Iran könnte nächste Meerenge blockieren: Die Mullahs spielen mit uns Mühle
Top-Experte: Dann „wird die Weltwirtschaft nahezu lahmgelegt“
Das Satellitenbild zeigt die Meerenge „Bab al-Mandab“ zwischen Dschibuti und dem Jemen. Sie liegt am Ausgang des Roten Meeres und damit genau gegenüber des Suezkanals
Berlin – Greifen jetzt auch noch die Huthi-Terroristen in den Krieg in Nahost ein? Während der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter eskaliert, drohen die Islamisten im Jemen damit, ein neues Schlachtfeld zu eröffnen. Ihr Druckmittel: die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab (arabisch für „Tor der Tränen“) vor der Küste des Jemen!
Ein Huthi-Sprecher kündigte an, dass sie „schrittweise“ in den Krieg eingreifen würden. Man werde „auf weitere Entwicklungen je nach Eskalation oder Deeskalation des Feindes reagieren“. Zuvor hatte die vom Iran unterstützte Miliz einen weiteren Raketenangriff auf Israel für sich reklamiert.
Der Iran hat bereits die Straße von Hormus als wichtige Lieferpassage für Öl und Gas de facto blockiert, insbesondere für Verbündete der USA und Israels. Die Huthi könnten nun auch in der Meerenge Bab al-Mandab zwischen dem Jemen und Dschibuti angreifen. Experten trauen den Terroristen zu, so einen globalen Wirtschaftsschock auszulösen.
Anhänger der Huthi-Miliz in Sanaa, der Hauptstadt des Jemen
Klemens Fischer (61, Uni Köln), Professor für Geopolitik, warnt in BILD: „Gelingt es dem Iran, auch diese Meerenge zu schließen, wird die Weltwirtschaft nahezu lahmgelegt.“ Denn das „Tor der Tränen“ ist als Nadelöhr zum Suezkanal für die Weltwirtschaft ebenfalls von immenser Bedeutung: Rund zwölf Prozent des Welthandels werden über die Meerenge geleitet, darunter Öl, Erdgas, Getreide sowie Güter von Spielzeug bis Elektronik.
Prof. Fischer erklärt die Lage mit einem Vergleich zu einem bekannten Brettspiel: Der Iran verfüge mit der Macht über die blockierte Straße von Hormus und die Meerenge Bab al-Mandab „gleichsam über eine Doppelmühle, wie sie aus dem Brettspiel bekannt ist“. Soll heißen: Der Iran könnte dann „eine Straße (= Mühle)“ öffnen und „gleichzeitig die andere schließen – und umgekehrt“.
So habe der Iran „eine altmodische Waffe“ entdeckt, die noch Schlimmeres bewirken könne: „Gelingt die Sperre der Straße von Bab al-Mandab, ist der regionale Golfkonflikt zu einem Flächenbrand geworden“, fürchtet Fischer, der sich „von Asien über die arabische Halbinsel bis Nordafrika erstreckt und durch die Nähe zum Mittelmeer auch Europa erreicht hat“.
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