„Bittere Standpauke“: Trump-Regierung soll dem Papst gedroht haben
Das gab es noch nie: Pentagon bestellte Vatikan-Botschafter ein
Papst Leo XIV. (70) hat Donald Trump (79) mehrfach für dessen Militäreinsätze kritisiert
Washington – Trump und die Kirche: Das ist eine Geschichte mit Höhen und Tiefen – manchmal auch Untiefen. Unglaublich, was Vatikan-Vertreter laut einem Bericht im US-Verteidigungsministerium erlebt haben sollen. Laut Portal „The Free Press“ wurde im Januar der damalige Botschafter des Kirchenstaats in Washington, Christophe Pierre (80), ins Pentagon einbestellt. Dort habe er sich eine „bittere Standpauke“ anhören müssen. Grund: Papst Leo XIV. hatte zuvor den US-Angriff in Venezuela kritisiert. Krieg sei wieder in Mode, hatte Leo mit Bedauern erklärt – und dass Diplomatie besser sei als militärische Gewalt.
Nie zuvor war bisher ein Vatikan-Diplomat ins Verteidigungsministerium einbestellt worden! Offenbar war die Verärgerung im Haus von Pete Hegseth (45) aber derart groß, dass Pierre von dessen Unterstaatssekretär hinter verschlossenen Türen zurechtgewiesen wurde. Die Vereinigten Staaten verfügten über „die militärische Macht, weltweit zu tun, was immer sie wollen“, soll Elbridge Colby (46) zu dem Botschafter gesagt haben. UND: Die katholische Kirche tue gut daran, sich auf deren Seite zu stellen.
Drohung mit militärischer Gewalt?
Wie das Portal „The Free Press“ weiter berichtet, beschrieben Anwesende die Atmosphäre als sehr angespannt – insbesondere als ein US-Vertreter das Papsttum von Avignon im 14. Jahrhundert angesprochen habe. Es bezeichnet den Zeitraum von sieben Jahrzehnten, als Frankreichs Krone seine Macht nutzte, um katholische Kirchenoberhäupter auf Linie zu bringen. Eine Andeutung, die als indirekte Drohung interpretiert wurde, Trump könne Ähnliches mit dem US-Papst tun.
Unterstaatssekretär Elbridge Colby (46) soll den Vatikan-Botschafter zurechtgewiesen haben
Der Journalist Christopher Hale schrieb auf seiner Webseite „Letters From Leo“, einige Vatikanbeamte seien darüber derart alarmiert gewesen, dass sie Pläne für einen Besuch von Papst Leo XIV. in den Vereinigten Staaten dieses Jahr auf Eis gelegt hätten. Im Vatikan habe die Aussage über das avignonesische Papsttum sogar zu Sorgen vor militärischer Gewalt gegen den Heiligen Stuhl geführt, heißt es.
Pentagon: „Übertrieben und verzerrt“
Eine Anfrage dazu ließ der Vatikan dem Bericht zufolge unbeantwortet. Ein Pentagon-Sprecher bestätigte das Treffen zwar, nannte die Darstellung durch „The Free Press“ aber „völlig übertrieben und verzerrt“. Das Gespräch sei vielmehr „respektvoll und sachlich“ gewesen.
Dass sich Papst Leo XIV. und Trump wieder annähern könnten, ist aber eher unwahrscheinlich. Zuletzt hatte Leo die Aussage des US-Präsidenten, wonach im Iran „eine ganze Zivilisation“ sterben werde, scharf kritisiert. Die Androhung sei nicht nur ein Verstoß gegen das Völkerrecht, sondern zeige auch Hass und den Willen zur Zerstörung. Dem sollten die Menschen den Einsatz für Frieden entgegensetzen.
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