Sicherheitspolitik: USA denken offenbar über Spanien-Ausschluss aus Nato nach
Konflikt im Iran-Krieg: US-Präsident Donald Trump (links) ist enttäuscht vom spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez. Foto: AFP
Washington. Die US-Regierung prüft einem Insider zufolge Strafmaßnahmen gegen Nato-Partner, die den Krieg gegen den Iran nach Ansicht Washingtons nicht ausreichend unterstützen. In einer internen E-Mail des US-Verteidigungsministeriums würden Optionen skizziert, die unter anderem einen Ausschluss Spaniens aus dem Bündnis beschreiben, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
Zudem sei von einer Überprüfung der US-Haltung zum britischen Anspruch auf die Falklandinseln die Rede. Das Schreiben drücke den Frust darüber aus, dass einige Partner den USA Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte verweigerten. Diese seien jedoch „die absolute Basis für die Nato“, heiße es in der Mail.
Die skizzierten Maßnahmen zielten unter anderem darauf ab, „schwierige“ Länder von wichtigen oder prestigeträchtigen Positionen innerhalb der Nato auszuschließen.
Von einem Austritt der USA aus der Nato sei aber nicht die Rede, sagte der Insider. Das hatte US-Präsident Donald Trump mehrmals angedroht. Auch die Schließung von Stützpunkten in Europa werde darin nicht gefordert. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte: „Wie Präsident Trump gesagt hat, waren unsere Nato-Verbündeten trotz allem, was die USA für sie getan haben, nicht für uns da.“



