+++ Iran-Krieg +++: Iran: Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus – Tausende US-Fallschirmjäger in Nahost angekommen

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Iran: Nato darf laut Rubio „keine Einbahnstraße sein“

Live-BlogFeuer auf kuwaitischem Tanker vor Dubai gelöscht +++ Bericht: Massiver US-Angriff auf Munitionsdepot in Isfahan +++ Bericht: Trump offenbar bereit, Militärkampagne gegen Iran zu beenden +++ Der Newsblog. 31.03.2026 – 12:10 Uhr aktualisiert
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Marco Rubio über das Nato-Bündnis: Nach dem Krieg müsse die USA „all das neu“ bewerten. Foto: via REUTERS

Katz: Werden Pufferzone zu Israel im Südlibanon einrichten

Israels Verteidigungsminister Israel Katz sagt, sein Land werde eine Pufferzone zwischen Israel und dem Libanon einrichten. Die Zone solle zwischen der israelischen Grenze und dem Fluss Litani im Süden des Libanon liegen. Israel werde die komplette Kontrolle über den Bereich übernehmen, sobald der Kampf gegen die Hisbollah-Kämpfer beendet sei. Der Fluss liegt etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt auf libanesischer Seite. 

Katz sagt weiter, den mehr als 600.000 libanesischen Einwohnern, die nach Norden evakuiert wurden, werde die Rückkehr südlich des Litani untersagt, bis die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei. Zu diesem Zweck würden alle Häuser in Dörfern nahe der Grenze im Libanon nach dem Vorbild des Gazastreifens zerstört, um Bedrohungen nahe der Grenze für die Bewohner im Norden Israels dauerhaft zu beseitigen.

Israels Militär: Auf „weitere Wochen“ von Kämpfen vorbereitet

Israel ist nach Angaben eines Militärsprechers auf „weitere Wochen“ der Kämpfe im Iran vorbereitet. Die Entscheidung darüber liege allerdings bei den Politikern, sagt Militärsprecher Nadaw Schoschani vor Reportern. „Aber wir sind bereit, noch wochenlang weiterzumachen. Wir haben die Ziele dafür, die Munition dafür, die personellen Ressourcen dafür.“ Der Angriff Israels und der USA auf den Iran hat Ende Februar begonnen. US-Präsident Donald Trump hatte damals gesagt, der Einsatz werde vier Wochen oder weniger dauern.

Malaysia muss laut eigenen Angaben keinen Zoll auf Durchfahrt in Straße von Hormus bezahlen

Malaysia darf laut eigenen Aussagen die Straße von Hormus passieren, ohne eine Gebühr an den Iran zu zahlen. „Der iranische Botschafter hat erwähnt, dass für malaysische Schiffe keine Gebühren erhoben werden“, sagte Verkehrsminister Anthony Loke am Dienstag bei einer Veranstaltung. „Wir sind ein befreundetes Land, wir unterhalten gute diplomatische Beziehungen zur iranischen Regierung.“

Am Samstag erklärte Malaysias Außenminister, der Iran habe sieben malaysischen Tankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus genehmigt, die zu einem Brennpunkt des Krieges im Nahen Osten geworden ist. Zu den Schiffen, die derzeit in dieser wichtigen Wasserstraße festsitzen, gehören solche, die dem malaysischen Energiekonzern Petroliam Nasional Bhd., der Reederei MISC Bhd. und Sapura Energy Bhd. gehören.

Feuer auf abgeschossenem kuwaitischen Öltanker vor Dubai gelöscht

Nach einem Angriff auf einen voll beladenen Öltanker vor Dubai und einem anschließenden Feuer an Bord ist die Sorge vor einer verheerenden Ölpest in der Region offenbar vorerst gebannt. Die Behörden teilten am Dienstagmorgen mit, maritime Löschteams hätten den durch einen Drohnenangriff ausgelösten Brand auf dem kuwaitischen Supertanker „Al Salmi“ gelöscht. 

Der kuwaitische Ölkonzern KPC erklärte der Nachrichtenagentur Kuna zufolge, das Schiff sei vom Iran angegriffen worden, während es vor Dubai vor Anker gelegen habe. Der Beschuss habe zu Schäden am Rumpf und einem Brand an Bord geführt. KPC hatte zunächst vor einer möglichen Ölpest in den umliegenden Gewässern gewarnt. Der Iran äußerte sich nicht zu dem Beschuss.

Die „Al Salmi“ hat Experten zufolge rund zwei Millionen Barrel Öl an Bord, das entspricht etwa 320 Millionen Litern. Den Behörden zufolge gab es bei dem Angriff keine Verletzten. Alle 24 Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit. Der Ölkonzern KPC erklärte, derzeit werde der Schaden am Tanker begutachtet. Dem Schiffsinformationsdienst Lloyd’s List Intelligence zufolge war der Tanker mit Öl aus Kuwait und Saudi-Arabien beladen und sollte nach Qingdao in China fahren.

Eigene Expertise: Selenski will offenbar helfen, Straße von Hormus zu öffnen

Die Ukraine will offenbar ihre Erfahrungen aus dem Schwarzen Meer nutzen, um die Straße von Hormus zu sichern. 

Darüber berichtet Politico

. Ukraines Präsident Wolodymyr Selensky erklärte dem Bericht zufolge, es gehe nicht nur um den Verkauf von Waffen, sondern um die Weitergabe von Wissen über den Schutz von Handelsrouten. Laut Politico habe die Ukraine dafür ein System aus Küstenartillerie, Luftabwehr, Drohnen und Versicherungen für Frachtschiffe entwickelt.

Mehrere der Golfstaaten möchten nach den Worten von Selenskyj bereits mit seinem Land im Verteidigungsbereich zusammenarbeiten. Unter anderem gebe es bereits Vereinbarungen mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sagte Selenskyj nach einer Reise in den Nahen Osten und die Golfregion. Die Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion verteidigt, bietet seit Beginn des Iran-Kriegs Staaten der Region bereits Hilfe bei der Drohnenabwehr an.

Rubio: Nato darf „keine Einbahnstraße sein“

US-Außenminister Marco Rubio hat Spanien und andere Nato-Partner für mangelnde Unterstützung im Krieg gegen den Iran kritisiert – und eine spätere Neubewertung der Allianz durch die USA nahegelegt. Die USA müssten in einer Zeit, in der man die Verbündeten brauche, feststellen, dass Nato-Mitglied Spanien, zu dessen Verteidigung man sich verpflichtet habe, den Vereinigten Staaten die Nutzung seines Luftraums verweigere und damit prahle, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera laut einer Mitschrift seines Ministeriums. Er bemängelte zudem, dass die USA in Spanien und andernorts auf Widerstand bei der Nutzung von Stützpunkten gestoßen seien. 

Die Nato sei nützlich für die USA, weil es dem Land ermögliche, Soldaten und militärische Ausrüstung an anderen Orten zu stationieren. Wenn es bei der Allianz aber nur darum gehe, dass die USA Europa im Falle eines Angriffs verteidigten, den Vereinigten Staaten aber die Nutzung von Stützpunkten verweigert werde, wenn sie es bräuchten, sei das keine gute Vereinbarung. Da falle es schwer, dabei zu bleiben und zu sagen, dass das gut für die USA sei, meinte Rubio weiter. 

Nach dem Krieg müssten die USA all das neu bewerten, betonte er. Die Nato sei ein Bündnis und dürfe als solches „keine Einbahnstraße sein“. Rubio fügte hinzu: „Hoffen wir, dass wir das in Ordnung bringen können.“

Israelisches Militär meldet vier Tote bei Einsätzen im Libanon

Bei Kampfeinsätzen im Süden des Libanon hat es in den Reihen des israelischen Militärs vier Tote gegeben. Zwei weitere Einsatzkräfte seien verletzt worden, teilt das Militär weiter mit.

Bericht: Massiver US-Angriff auf Munitionsdepot in Isfahan

US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigte. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Der 31 Sekunden lange Videoclip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte.

Drohne trifft kuwaitischen Öltanker vor Dubais Küste

Eine Drohne hat einen kuwaitischen Öltanker vor der Küste Dubais getroffen. Die Behörden arbeiteten daran, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, teilte das Dubai Media Office mit. Alle 24 Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit, hieß es weiter. 

Das United Kingdom Maritime Trade Operations Center, betrieben vom britischen Militär, berichtete über den Angriff und gab an, dass sich das Schiff rund 57 Kilometer nordwestlich von Dubai befand. Demnach traf ein Geschoss den Tanker auf der Steuerbordseite und verursachte ein Feuer an Bord. Ein Umweltschaden wurde bislang nicht gemeldet, wie das Zentrum weiter mitteilte.

Bericht: Trump will Militärkampagne gegen Iran beenden

US-Präsident Donald Trump ist einem Medienbericht zufolge bereit, die Militärkampagne gegen den Iran zu beenden – auch wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Die komplexe Operation zur Wiedereröffnung der wichtigen Wasserstraße wolle er auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Regierungskreise. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht bestätigen.

Trump: USA führen Gespräche mit Irans Parlamentspräsidenten

Die USA verhandeln nach Angaben von Präsident Donald Trump mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf. Der Präsident bestätigte die Gespräche mit Ghalibaf in einem Interview mit der „New York Post“, das am Montag veröffentlicht wurde. Er sagte der Zeitung, dass er „in etwa einer Woche Bescheid geben“ werde, als er gefragt wurde, ob der Parlamentspräsident jemand sei, mit dem die USA zusammenarbeiten könnten.

Ghalibaf, ein 64-jähriger Pilot und ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarde, hat bestritten, dass es Gespräche mit den USA gegeben habe, trotz Berichten, wonach er als Verhandlungspartner Washingtons ins Gespräch gebracht worden sei.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf. Hamed Malekpour/dpa

Ifo: Iran-Krieg trifft 90 Prozent der deutschen Industrie

Der Iran-Krieg trifft nach Einschätzung des Ifo-Instituts die deutsche Industrie im großen Stil. Rund 90 Prozent der Industrieunternehmen erwarten, dass der Iran-Krieg ihre Geschäfte beeinträchtigt, wie aus einer Umfrage des Münchner Forschungsinstituts hervorgeht. Nur 9 Prozent sehen sich derzeit nicht betroffen. 

„Der Konflikt trifft die Industrie unmittelbar, sorgt aber vor allem für große Unsicherheit“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Viele Firmen stellen sich auf zusätzliche Belastungen in den kommenden Monaten ein.“

Wie der Iran-Krieg Europas Aluminiumversorgung bedroht, lesen Sie hier.

Beschuss von Golfstaaten geht weiter – Iran warnt

Der Iran setzt seinen Beschuss benachbarter Golfstaaten fort. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien meldete in der Nacht wiederholte Angriffe mit ballistischen Raketen. Die Geschosse seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden, hieß es. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi schrieb kurz zuvor auf der Plattform X, sein Land betrachte das Königreich als brüderliche Nation. Es sei aber für Saudi-Arabien „höchste Zeit, die US-Streitkräfte des Landes zu verweisen“.

Derweil meldete auch Kuwait Beschuss durch Raketen und Drohnen. Ebenso heulten in Bahrain in der Nacht wieder die Sirenen, wie das Innenministerium auf X mitteilte. In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen Trümmer nach einem Einsatz der Luftabwehr ein leer stehendes Gebäude und lösten einen Brand aus, wie die Behörden mitteilten. Vier Menschen in der Umgebung seien leicht verletzt worden. 

Irans Oberster Führer trauert um Marinekommandeur

Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei hat öffentlich den Tod des Marinekommandeurs der Revolutionsgarde beklagt. Aliresa Tangsiri sei für sein Land gestorben, schrieb Chamenei, damit das Militär „den Weg von Irans maritimer Autorität und des Widerstands stärker und entschlossener als in der Vergangenheit fortsetzen kann“, hieß es in einer seltenen schriftlichen Stellungnahme von Chamenei seit seiner Ernennung zum Obersten Führer. Seit dem Tod seines Vaters Ajatollah Ali Chamenei war er nicht mehr öffentlich aufgetreten.

Tangsiri wurde nach Angaben der Vereinigten Staaten und Israel in der vergangenen Woche bei einem israelischen Luftangriff getötet. Die iranische Revolutionsgarde bestätigte seinen Tod am Montag. In von den staatlichen Medien verbreiteten Äußerungen bezeichnete Chamenei den Konteradmiral als mutig und als zentral für Irans Rolle im Persischen Golf.

Rubio: Straße von Hormus wird „so oder anders“ offen sein

US-Außenminister Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird – „so oder anders“. Entweder werde sich der Iran bereiterklären, „sich an internationales Recht zu halten“ und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. „Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist“.

Rubio äußerte sich nicht weiter dazu, was genau er mit „dafür sorgen“ meinte. Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran „wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt“, sagte Rubio. 

Zugleich nannte er als zentrale Ziele der Kampfhandlungen die Zerstörung der Luftwaffe und Marine des Irans sowie eine erhebliche Reduzierung der Zahl der Raketen-Abschussrampen. Diese Ziele werde man in „Wochen und nicht Monaten“ komplett erreichen – und dann vor der Frage der Meerenge von Hormus stehen, sagte der US-Außenminister.

Netanjahu will keinen Zeitplan für Ende des Konflikts mit Iran

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will sich nicht auf einen Zeitplan für ein Ende des Krieges mit dem Iran festlegen. Er wolle dafür keinen Zeitrahmen vorgeben, sagt Netanjahu in einem Interview mit dem US-Sender Newsmax.

Tanker vor Dubai von unbekanntem Projektil getroffen

Ein unbekanntes Projektil trifft einen Tanker 31 Seemeilen nordwestlich von Dubai. Das Geschoss schlägt an der Steuerbordseite ein und löst ein Feuer aus, meldet die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO. Alle Besatzungsmitglieder sind den Angaben zufolge wohlauf und in Sicherheit.

Trump könnte arabische Länder um Kriegskosten-Anteil bitten

Das Weiße Haus signalisiert, dass US-Präsident Donald Trump den Ländern am Persischen Golf eine Beteiligung an den Kosten des Iran-Krieges nahelegen will. Sie wolle Trump nicht vorgreifen, aber sie wisse, dass er diese Idee habe und gehe davon aus, dass er sich dazu noch äußern werde, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.

Ein Journalist sprach in Leavitts Pressekonferenz in Washington an, dass im Golfkrieg 1990 nach der Besetzung Kuwaits durch Iraks Diktator Saddam Hussein arabische Nachbarländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einen Großteil der Kosten getragen hätten. Sie denke, Trump sei ziemlich interessiert daran, sie auch jetzt dazu aufzurufen, sagte Leavitt dazu.

UN-Gesandte warnt vor humanitären Folgen im Libanon

Die UN-Beauftragte für den Libanon, Jeanine Hennis-Plasschaert, hat vor den humanitären Auswirkungen der Gefechte zwischen Israel und der militanten Hisbollah im Süden des Landes gewarnt. Hennis-Plasschaert verwies auf die Tötung dreier Blauhelmsoldaten und neun libanesischer Sanitäter allein in den vergangenen Tagen. Insgesamt soll die Zahl der Toten des Kriegs inzwischen bei mehr als 1240 liegen. „Eines ist klar: je länger das weiter geht, desto schwieriger wird es sein, das zu überwinden“, sagte Hennis-Plasschaert.

Medien: US-Spezialeinheiten im Nahen Osten angekommen

Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen. Darunter befinden sich auch Soldaten der Army Rangers, die als Speerspitze der Kommandotruppen des US-Heeres gelten, sowie der Navy Seals, einer Eliteeinheit der US-Marine, wie die „New York Times“ und der Sender CBS News übereinstimmend berichten. Die US-Medien berufen sich dabei auf zwei US-Militärbeamte beziehungsweise mit dem Einsatz vertraute Quellen. 

Sie schlossen sich, dem Bericht nach, Tausenden Marineinfanteristen und Fallschirmjägern des Heeres an, die ebenfalls in der Region angekommen seien – die militärischen Optionen von US-Präsident Donald Trump im Krieg mit dem Iran würden damit erweitert, hieß es. Die Soldaten könnten demnach etwa in Operationen zum Einsatz kommen, die auf die Öffnung der Straße von Hormus abzielen, auf die Einnahme der für den iranischen Ölexport zentralen Insel Charg oder die Bergung von Irans hochangereichertem Uran. 

Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Trump drängt Teheran öffentlich zu einer diplomatischen Lösung des von den USA und Israel begonnenen Krieges – spart aber gleichzeitig auch nicht mit Drohungen zu weiterer militärischer Eskalation.

Iran: Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus

Der Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments hat den Gesetzentwurf für ein Mautsystem in der Straße von Hormus gebilligt. Der Vorschlag solle umgehend im Parlament beraten und verabschiedet werden, sagte das Ausschussmitglied, Modschtaba Sarei, der Nachrichtenagentur Fars. Der Entwurf sieht laut Sarei außerdem vor, dass Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen den Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen. Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen. 

Die Maut soll laut Fars in der Landeswährung Rial erhoben werden. Der Iran will damit die Landeswährung Rial stärken und US-Sanktionen umgehen. Damit hat der Staat die volle Kontrolle über den Geldfluss. Der Parlamentsausschuss geht damit auf Konfrontationskurs zur US-Regierung. Präsident Donald Trump hat den Iran ultimativ aufgefordert, die für den globalen Energiehandel zentrale Schiffsroute wieder uneingeschränkt zu öffnen. 

US-Regierung kommentiert Berichte über Landminen-Einsatz nicht

Das Weiße Haus will sich nicht zu Berichten äußern, wonach in den USA hergestellte Landminen im Iran zum Einsatz kommen. Pressesprecherin Karoline Leavitt wollte am Montag nicht auf Fragen zu Meldungen eingehen, wonach die Landminen im Iran am Boden entdeckt worden seien. Sie wollte auch nicht sagen, ob US-Präsident Donald Trump deren Einsatz genehmigt habe. Auch zu der Frage, ob überhaupt irgendwelche Landminen im Krieg gegen den Iran eingesetzt würden, wollte Leavitt keinen Kommentar abgeben.

Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel

Israel hat am Abend einen erneuten Raketenangriff des Irans gemeldet. Die israelische Armee wies die Bürger an, bis auf weiteres Schutzräume aufzusuchen. Im Großraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. 

Das Nachrichtenportal „ynet“ teilte unter Berufung auf Rettungskräfte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff aus dem Iran seit mehreren Stunden. Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gab es zunächst keine Angaben.

Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter

Auch gut vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait wurde offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt. Bei einem weiteren Angriff seien zehn kuwaitische Soldaten verletzt worden, hieß es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga. Iran bestritt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim den Angriff auf die Entsalzungsanlage.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden elf Raketen und 27 Drohnen abgefangen, wie das Verteidigungsministerium des Landes auf der Plattform X mitteilte. Auch Saudi-Arabien und Katar meldeten den Abschuss von Drohnen.

Bahrains Luftwaffe teilte mit, acht Raketen und sechs Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgefangen zu haben. Somit habe der Golfstaat seit Ausbruch des Iran-Krieges 182 Raketen und 398 Drohnen abgeschossen.

Weißes Haus: Trump erwägt Kostenabwälzung für Iran-Krieg auf arabische Länder

US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben des Weißen Hauses, die arabischen Länder aufzufordern, die Kosten für den Krieg gegen den Iran zu übernehmen. „Ich denke, es ist etwas, woran der Präsident durchaus interessiert wäre, sie dazu aufzufordern“, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Reportern auf die Frage, ob arabische Länder sich an den Kosten des Krieges beteiligen würden. „Es ist eine Idee, von der ich weiß, dass er sie hat, und etwas, worüber Sie meiner Meinung nach noch mehr von ihm hören werden.“

HB

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