifen, die zum Testzeitpunkt rund 950 Euro kostete.

100 oder 240 Hertz?:Welche Bildwiederholrate ist sinnvoll?

Fast genauso entscheidend wie die Auflösung ist die Bildwiederholrate. Sie beschreibt, wie oft ein Monitor das Bild pro Sekunde aktualisiert. Den ruhigsten Vertreter im Test stellt der LG 40WP95X-W dar, der mit 60 Hertz arbeitet. Für klassische Office-Aufgaben genügt das, sichtbar flüssiger wirken Bewegungen jedoch auf Displays mit 100 oder 120 Hertz, etwa beim Dell U4025QW.

LG Electronics

LG 40WP95X-W

  • Gestochen scharfes Bild mit guten Farben
  • Riesige 40-Zoll-Arbeitsfläche
  • Thunderbolt 4
  • Schwacher Kontrast
  • Etwas geringe Maximalhelligkeit

1.189,19 EUR

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Der Haken: Die hohe Auflösung solcher Modelle verlangt nach entsprechend leistungsstarker Hardware, um dreistellige Bildraten auszureizen. Wer keinen Gaming-PC oder ein starkes Notebook wie ein MacBook M3 Pro besitzt, fährt mit einem 34-Zoll-Ultrawide fürs Büro oft besser.

LG Electronics

LG 34WR55QC-B

  • Schick und leicht
  • Gut zum Zocken dank kurzer Schaltzeiten
  • Günstig
  • Farbtreue etwas gering
  • Keine Lautsprecher

328,00 EUR

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Modelle wie der Philips 34E1C5600HE – unser Preistipp (siehe oben) – der LG 34WR55QC-B oder der MSI PRO MP341CQWDE kombinieren 100 Hertz mit einer moderaten UWQHD-Auflösung, wodurch die Grafikkarte weniger Pixel berechnen muss. So ließen sich im Test selbst mit einem MacBook Air M2 flüssige 100 Hertz darstellen. Besonders deutlich zeigt sich der Vorteil hoher Bildraten beim Scrollen durch Webseiten oder Dokumente: Inhalte bleiben auch bei schnellen Bewegungen scharf und klar.

Nahezu alle Monitore im Test arbeiten mit 100 Hertz oder mehr. Bei hohen Auflösungen ist jedoch leistungsstarke Hardware nötig – andernfalls bleibt es bei 60 Hertz. Abgebildet ist die Desktopansicht des Dell U4025QW.

Am deutlichsten profitieren Spieler von einer hohen Bildwiederholrate. Mit steigender Hertz-Zahl wirken Bewegungen flüssiger, und Gegner erscheinen gefühlt früher auf dem Bildschirm – ein möglicher Vorteil im Wettkampf. Gaming-Monitore mit nur 60 Hertz sind inzwischen kaum noch zu finden. Der Einstieg beginnt meist bei 144 Hertz, während sich 180 und 240 Hertz als neue Standards etabliert haben.

MSI

PRO MP341CQWDE

  • Sehr hohe Farbtreue und Farbraumabdeckung
  • Sehr natürliche Farbtemperatur
  • Kein USB-C
  • Nicht sehr ergonomisch

227,90 EUR

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240 Hertz erreichen im Test unter anderem der Samsung Odyssey OLED G9, Corsairs Xeneon Flex, der Xeneon 34WQHD240-C, LGs UltraGear OLED 34GX90SA-W, der Acer Predator X34 X5, der AOC Agon Pro PD34, der MSI MPG 341CQPX QD-OLED, der LG UltraGear 34GS95QE-B, der Alienware AW3423DWF und der AOC AGON AG456UCZD. Der Philips Evnia 34M2C8600 und Samsungs OLED G8 arbeiten mit 175 Hertz. Der Test zeigt jedoch auch: Selbst auf Office-Monitoren lässt sich ordentlich spielen, sofern sie mindestens 100 Hertz bieten.

Der MSI Pro MP341CQWDE zeigt, dass sich mit 100 Hertz auch auf einem klassischen Office-Monitor flüssig spielen lässt.

Die Jagd nach der millisekunde:Welche Reaktionszeit ist bei einem Monitor optimal?

Fürs Gaming sind kurze Schaltzeiten unverzichtbar – im Marketing oft als Reaktionszeit bezeichnet. Je niedriger der Wert in Millisekunden ausfällt, desto geringer ist die Gefahr von Schlieren bei schnellen Bewegungen. Als unkritisch gelten Zeiten unter 20 Millisekunden. Im Test erreichten alle Ultrawide-Gaming-Monitore sehr niedrige Spitzenwerte.

Besonders schnell gelang Bildschirmen mit OLED-Display der Bildwechsel: Im Schnitt genehmigten sie sich gerade mal 2,6 Millisekunden. Auf Platz 2 kommt der Acer Predator Z57 mit Mini-LED-Backlight und 3,7 Millisekunden. Schlieren? Ausgeschlossen. Zum Vergleich: Der Office-Monitor MSI Pro MP341CQWDE schaffte 13,7 Millisekunden. Auch das ist noch ausreichend für einen schlierenfreien Spielgenuss.

Bauweise:Curved oder flach – welche Variante ist besser?

Um das Spielerlebnis intensiver zu gestalten, setzen viele Hersteller bei Ultrawide-Gaming-Monitoren auf gebogene Displays. Die Krümmung bringt die Bildränder näher an die Augen heran und verstärkt so den Eindruck, direkt im Geschehen zu sein. Gleichzeitig reduziert sie die Notwendigkeit, den Kopf stark zu drehen, um alle Bildbereiche im Blick zu behalten. Diese cockpitähnliche Wirkung bieten sämtliche Ultrawide-Gaming- als auch die Office-Modelle im Test. Denn auch zum Arbeiten ist die Krümmung aufgrund der besseren Übersicht sinnvoll.

Corsairs Xeneon Flex lässt sich deutlich krümmen: Die Angabe 800R steht für einen Kreis mit einem Radius von 800 Millimetern und beschreibt die Stärke der Biegung.

(Foto: BILD Kaufberater)

Bei den Gaming-Monitoren bieten der Corsair Xeneon Flex, der LG UltraGear 34GS95QE-B, der LG Ultragear 45GX950A-B und der LG UltraGear OLED 34GX90SA-W die beste Übersichtlichkeit. Denn die OLED-Monitore besitzen allesamt eine extrem starke Krümmung von 800R. Heißt: Der Biegeradius beträgt 0,8 Meter. Das Besondere am Xeneon Flex? Er lässt sich händisch bis zu einer Krümmung von 800R biegen, aber auch flach verwenden – ein klares Alleinstellungsmerkmal. Ebenfalls stark gecurved ist der Acer Predator Z57 mit 1000R.

Weniger stark gebogen präsentieren sich die Office-Modelle Philips 34E1C5600HE, Iiyama ProLite XCB3494WQSN-B5, AOC CU34P3CV und MSI PRO MP341CQWDE. Der Samsung OLED G8, der OLED G9, der Corsair Xeneon 34WQHD240-C, der Philips Evnia 34M2C8600, Testsieger LC-Power LC-M49QCO, der Acer Predator X34 X5, der AOC Agon Pro PD34, der MSI MPG 341CQPX QD-OLED, der Alienware AW3423DWF, der Dell S3423DWC und der LG 34WR55QC-B müssen mit einer Krümmung von 1800R auskommen.

Dell

S3423DWC

  • Guter Kontrast
  • Sehr gute Lautsprecher
  • Maximale Höhenverstellbarkeit etwas gering

519,08 EUR

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Mit 2500R fast flach sind die beiden 40-Zöller fürs Office, der Dell UltraSharp U4025QW und der LG 40WP95X-W. Damit eignen sie sich ideal für Arbeiten mit Text – wegen der hohen Bildschärfe und weil die Zeile in Excel nicht so schnell verrutscht. Zwar sind flache Panels für eine ebene Zeilendarstellung oder Videoschnitt grundsätzlich besser geeignet als gekrümmte Bildschirme. Ab einer Größe von 34 Zoll überwiegt indes der Vorteil (Bildschirminhalt auf einen Blick erfassbar) des Curved-Displays dessen Nachteile.

Dell versieht den S3423DWC mit einer dezenten Krümmung von 1800R. Dadurch liegen die Bildränder näher am Blickfeld, sodass Nutzer den Kopf weniger bewegen müssen, um das gesamte Geschehen auf dem Bildschirm zu erfassen.

(Foto: BILD Kaufberater)

USB-C, DisplayPort und hdmi:Welche Anschlüsse braucht ein Monitor?

Ein Monitor ist ohne Notebook oder Desktop-PC kaum sinnvoll nutzbar, entsprechend wichtig sind passende Anschlüsse. Für produktives Arbeiten gilt ein USB-C-Port mit DisplayPort-Funktion als besonders praktisch. Über ein einziges Kabel lassen sich Bild und Ton vom Laptop übertragen, gleichzeitig versorgt der Monitor das Notebook mit Strom. Das reduziert Kabelsalat auf dem Schreibtisch und schont die oft wenigen Anschlüsse am Laptop.

Diese Funktion bieten – mit Ausnahme des MSI PRO MP341CQWDE – alle 34-Zoll-Monitore im Test sowie die größeren Modelle Dell U4025QW, LG 40WP95X-W, LG Ultragear 45GX950A-B, AOC Agon Pro AG456UCZD, LC-Power LC-M49QCO und Acer Predator Z57. Auch der Samsung OLED G8, der Philips Evnia 34M2C8600 und Corsairs Xeneon 34WQHD240-C unterstützen USB-C inklusive Ladefunktion. Beim Corsair Xeneon Flex ist zwar ebenfalls USB-C mit DisplayPort vorhanden, die Ladeleistung von 30 Watt reicht jedoch nicht für viele Notebooks aus – für Tablets genügt sie hingegen.

Der Philips 34E1C5600HE verfügt über gleich vier USB-A-Ports. Direkt daneben sitzt der gefragte USB-C-Anschluss für Notebooks. Für die Verbindung mit Desktop-PCs stehen HDMI und DisplayPort bereit.

(Foto: BILD Kaufberater)

Für Gamer spielt USB-C kaum eine Rolle. Umso erfreulicher: Bis auf den Corsair Xeneon Flex, den LG UltraGear 34GS95QE-B und den Alienware AW3423DWF besitzen alle Gaming-Monitore eine USB-C-Schnittstelle mit DisplayPort-Funktion. Fürs Zocken entscheidend sind jedoch HDMI- und DisplayPort-Anschlüsse. Mit mindestens einem HDMI- und einem DisplayPort sind alle Monitore im Test ausgestattet.

Nur bei Samsungs OLED-Modellen sieht die Anschlussausstattung etwas anders aus. Der OLED G9 verfügt über einen DisplayPort und eine HDMI-Buchse, der zweite HDMI-Port ist jedoch als Micro-HDMI ausgeführt. Beim OLED G8 geht Samsung noch einen Schritt weiter und verbaut auch den DisplayPort in einer Mini-Variante. Immerhin legt der Hersteller ein Mini-DisplayPort-auf-DisplayPort-Kabel bei.

Beim Samsung OLED G8 können Gamer zwischen einem Micro-HDMI-Anschluss (Version 2.1) und einem Mini-DisplayPort wählen. Zum Lieferumfang gehört jedoch lediglich ein Mini-DisplayPort-auf-DisplayPort-Kabel.

(Foto: BILD Kaufberater)

Von 300 Euro bis 2300 Euro:Was kostet ein Ultrawide-Monitor?

Preislich decken Ultrawide-Monitore eine große Bandbreite ab. Wer ein möglichst großes Office-Display zum kleinen Preis sucht, findet bei 34-Zoll-Modellen bereits Angebote zwischen 300 und 400 Euro. Kreative Nutzer, die Wert auf UHD-Auflösung legen, müssen deutlich mehr investieren: Die 40-Zoll-Modelle Dell U4025QW und LG 40WP95X-W kosteten zum Testzeitpunkt rund 1500 beziehungsweise 1200 Euro.

Für Gamer ist der Acer Predator X34 X5 mit rund 700 Euro der günstigste Einstieg in die Ultrawide-Klasse. Wer sich den 57-Zoll-Riesen Acer Predator Z57 schießen möchte, muss hingegen 2300 Euro berappen.

Unser fazit:Das sind die besten Ultrawide- und Curved-Monitore

Wer maximale Leistung sucht, greift zum knapp 870 Euro teuren LC-Power LC-M49QCO. Der 49-Zoll-Ultrawide überzeugt mit großem Panel, ordentlicher Spitzenhelligkeit und umfangreicher Ausstattung. Preisbewusster fällt die Wahl auf den Philips 34E1C5600HE, der zum Testzeitpunkt etwa 295 Euro kostete.

Günstiger als mit dem Testsieger von LC-Power kommen Gamer nicht an einen 49-Zoll-OLED-Monitor mit 240 Hertz. Klare Kaufempfehlung!

Dennis Ellenberger
TV- und Monitor-Experte

FAQ:Häufige Fragen zu Ultrawide- und Curved-Monitoren

Was ist der beste Ultrawide-Monitor?


Was bringt ein Ultrawide-Monitor?


Welche Auflösung bei Ultrawide?


Wie viel Zoll sollte ein Curved-Monitor haben?


Ist Ultrawide gut für Gaming?


Die besten Curved-Monitore im Vergleich

Die besten Curved-Monitore im Vergleich
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1.

LC-Power

LC-M49QCO

1,3

sehr gut

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2.

LG Electronics

LG UltraGear OLED 34GX90SA-W

1,4

sehr gut

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3.

Corsair

Xeneon 34WQHD240-C

1,4

sehr gut

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4.

Acer

Acer Predator X34 X5

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gut

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Agon Pro PD34

1,5

gut

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MSI

MPG 341CQPX QD-OLED

1,5

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Philips

Evnia 34M2C8600

1,5

gut

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8.

LG Electronics

LG Ultragear 45GX950A-B

1,5

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9.

Acer

Predator Z57

1,5

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10.

LG Electronics

LG UltraGear 34GS95QE-B

1,6

gut

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