Collien Fernandes‘ Anwältin macht deutschen Ermittlern Vorwürfe

Collien Fernandes‘ Anwältin macht deutschen Ermittlern Vorwürfe
Wegen eingestelltem Verfahren

Collien Fernandes‘ Anwältin macht deutschen Ermittlern Vorwürfe

Sebastian Berning

Sebastian Berning

von Sebastian Berning

28.03.2026, 20:57 Uhr

28. März 2026 um 20:57 Uhr

Collien Fernandes erstattete 2024 Anzeige gegen Unbekannt. Die Ermittler haben im Juni 2025 die Ermittlungen eingestellt. Deswegen macht die Anwältin der „Traumschiff“-Darstellerin den Behörden jetzt Vorwürfe.

Wegen Deepfakes im Netz erstattete Schauspielerin Collien Fernandes im November 2024 erstmals Anzeige – damals noch gegen Unbekannt. Die Ermittlungen verliefen damals im Sande. Im Juni 2025 wurden sie ganz eingestellt.

Angeblich wegen Fernandes selbst. Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow teilte dem Nachrichtenportal „t-online“ mit, dass die Geschädigte versäumt habe, die „erforderlichen Unterlagen“ einzureichen. Fernandes‘ Anwältin Christina Clemm widerspricht dem vehement – und sieht die Schuld bei den deutschen Behörden.

Christian Ulmen und Collien Fernandes zu Beginn ihrer Beziehung

Christian Ulmen und Collien Fernandes zu Beginn ihrer Beziehung Franziska Krug/Getty Images

Collien Fernandes‘ Anwältin kritisiert eingestellte Ermittlungen

„Ich kann versichern, dass meine Mandantin zu jedem Zeitpunkt mit den Ermittlungsbehörden kooperativ war“, erklärt die Anwältin von Collien Fernandes, die gerade auf ihre emotionale Verfassung hinwies, auf Nachfrage von „t-online“. „Sie hat in mehreren E-Mails Unterlagen eingereicht und sehr konkrete Ermittlungsansätze inklusive Kontakte mitgeteilt. Den Ermittlungsbehörden lagen ihre E-Mail-Adresse und ihre persönliche Handynummer vor.“

Zwei verschiedene Behörden waren zuständig: Erst Berlin, wo Fernandes selbst Anzeige erstattete, dann wurde das Verfahren an die Behörden in Itzehoe übergeben. Laut der Anwältin habe Fernandes eine Mitteilung erhalten, dass das Verfahren an „eine nicht näher bezeichnete Polizeibehörde in Schleswig-Holstein abgegeben“ worden sei. Dann erreichte die Schauspielerin keine Nachricht mehr.

Clemm: „Auf ihre Wochen später gestellte Nachfrage bei der Polizei in Berlin erhielt sie eine Mitteilung über eine möglicherweise zuständige Polizeidienststelle.“

Anwalt von Christian Ulmen äußerte sich bereits

Das Magazin „Spiegel“ gab Ulmen eine Möglichkeit zur Stellungnahme. Dessen Anwälte boten den Journalisten ein Hintergrundgespräch an. Auf einen Teil der Vorwürfe gingen sie demnach ein. Aus dem Gespräch dürfte aber nicht berichtet werden.

Auf eine BUNTE.de-Anfrage ließ Christian Ulmens Anwalt am 19. März verlauten, dass „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“ werden. Rechtliche Schritte sollen eingeleitet werden. Am 27. März folgte dann die Veröffentlichung eines Informationsschreibens, in dem Deepfake- und einseitige Gewaltvorwürfe dementiert wurden.

Nach der Anzeige von Fernandes wurden Vorermittlungen eingeleitet. Bisher ist unklar, wie das Verfahren weitergeht. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

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