Tesla-Files: Whistleblower gewinnt vor dem Obersten Gerichtshof Norwegens gegen Tesla

Tesla-Files: Whistleblower gewinnt vor dem Obersten Gerichtshof Norwegens gegen Tesla

Oslo. Das norwegische Höchstgericht hat eine Beschwerde des US-Autobauers Tesla gegen den ehemaligen Mitarbeiter und Whistleblower Lukasz Krupski zurückgewiesen. Der Beschluss des Beschwerdeausschusses vom 27. März 2026 ist die erste Entscheidung des obersten norwegischen Gerichts in dem seit Jahren andauernden Rechtsstreit. Für Tesla ist es die fünfte juristische Niederlage in der Sache.

Krupski hatte als einfacher Servicetechniker nach eigenen Angaben Zugriff auf hochvertrauliche Unternehmensdaten. Dazu gehörten Tausende Kundenbeschwerden zum Autopiloten sowie ungeschützte Sozialversicherungsnummern von Mitarbeitern. Er wollte zunächst intern und bei Behörden auf die Missstände aufmerksam machen.

Ab November 2022 wandte er sich auch an das Handelsblatt und übergab mehr als 100 Gigabyte interner Daten. Die Redaktion veröffentlichte ihre Recherchen ab Mai 2023 unter dem Titel „Tesla-Files“. Tesla bezeichnete Krupski daraufhin als Datendieb und erstattete Anzeige.

Das Buch der Handelsblatt-Redakteure Sönke Iwersen und Michael Verfürden: Die Tesla-Files – Enthüllungen aus dem Reich von Elon Musk, C.H. Beck, 246 Seiten, ISBN: 978-3-406-83015-0, 26 Euro Foto: C.H.Beck

Brisante Daten waren ungeschützt

Im Kern ging es um die Frage, ob Tesla Zugriff auf elektronische Datenträger erhalten darf. Diese hatte die norwegische Polizei im Juni 2023 bei einer Durchsuchung von Krupskis Wohnung sichergestellt. Es handelt sich um mehr als 23.000 Dateien mit sensiblen Informationen zu Mitarbeitern und internen Projekten.

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