Nach Kreuzbandriss in Top-Form

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Europameister und Weltfußballer Rodri zählt mit einem Marktwert von 65 Millionen Euro neben u.a. Harry Kane zu den fünf wertvollsten Profis mit einem 2027 auslaufenden Vertrag. Sein aktuelles Arbeitspapier hat der defensive Mittelfeldspieler im Sommer 2022 verlängert und soll seitdem rund 14 Mio. Euro brutto pro Saison verdienen. Bei „Onda Cero“ spricht der Spanier über seinen Kreuzbandriss, der ihn über 50 Spiele kostete, Real Madrid und die Ziele bei der WM 2026.
„Wenn ich mir einen Zeitpunkt hätte aussuchen müssen, wann es passiert, hätte ich vielleicht genau diesen gewählt (…) Es hat mir gutgetan, mich auszuruhen, runterzukommen. Mental war da eine Belastung. Es hat mir erlaubt, neue Energie zu tanken und mit enormer Motivation zurückzukehren (…) Diese Saison habe ich weniger Spielminuten und komme viel frischer an“, erklärt der 29-Jährige. Zum Saisonstart 2024/25 verletzte sich der Triple-Sieger und frischgebackene Europameister schwer und fehlte Man City und Spanien infolge des Kreuzbandrisses in 56 Partien.
Seit seinem Comeback bei der Klub-WM tastet er sich langsam an seine Top-Form heran, musste aber von Oktober bis Dezember 2025 eine erneute Pause einlegen. „Ich habe mich entschieden, mir Zeit zu nehmen, zu pausieren und mich gut vorzubereiten, weil ich wusste, dass die entscheidende Phase der Saison ab Januar beginnt. Im Moment läuft es gut (…) Ich habe das Gefühl, wieder der Rodri zu sein, den wir sehen wollen.“ Seit dem Jahreswechsel ist Rodri wieder Stammkraft.
Man Citys Rodri über WM 2026: „Wir werden gewinnen“
In Spanien wird das Eigengewächs von Atlético Madrid, das 2019 für 70 Mio. Euro von den Rojiblancos nach Manchester wechselte, als möglicher Neuzugang bei Real Madrid gehandelt. „Ich habe noch ein Jahr Vertrag, irgendwann wird man sich zusammensetzen und sprechen müssen.“ Einen Transfer zu den Königlichen will er nicht ausschließen: „Man kann nicht auf die besten Vereine der Welt verzichten.“
Rodri kann in dieser Saison noch auf vier Titel kommen: drei mit Man City und einen mit Spanien. In der Premier League beträgt der Abstand auf Arsenal neun Punkte – das wird schwierig, in der Champions League scheiterte Man City an Real Madrid, den EFL Cup gewann man gegen Arsenal, im FA Cup wartet Liverpool im Viertelfinale. Große Chancen rechnet sich der Sechser in den USA, Kanada und Mexiko aus: „Wir werden gewinnen“, sagt Rodri und lobt Nationaltrainer Luis de la Fuente.
Spanien wird diesen Sommer als einer der großen Favoriten zur Weltmeisterschaft reisen. „Wir werden gewinnen“, sagt Rodri, der auch Luis de la Fuente lobt – ein Trainer, der Spanien wieder unter die besten Teams der Welt geführt hat. „Seit er gekommen ist, hatten wir eine klare Vorgabe: Jedes Spiel wie ein Finale zu leben. Wir haben unser Potenzial Schritt für Schritt gezeigt. Der Schlüssel ist ein Team, das sich ständig verbessert und weiterentwickelt (…) Ich bin überzeugt, dass Spanien ganz vorne dabei sein wird.“
Rodri könnte dann an der Seite von Arsenals Martín Zubimendi eine Doppel-Sechs bilden. „Spanien hat schon einmal mit zwei defensiven Mittelfeldspielern eine Weltmeisterschaft gewonnen. Die Stärke von De la Fuente liegt darin, viele Spieler kombinieren zu können.“ Eine Anspielung auf 2010, als die Spanier die Weltmeisterschaft mit Xabi Alonso und Sergio Busquets gewinnen konnten.



