Machtkampf bei den Liberalen: Exklusiv! Kubicki will FDP-Chef werden

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Paukenschlag bei den Liberalen: Wolfgang Kubicki (74) will Ende Mai für den Bundesvorsitz der FDP kandidieren. Damit fordert der langjährige Vizechef der Liberalen und ehemalige Vizepräsident des Bundestages den amtierenden Vorsitzenden Christian Dürr (48) und NRW-Landeschef Henning Höne (39) heraus, die ebenfalls antreten.

Kubicki, Urgestein aus Schleswig-Holstein und profiliertester Kritiker des aktuellen Kurses, macht gegenüber BILD klar: „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen. Deutschland wartet nicht auf eine FDP, die sich in akademischen Diskussionen verzettelt, sondern auf eine, die dieses Land groß gemacht hat: klar im politischen Inhalt und ebenso klar in der Sprache. Für die Freiheit.“

Kubickis Ziel: FDP „wieder erfolgreich zu machen“

Kubicki setzt auf eine Mobilisierung der Basis und sieht sich als Garant dafür, dass die FDP wieder als eigenständige Kraft wahrgenommen wird, die für wirtschaftliche Vernunft und individuelle Freiheit steht. Zu BILD sagt er: „Deshalb werde ich den Delegierten meiner Partei im Mai ein Angebot machen, bei dem sie sicher sein können: Ich werde alles tun, die Partei wieder erfolgreich zu machen.“

Als Partner für den Neuanfang hat sich Kubicki Martin Hagen (44), Ex-Fraktionschef in Bayern, ausgesucht. Er soll neuer Generalsekretär werden. Hagen gilt als rhetorisch versiert, flog 2023 in Bayern mit den Liberalen aber aus dem Landtag.

Unterstützt Kubicki: der bayerische FDP-Politiker Martin Hagen (44)

Unterstützt Kubicki: der bayerische FDP-Politiker Martin Hagen (44)

Der FDP-Bundesvorstand war Ende März 2026 geschlossen zurückgetreten. Auslöser: die verheerenden Wahlniederlagen in Baden-Württemberg (raus aus dem Parlament) und Rheinland-Pfalz (raus aus Regierung und Parlament). Bereits bei der Bundestagswahl im Februar 2025 war die FDP an der 5-Prozent-Hürde gescheitert, der langjährige Vorsitzende Christian Lindner hatte sich daraufhin aus der Politik zurückgezogen.

Entschieden wird die Machtfrage auf dem Bundesparteitag Ende Mai. Rückendeckung bekommt Kubicki von einem alten CDU-Weggefährten: Peter Harry Carstensen (79), von 2005 bis 2012 Regierungschef in Schleswig-Holstein. Kubicki sei für ihn „derzeit das Gesicht der FDP, einer, den die Leute sehen und sofort wissen, wofür er steht“.

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