Kein Job, Behörden-Marathon: Trotz IQ von 128! Amt lässt schlauen Patrick hängen

Kein Job, Behörden-Marathon: Trotz IQ von 128! Amt lässt schlauen Patrick hängen

Kein Job, Behörden-Marathon: Trotz IQ von 128! Amt lässt schlauen Patrick hängen

Patrick Fessler (30) bekommt viel Post von Behörden, die sich gegenseitig widersprechen

Patrick Fessler (30) bekommt viel Post von Behörden, die sich gegenseitig widersprechen

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Stuttgart – Patrick Fessler (30) aus Aalen (Baden-Württemberg) kämpft seit Jahren gegen einen Gegner, den man nicht sieht: Narkolepsie. Immer wieder schläft er plötzlich ein. Ein normaler Job mit festen Arbeitszeiten? Für ihn kaum machbar. Doch statt Hilfe erlebt er nach eigenen Angaben vor allem eins – einen Behörden-Marathon ohne Ziel.

Dabei ist Fessler hochbegabt. Ein Test bescheinigt ihm einen IQ von 128. Trotzdem musste er die Ausbildungen zum Holzmechaniker und Fachinformatiker abbrechen. Nach dem Realschulabschluss durfte er kein Abitur machen. Vom Sozialamt bekam er die klare Ansage: Er müsse dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

„Nicht dauerhaft erwerbsunfähig“

Bereits 2023 berichteten mehrere Medien über Fessler, doch inzwischen ist der Fall ins Absurde abgedriftet – wie BILD vorliegende Dokumente belegen. Als Bürgergeld-Empfänger fällt Fessler dem Steuerzahler zur Last – was er unbedingt ändern will. Der Schwabe zu BILD: „Ich bin seit 15 Jahren in einem Verwaltungsakt gefangen, aus dem es offenbar kein Entrinnen gibt.“

Selbst sieben Wecker helfen nicht, den schlafkranken Patrick morgens wachzukriegen

Selbst sieben Wecker helfen nicht, den schlafkranken Patrick morgens wachzubekommen

Die amtlichen Schreiben zeigen: Auf der Suche nach einer passenden Ausbildung wurde Fessler vom Sozialamt an die Agentur für Arbeit verwiesen. Dort schickte man ihn zum Jobcenter, von dort zur Rentenversicherung. Das Jobcenter hielt ihn für erwerbsunfähig, die Rentenkasse behauptete das Gegenteil („nicht dauerhaft erwerbsunfähig“). Jetzt ist Fessler wieder beim Sozialamt gelandet, das ihn erneut ans Arbeitsamt verwies.

Patrick Fessler möchte Abitur machen

Im Gegensatz zu den Behörden hat Patrick einen Plan: Er möchte das Abi nachmachen, Informatik studieren, arbeiten und Steuerzahler werden. Ein Abendgymnasium nimmt ihn aber nicht auf, dazu müsste er einen Job haben. Daher versucht Fessler, sich selbstständig weiterzubilden. Von seinem Bürgergeld spart er nach eigener Aussage jeden Monat 150 Euro, belegte damit Online-Kurse an Universitäten.

Das Jobcenter hält den schlauen Patrick für erwerbsunfähig

Das Jobcenter hält den schlauen Patrick für erwerbsunfähig

„Wenn ich meine Arbeitszeit frei einteilen dürfte, wäre ich voll leistungsfähig“, sagt Fessler. „Ich könnte im Homeoffice arbeiten, aber auch tagsüber oder nachts in einem Büro.“ Die Behörde soll ihm nun einen Weg aufzeigen, wie er am Arbeitsleben teilhaben kann, fordert der 30-Jährige. Denn darauf hat er laut Sozialgesetzbuch einen Anspruch.

Ausbildung abgelehnt?

Warum widersprechen sich die Ämter? Eine Sprecherin des Landratsamts Ostalbkreis zu BILD: „Die beantragten Leistungen betreffen unterschiedliche Rechtskreise mit jeweils eigenen gesetzlichen Grundlagen, Zielsetzungen und Prüfkriterien.“ Man habe dem Kunden angeboten, sich online zum Fachinformatiker ausbilden zu lassen. Das habe er aber abgelehnt. Danach habe Fessler zwar einen Kurs „Software Engineering“ erfolgreich absolviert, weitere Initiative jedoch vermissen lassen. Fessler dementiert.

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