Energiewende: DIHK fordert Kurswechsel im Klimaschutz

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Energiewende: DIHK fordert Kurswechsel im Klimaschutz

Die Spitzenorganisation der deutschen Wirtschaft hält die Ziele im Emissionshandel für unrealistisch. Zudem sollen internationale Klimaschutzprojekte genutzt werden können. Klimaschützer sind skeptisch.Klaus Stratmann 14.04.2026 – 06:57 Uhr
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Industrieanlagen: Emissionshandel als wichtigstes Instrument der EU zur Reduktion von CO₂-Emissionen. Foto: dpa

Berlin. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) spricht sich für grundlegende Änderungen im Emissionshandel aus. Zu ambitionierte Ziele führten dazu, dass die Teilnehmenden von vornherein mit politischen Eingriffen in den Markt rechneten, heißt es in einem dem Handelsblatt vorliegenden Positionspapier, das die DIHK am Dienstag vorstellen wird. Das schwäche das Vertrauen in das System. Es sei erforderlich, „realistische Pfade“ zu verfolgen.

Zusätzlich fordert die DIHK, internationale Klimaschutzprojekte zu nutzen. Sie könnten „ein Hebel sein, um Emissionen global mit hoher ökologischer Wirkung, aber auch ökonomisch effizient zu senken“, heißt es in dem Papier.

Unternehmen sollten aus solchen Projekten Zertifikate oder Gutschriften erhalten, die sie für die eigene Transformation anrechnen können. Deutschland und die EU sollten sich für einheitliche Standards und Nachweissysteme einsetzen.

Die DIHK spricht damit zwei Punkte an, die in den kommenden Wochen in der Debatte um die Ausgestaltung des Emissionshandels eine Rolle spielen dürften. Seit Monaten kritisieren insbesondere Unternehmen aus einigen energieintensiven Branchen, der Emissionshandel stelle eine unverhältnismäßige Kostenbelastung dar und gefährde die Position europäischer Unternehmen im internationalen Wettbewerb.

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