Oracle-Gründer Larry Ellison, Open-AI-Chef Sam Altman (r.): Fragile Wette auf den KI-Boom. Foto: Reuters (2), Dpa [M]
KI: Die Milliardenwette – Wie Oracle zum Systemrisiko werden könnte
San Francisco, New York. Larry Ellison, 81 Jahre alt, hat einen Traum – und investiert dafür Summen, die selbst im Silicon Valley auffallen: Der Gründer und größte Aktionär des IT-Riesen Oracle
Doch nun sieht Ellison eine goldene Gelegenheit: den Boom der Künstlichen Intelligenz. Das Training von KI-Modellen sei der „am schnellsten wachsende Markt aller Zeiten“, schwärmte Ellison im Februar. Der Multimilliardär ist entschlossen, diese Chance zu nutzen. Mithilfe des KI-Hebels will er sein Lebenswerk in neue Sphären hieven.
Ellison verfolgt dabei einen riskanten Kurs. Um den kostspieligen Ausbau von Oracles KI-Rechenzentren zu finanzieren, pumpt er im Rekordtempo zusätzliches Kapital in sein Unternehmen. 50 Milliarden Dollar sind es allein dieses Jahr. Der Konzern nimmt sowohl Schulden als auch frisches Eigenkapital auf. Ein Teil der Verpflichtungen wird dabei offenbar bewusst im Nebel gelassen.
Das Handelsblatt hat sich das heikle Finanzierungskonstrukt genauer angeschaut: Es gleicht einem Kartenhaus, das einzustürzen droht, wenn man nur eine Karte herauszieht. Die Verflechtungen aus Schulden, Mietverträgen und hochriskanten Kundenbeziehungen sind schon heute so komplex, dass ein Scheitern Ellisons die ganze KI-Branche in Gefahr bringen könnte. Und damit eine der größten Wachstumshoffnungen der Weltwirtschaft. Wie konnte es so weit kommen?
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