Irak–Krieg: Stillstand auf Iraks Ölfeldern
Ein Arbeiter bei Öltonnen nahe Basra: Die Blockade der Straße von Hormus trifft den Irak ins Mark – ein Land, das seinen Wohlstand fast vollständig dem Öl verdankt (Archivbild) Foto: dpa
New York. Auf den irakischen Ölfeldern ist es still geworden. Nur wenige Arbeiter sind im Einsatz. Auch in den Häfen am Persischen Golf, sonst geschäftiger Umschlagplatz für das Öl aus der südlichen Provinz Basra, herrscht ungewohnte Ruhe. Über den Himmel am Golf zischen immer wieder Raketen, mit denen das Nachbarland Iran US-Stützpunkte und andere strategische Ziele in der Region ins Visier nimmt.
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat der irakischen Wirtschaft einen herben Schlag versetzt. Vor allem die Blockade der Straße von Hormus, dem Nadelöhr für den Erdölexport aus dem Persischen Golf, macht dem Irak schwer zu schaffen. Denn das Land deckt rund 90 Prozent seines Haushalts aus den Öleinnahmen, und der größte Teil des Exports läuft über die Straße von Hormus.
Leere Kassen Mitte Mai?
Zugleich kommen weniger Importgüter in den irakischen Häfen an. Derzeit ist es nur etwa die Hälfte dessen, was vor dem Krieg eingeführt wurde. Und im Gegensatz zu anderen Ländern in der Region ist der Irak zudem Angriffen von beiden Seiten ausgesetzt: Auf seinem Staatsgebiet befinden sich US-Einrichtungen, aber auch proiranische Milizen sind im Irak aktiv. Bis Mitte Mai reichen nach Ansicht von Fachleuten die Rücklagen in der irakischen Staatskasse, um ausbleibende Ölverkäufe abzufedern. Danach aber werde die Regierung auf Kredite angewiesen sein.
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