Ukraine: 30 Tote bei Absturz von russischem Flugzeug über der Krim
Militärflugzeug russischer Bauart: Bei einem Unfall starben 30 Personen. Foto: Na Son Nguyen/AP/dpa
Ermittler untersuchen Absturz von Militärflieger auf Krim – Zahl der Toten angepasst
Nach dem Absturz eines russischen Militärflugzeugs auf der von Moskau annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben die Behörden die Ermittlungen aufgenommen. An Bord seien 7 Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere gewesen, teilte das Ermittlungskomitee in Moskau mit. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium von 29 Toten gesprochen, 6 Crew-Mitglieder und 23 Passagiere. Der Absturz habe eine technische Ursache, eine äußere Einwirkung wurde demnach nicht festgestellt, hieß es.
Die Maschine stürzte laut Ermittlungskomitee in einem bergigen Waldgebiet in der Nähe des Dorfs Kuibyschewo im Bezirk Bachtschissarai ab – unweit der Krim-Hauptstadt Simferopol. Ermittelt werde in dem Strafverfahren wegen Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften beim Flugbetrieb oder bei der Vorbereitung des Flugs. Im Einsatz seien Militärermittler und Kriminaltechniker, um die Ursachen des Absturzes zu klären.
29 Tote bei Absturz von russischem Flugzeug über der Krim
Beim Absturz eines russischen Militärflugzeugs über der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Angaben aus Moskau 29 Menschen ums Leben gekommen. Ein Such- und Rettungsteam habe die Absturzstelle gefunden und von sechs getöteten Besatzungsmitgliedern und 23 Passagieren gesprochen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau staatlichen Nachrichtenagenturen zufolge mit.
Als Ursache werde ein technischer Defekt angenommen, äußere Einwirkungen habe es nicht gegeben, hieß es. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass es gegen 18.00 Uhr Moskauer Zeit (17.00 Uhr MESZ) die Verbindung zu dem Flugzeug vom Typ An-26 verloren habe. Zum Hintergrund des Flugs machte das Ministerium demnach keine Angaben. Die Turboprop-Maschinen der Marke Antonow werden vom Militär auch als Transportflugzeuge eingesetzt.
EU-Außenbeauftragte für gemeinsames Vorgehen gegen Schattenflotte
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plädiert dafür, für ein Ende des Ukraine-Kriegs den wirtschaftlichen Druck auf Russland noch einmal deutlich zu erhöhen. „Wir müssen mit der Schattenflotte etwas tun, denn das ist ein Instrument, das Russland nutzt, um Öl herauszuholen aus Russland und zu verteilen“, sagte Kallas den ARD-„Tagesthemen“. Auf diese Weise bekomme Russland Einkünfte, um den Krieg zu finanzieren.
„Hier müssen wir kreativ sein, wir müssen mit unseren Partnern zusammensitzen, mit ihnen sprechen, denn wenn das Vereinigte Königreich, die USA, Europa, die G7-Partner die gleichen Sanktionen erlassen, dann haben wir großen Effekt“, sagte sie. Jetzt liege der Schwerpunkt darauf, mehr Druck auf Russland auszuüben, so dass Moskau diesen Krieg beende. Sie betonte, der russischen Volkswirtschaft gehe es nicht gut.
Selenskyj kündigt Videogespräch mit US-Vertretern an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Videogespräch mit US-Vertretern angekündigt. Es sei für den morgigen Mittwoch geplant und die US-Seite habe darum gebeten, hatte er vor einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew gesagt. Dabei sein sollen demnach Selenskyj selbst und der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff, US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Senator Lindsey Graham. Es werde darum gehen „wo wir stehen“ und wie nah ein dreiseitiges Treffen sei, sagte Selenskyj.
Wadephul und Kallas übergeben Hilfslieferungen an Ukraine
Deutschland und die Europäische Union unterstützen die durch den russischen Angriffskrieg angeschlagene ukrainische Eisenbahn mit Material im Wert von rund zwei Millionen Euro. Außenminister Johann Wadephul (CDU) und EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas übergaben das Material zur Unterstützung der ukrainischen Eisenbahn zum Abschluss ihres Solidaritätsbesuches in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.
Kallas übergab für die EU 10 von insgesamt 32 Generatoren. Das Paket im Wert von 1,4 Millionen Euro umfasst zudem Baumaschinen und Lastwagen. Deutschland stellt der Ukraine bilateral 18 Fahrzeuge im Wert von rund 600.000 Euro zur Verfügung. Wadephul übergab symbolisch mehrere Pickups und Minibusse. Der Außenminister hatte am Nachmittag auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow zu Gesprächen getroffen.
Außenminister Johann Wadephul und EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas. Reuters
Blockierte EU-Ukraine-Hilfe: Bekommt Merz-Plan neue Chance?
Die von Bundeskanzler Friedrich Merz bevorzugte Lösung für die Finanzierung von weiteren milliardenschweren EU-Finanzhilfen für die Ukraine könnte nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas wieder auf den Tisch kommen. Sollte Ungarn das derzeitige Finanzierungskonzept weiter blockieren, sollte man zum im Dezember gescheiterten Plan A zurückkehren, erklärte Kallas nach einem EU-Ukraine-Treffen in Kiew. Dies sei die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte. Entscheidend sei, dass man der Ukraine die Finanzierung bereitstelle, die sie brauche, um der russischen Aggression standzuhalten.
Merz hatte im vergangenen Jahr eindringlich dafür geworben, vor allem in Belgien festgesetzte Gelder der russischen Zentralbank für Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro für die Ukraine einzusetzen. Dieser Plan scheiterte am Ende am Widerstand von Ländern wie Frankreich und Italien, nachdem zuvor vor allem Belgien zu große rechtliche und politische Risiken gesehen hatte.
Menschenrechtler kritisieren Internetblockaden in Russland
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Internetblockaden und Vorgehen gegen Proteste in Russland kritisiert. „Russlands Internetabschaltungen und das harte Vorgehen gegen Demonstranten sind eklatante Verstöße gegen Russlands Verpflichtung, die Meinungs-, Informations- und Versammlungsfreiheit zu achten“, sagte Hugh Williamson, Direktor der Abteilung Europa und Zentralasien bei HRW, einer Mitteilung zufolge.
In Russland wird seit vergangenem Jahr immer wieder das mobile Internet abgeschaltet. Offiziell werden die Sperren mit Sicherheitsbelangen begründet, um vor ukrainischen Angriffen mit Drohnen oder Raketen zu schützen. Behörden untersagten nach Protestaufrufen zuletzt reihenweise Demonstrationen. Moskau baut Kontrolle und Zensur im Netz immer weiter aus – vor allem seit Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Erneut Drohne in Finnland aufgetaucht
Wenige Tage nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland ist erneut eine unbekannte Drohne auf finnischem Boden entdeckt worden. Nach Angaben des Grenzschutzes befand sich der unbemannte Flugkörper auf dem Eis des Pyhäjärvi-Sees in Parikkala an der Ostgrenze des Landes, wie der finnische Rundfunk berichtete. Zu Herkunft und Art der Drohne gab es zunächst keine Angaben.
Der Grenzschutz sperrte ein Gebiet um den See demnach ab. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser während der Ermittlungen sicherheitshalber zu verlassen. Berichte über Verletzte gab es nicht. Finnland teilt im Osten eine rund 1.340 Kilometer lange Grenze mit Russland.
Blockierter EU-Kredit: Selenskyj beklagt verlorenen Monat
Vor dem Hintergrund eines durch Ungarn blockierten EU-Kredits hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen versäumten Monat für die Vorbereitung auf den nächsten Winter beklagt. „Hier geht es um Menschenleben. Wir hätten damit im März beginnen müssen, aber jemand hat diesen Monat blockiert“, sagte der Staatschef bei einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew. Konkret seien fünf Milliarden Euro für „Schutz und Wiederaufbau“ noch nicht verwendbar.
Die Drohung des Scheiterns der Vorbereitungen auf den nächsten Winter bleibe für die Dauer der Blockade bestehen. „Und das passiert, weil eine Person in Europa gegen ganz Europa steht, einfach um Moskau zufriedenzustellen“, sagte Selenskyj im Hinblick auf Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban. Es sei offensichtlich, dass dies in Absprache mit Moskau geschehe.
Selenskyj will USA um Übermittlung von Waffenruhe-Angebot bitten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die USA bei Online-Gesprächen am Mittwoch bitten, Russland ein Angebot für eine Waffenruhe bei Angriffen auf die Energie-Infrastruktur zu übermitteln. Sollte Moskau einer solchen Waffenruhe nicht zustimmen, werde die Ukraine weiterhin mit eigenen Angriffen auf den russischen Beschuss reagieren, sagt Selenskyj.
Er äußert sich bei einer Veranstaltung zum Jahrestag des Massakers von Butscha. Selenskyj fügt hinzu, der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, halte sich derzeit zu Gesprächen mit mehreren Ländern in der Türkei auf. Weitere Einzelheiten nennt er jedoch nicht.
Explosion in russischer Chemiefabrik – Drohnenangriff?
Eine starke Explosion hat ein russisches Chemiewerk in der Teilrepublik Tatarstan erschüttert. Nach Angaben des Unternehmens in Nischnekamsk wurden zwei Menschen getötet, es habe mehr als 70 Verletzte gegeben. Als Ursache wurde technisches Versagen angegeben. Allerdings war der Betrieb des Flughafens kurz vorher laut Mitteilung der Aufsichtsbehörde Rosawiazija eingeschränkt worden. Dies bedeutet meist, dass ukrainische Drohnen in der Luft geortet werden.
Nischnekamsk liegt in Luftlinie mehr als 1.200 Kilometer von der Ukraine entfernt und ist ein Zentrum der russischen Öl- und Chemieindustrie. In der Teilrepublik Tatarstan hat Moskau auch eine Drohnenproduktion aufgebaut. Die Ukraine versucht in ihrem Abwehrkampf gegen Russland, militärische und industrielle Ziele beim Gegner mit Langstreckendrohnen auszuschalten.
Gericht erlaubt Pfändung russischer Immobilien in Österreich
Sechs ukrainische Unternehmen, darunter der staatliche Energiekonzern Naftogaz, haben in Österreich einen juristischen Etappensieg gegen Russland erzielt. Das Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen bestätigte am Dienstag die Vollstreckbarkeit eines internationalen Schiedsspruchs. Damit bleibt der Weg für die Zwangsversteigerung von 23 russischen Immobilien in Österreich offen. Mit dem Erlös wollen die ukrainischen Firmen einen Teilbetrag von 120 Millionen Euro eintreiben.
Russland reagiert skeptisch auf Vorschlag zu Waffenruhe über Ostern
Russland reagiert skeptisch auf den Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, über Ostern gegenseitig keine Energieanlagen anzugreifen. Man habe keine detaillierten Vorschläge für eine Waffenruhe über Ostern gesehen und bevorzuge stattdessen ein umfassendes Friedensabkommen, sagt der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Die Führung in Moskau stehe dem Vorschlag skeptisch gegenüber. „Selenskyj muss Verantwortung übernehmen und die richtige Entscheidung treffen, damit wir Frieden erreichen und nicht nur eine Waffenruhe“, fügt Peskow hinzu. Je länger Selenskyj zögere, desto höher werde der Preis für einen Frieden für Kiew sein.
Ukraine greift erneut russischen Ölhafen Ust-Luga an der Ostsee an
Die Ukraine hat erneut den russischen Ostseehafen Ust-Luga mit Drohnen angegriffen. Dabei sei ein Ölverladeterminal getroffen worden, sagten mehrere Insider am Dienstag. Es war bereits der fünfte Angriff auf den Hafen innerhalb von zehn Tagen. Russlands Schwierigkeiten beim Export von Rohöl dürften sich damit noch verschärfen. Drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen zufolge trafen die ukrainischen Drohnen Anlagen zum Verladen von Rohöl, die vom russischen Pipeline-Monopolisten Transneft betrieben werden. Eine Stellungnahme von Transneft lag zunächst nicht vor.
Der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, teilte mit, bei den nächtlichen Angriffen seien drei Menschen wegen Verletzungen behandelt worden, unter ihnen seien zwei Kinder. Mehrere Gebäude seien beschädigt worden. Die Folgen des Angriffs auf Ust-Luga seien beseitigt worden, sagte er später. Die Versorgung mit Warmwasser und Heizung sei wiederhergestellt. Der Sprecher des Präsidialamtes in Moskau, Dmitri Peskow, sprach von „terroristischen Anschlägen“. Russland arbeite daran, seine kritische Infrastruktur zu schützen. „Das bedeutet nicht, dass diese Einrichtungen zu 100 Prozent vor solchen Terroranschlägen geschützt werden können“, sagte Peskow.
Ukraine: Toter und Verletzte in Region Poltawa
Bei einem russischen Drohnenangriff ist im zentralukrainischen Gebiet Poltawa nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Zudem wurden drei Menschen verletzt, wie Militärgouverneur Witalij Djakiwnytsch auf Telegram schrieb. Zwei von ihnen, darunter ein elfjähriger Junge, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Demnach waren Drohnentrümmer abgestürzt. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden.
Selenskyj: „Historische Vereinbarungen“ mit Golfstaaten
Mehrere Golfstaaten wollen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit der Ukraine zusammenarbeiten. Es gebe bereits „historische Vereinbarungen“ mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sagte Selenskyj nach einer Reise in den Nahen Osten und die Golfregion
in seiner abendlichen Videobotschaft.
Außerdem arbeite die Ukraine mit Jordanien und Kuwait zusammen. Es gebe weitere Anfragen aus Bahrain und Oman.
Die Ukraine exportiere ihr Verteidigungssystem, die Fähigkeiten ihrer Soldaten und ihr Wissen, sagte Selenskyj weiter. Von diesen Staaten erwarte sie eine entsprechende Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit. Es gebe bereits Vereinbarungen über Möglichkeiten zur Stärkung der Flugabwehr, über eine gemeinsame Entwicklung von Rüstungsproduktion und über Zusammenarbeit im Energiebereich.
Bereits am Freitag hatte Selenskyj eine Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien verkündet. Die Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion verteidigt, bietet seit dem Ausbruch des Iran-Krieges vor gut einem Monat den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Hilfe bei der Abwehr von iranischen Drohnen an.
Haftstrafe für Tanker-Kapitän von russischer Schattenflotte
Ein französisches Gericht hat den Kapitän des vorübergehend festgesetzten Öltankers „Boracay“, der der russischen Schattenflotte zugerechnet wird, in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt. Außerdem verurteilte das Gericht im westfranzösischen Nantes den chinesischen Kapitän zu einer Geldstrafe von 150.000 Euro, wie die Zeitung „Ouest France“ berichtete. Dem Kapitän war vorgeworfen worden, französische Anweisungen nicht befolgt zu haben, als französische Seestreitkräfte den Tanker Ende September vor der bretonischen Küste aufbrachten.
Der Tanker wird laut Staatsanwaltschaft der russischen Schattenflotte zugerechnet. Damit sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Im Januar und Ende März brachte Frankreich erneut Ölfrachter auf, die verdächtigt wurden, zur Schattenflotte zu gehören.
Wadephul: Durch Iran-Krieg darf Ukraine-Krieg nicht vergessen werden
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat der Ukraine anhaltende Unterstützung aller EU-Partner versichert. „Wir weichen keinen Schritt zurück. Wir stehen voll und ganz an der Seite der Ukraine“, sagt Wadephul nach einem Treffen mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski in Kreisau.
„Hier ist besonders offensichtlich, dass die entschiedene Unterstützung der Ukraine in ihrem Freiheitskampf nicht nur eine sicherheitspolitische Konsequenz ist. Sie ist gleichzeitig die zwingende Konsequenz aus unserer Geschichte“, fügt er hinzu. Die Ukraine habe angesichts der massiven russischen Angriffe den schwierigsten Winter seit Beginn der russischen Vollinvasion 2022 hinter sich.
„Hinzu kommt die Gefahr, dass die Eskalation im Nahen Osten den Fokus der internationalen Unterstützung von der Ukraine ablenkt und die Entwicklung auf den Energiemärkten Russlands in die Hände spielt.“ Deshalb müsse die Antwort der Europäer sehr klar sein.
Mutmaßlicher Russland-Spion in U-Haft
Ein in Hagen festgenommener mutmaßlicher Russland-Spion ist in Untersuchungshaft. Der Ukrainer soll laut Bundesanwaltschaft im Auftrag eines russischen Geheimdienstes Informationen über einen Mann aus Deutschland gesammelt haben, der sich nach Beginn des russischen Angriffskrieges für ukrainische Streitkräfte an Kampfhandlungen beteiligt hat.
Ukraine zu Waffenruhe über Ostern bereit
Die Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einer Waffenruhe über die Ostertage bereit. Dies könne eine vollständige Waffenruhe sein oder eine Feuerpause bei Angriffen auf Energieanlagen, sagte er ukrainischen Medien zufolge.
„Eine Waffenruhe für Ernährungssicherheit und Energie, also sowohl auf See als auch in der Luft. Vollständig – damit weder Raketen noch Drohnen fliegen. Keine Angriffe auf die Infrastruktur“, sagte er im Gespräch mit Journalisten. Die Ukraine habe dies vorgeschlagen, Russland solle einen Termin nennen. Noch besser wäre natürlich eine dauerhafte Waffenruhe.
Selenskyj spricht nach Drohnenvorfall mit Finnlands Staatschef
Nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland hat Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Telefonat mit seinem finnischen Kollegen Alexander Stubb geführt. „Natürlich haben wir den Drohnenvorfall erwähnt, der sich kürzlich auf dem Territorium Finnlands ereignet hat. Alex und ich sehen die Situation auf die gleiche Weise“, schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Kiew werde alle notwendigen Informationen bereitstellen.
Parallel dazu teilte das ukrainische Außenministerium mit, dass Kiew sich für den Vorfall entschuldigt habe. Die wahrscheinlichste Variante sei, dass die Drohnen durch elektronische Störsignale der russischen Flugabwehr vom ursprünglichen Kurs abgebracht worden seien.
Wir können mit Sicherheit sagen, dass auf keinen Fall ukrainische Drohnen in Richtung Finnland geflogen sind.
Außenamtssprecher Heorhij Tychyj
Am Sonntag abgestürzte Drohne mit Sprengkopf bestückt
Eine im Osten Finnlands am Sonntag abgestürzte ukrainische Drohne war nach Polizeiangaben mit einem Sprengkopf bestückt, der nicht detonierte. Die Drohne sei inzwischen kontrolliert gesprengt worden, teilt die Polizei mit. Sie war nach Behördenangaben in der Nähe der Stadt Kouvola niedergegangen.
Die Ukraine hat mehrfach russische Ölanlagen an der Ostsee angegriffen. Estland, Lettland und Litauen hatten unlängst ebenfalls über den Absturz von Drohnen berichtet, die aus der Ukraine stammten und vom Kurs abgekommen waren.
Selenskyj kontert Rheinmetall-Chef nach Aussagen zur ukrainischen Drohnenproduktion
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Montagmittag mit deutlicher Kritik auf Aussagen von Rheinmetall-Vorstandsvorsitzendem Armin Papperger reagiert. „Wenn jede ukrainische Hausfrau tatsächlich Drohnen herstellen kann, dann kann jede ukrainische Hausfrau auch Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall sein“, erklärte Selenskyj und fügte hinzu: „Ich gratuliere unserer Verteidigungsindustrie zu diesem hohen Niveau.“ Papperger hatte zuvor in einem Bericht des Magazins „The Atlantic“ die Drohnentechnologie als „Spielen mit Lego-Steinen“ bezeichnet und ukrainische Hersteller als „Hausfrauen“ beschrieben.
Die Aussagen lösten eine breite Reaktion und Unmut in der Ukraine aus. Der Berater des ukrainischen Präsidenten, Alexander Kamyshin, erklärte, ukrainische Drohnen hätten mehr als 11.000 russische Panzer zerstört und verwies auf über 200 besuchte Rüstungsfabriken in diesem Jahr. Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko hob vor allem die Rolle der Frauen bei der Verteidigung des Landes hervor. Online stellten sich Ukrainer und ihre Unterstützer unter dem Hashtag #MadeByHousewives hinter das Land.
Rheinmetall reagierte mit einer Stellungnahme und betonte „höchsten Respekt“ für die Anstrengungen der Ukraine sowie deren Effektivität trotz begrenzter Ressourcen. Die Äußerungen Pappergers waren bereits im Oktober des Vorjahres gefallen und wurden zuletzt bei der Präsentation der Jahresbilanz sowie auf Analystenkonferenzen wiederholt; erst durch die Veröffentlichung in „The Atlantic“ entstand eine breitere öffentliche Reaktion.
Selenskyj: Signale von Verbündeten für weniger Angriffe auf Ölsektor
Die Ukraine erhält von nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj von einigen Verbündeten Signale, die weitreichenden Angriffe auf den russischen Ölsektor zurückzufahren. In einem WhatsApp-Chat mit Journalisten fügt er hinzu, falls Russland das ukrainische Energiesystem nicht mehr attackiere, sei die Ukraine sei im Gegenzug bereit, ihre Angriffe einzustellen.
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