Marktwert-Verlierer

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Hugo Larsson erlebt diese Saison die vielleicht schwierigste Zeit seiner bisherigen Karriere – denn erstmals geht es nicht nur steil nach oben. Mehrfach von kleineren Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen, ist dem 21 Jahre alten Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt die Leichtigkeit etwas abhandengekommen. Zuletzt fiel sein Marktwert erstmals überhaupt, von 40 Millionen auf 32 Millionen Euro. Vielleicht denkt der schwedische Nationalspieler auch deshalb intensiver über eine Luftveränderung bzw. den nächsten Schritt nach. In seiner Heimat äußerte das Top-Talent öffentlich Wechselgedanken.
„Ich bin neugierig, etwas Neues auszuprobieren“, sagte Larsson laut der „Hessenschau“ beim Sender „Sveriges Radio“. „Ich bin mir dessen bewusst, was hinter den Kulissen passiert. Wir werden sehen, ob es diesen Sommer etwas Konkretes gibt.“ Vertraglich gebunden ist der mittlerweile viertwertvollste SGE-Profi hinter Can Uzun (45 Mio. Euro), Nathaniel Brown und Jonathan Burkardt (je 35 Mio.) noch bis 2029. Im vergangenen Sommer verständigte Larsson sich mit Eintracht-Sportchef Markus Krösche laut der „Bild“ darauf, dass man 2026 gemeinsam schauen werde, ob der vielzitierte nächste Schritt möglich wird und die Hessen auch eine entsprechende Ablöse kassieren können.
Angesichts der eigenen sportlichen Inkonstanz, die diesmal eher nicht wieder in die Champions League führen wird, und der ebenfalls nicht mehr konsistent guten Leistungen Larssons sei die einstige Forderung von 50 Mio. bis 60 Mio. Euro kaum mehr aufrecht zu halten. Konkrete Gerüchte gab es in den Transfermarkt-Foren zuletzt nicht. Vor einem Jahr soll noch Manchester City angeklopft haben, im Sommer legte der Al-Ittihad Club ein finanziell lukratives Angebot vor (zum Artikel) und im Winter wurden Borussia Dortmund sowie Brighton & Hove Albion gehandelt. Die „Daily Mail“ brachte kürzlich Manchester United ins Spiel.
Ich hatte Hugo eigentlich als klar genug erachtet, dass er selbst erkennt, dass er sich seit langem nicht für Höheres empfohlen hat.
Ich glaube nicht, dass irgendjemand auch nur annähernd das bezahlt, was wir uns vorstellen. Wobei man sich womöglich Gedanken darüber machen müsste, ob das kursierende Preisschild nicht überdacht werden muss.
Die Situation ist für alle nur frustrierend, hier gibt’s aktuell nur Verlierer. Keine Ahnung, ob es vielleicht besser wird, wenn Larsson wieder auf die 8 darf …
Eintracht Frankfurts Larsson hat Mandelprobleme im Griff
Immerhin: die gesundheitlichen Probleme hat Larsson wohl in den Griff gekriegt. „Meine Mandeln haben mir die ganze Saison über zu schaffen gemacht. Ich war drei-, vier-, fünfmal krank. Jetzt habe ich Medikamente, die ich nehme, bis ich sie entfernen lassen kann. Bislang ist alles gut gelaufen“, sagte er im Interview mit dem „Fotbollskanalen“. Die WM ist nicht in Gefahr, sollte sich Schweden qualifizieren. „Das wird danach sein. Ich habe eine Lösung gefunden, die mich für zwei Monate von diesem Mist befreit hat. Ich vertraue darauf.“
Ex-Eintracht-Trainer Dino Toppmöller hatte Larsson für die Fehlzeiten öffentlich kritisiert. Dieser sagte dazu nun: „Das war mein Eindruck (dass das seltsam war) und das war auch der Eindruck vieler anderer innerhalb des Vereins. Aber er muss dafür geradestehen. Ich hatte kaum Zeit, mit ihm darüber zu sprechen, bevor er den Verein verlassen musste. Es war ein trauriges Ende einer ansonsten guten Beziehung.“



