Ergebnis einer Umfrage: Deutsche finden Kürzungen bei Florian Silbereisens Shows gut

Ergebnis einer Umfrage: Deutsche finden Kürzungen bei Florian Silbereisens Shows gut
Ergebnis einer Umfrage

Deutsche finden Kürzungen bei Silbereisen-Shows gut

privat

Ina Milert

von Ina Milert

22.04.2026, 19:11 Uhr

22. April 2026 um 19:11 Uhr

Während die ARD sparen muss, stellt eine neue Umfrage die Zukunft seiner beliebten Shows infrage. Die Mehrheit spricht sich deutlich für Streichungen im Schlagerprogramm aus.

Die ARD steht vor harten Einschnitten: Steigende Kosten und unsichere Beitragseinnahmen zwingen die Sender, ihr Programm auf den Prüfstand zu stellen. Auch die beliebten Schlagershows mit Florian Silbereisen (44) geraten dabei zunehmend in den Fokus – und auch in der Bevölkerung wächst die Bereitschaft für Kürzungen.

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von „t-online“ kommt zu eindeutigen Ergebnissen: 80 Prozent der Befragten befürworten es, wenn die ARD ihre Schlagershows mit Florian Silbereisen im Zuge von Sparmaßnahmen kürzt.

Nur 8 Prozent lehnen solche Einschnitte ab, 12 Prozent sind unentschieden. Grundlage der Befragung war die konkrete Frage, ob es positiv oder negativ bewertet würde, wenn die ARD die Silbereisen-Formate zur Erreichung ihrer Sparziele reduzieren würde. 

Unterschiede zwischen Altersklassen oder Bevölkerungssegmenten fallen laut Umfrage gering aus. Die höchste Zustimmung findet sich bei den 30- bis 49-Jährigen, die niedrigste bei den über 60-Jährigen – insgesamt bleibt das Meinungsbild jedoch stabil.

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2026 läuft die letzte Saison: Stefan Mross muss sich von seiner Show „Immer wieder sonntags“ verabschieden IMAGO / HOFER

MDR unter massivem Spardruck

Schon länger steht der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), der federführend für zahlreiche Silbereisen-Produktionen verantwortlich ist, unter Druck. Intendant Ludwig sprach in diesem Zusammenhang gegenüber dem „RND“ davon, dass man „längst ans Eingemachte“ gehe. „Früher hatten wir noch eigene Sendungen mit ihm in unserem Dritten Programm, inzwischen nicht mehr. Neben Einschnitten im Programm seien auch strukturelle Veränderungen unvermeidbar.“

Ludwig verweist auf ein bereits umfangreiches Sparprogramm, das den Sender stark unter Druck setzt. „Wir haben vor einiger Zeit bereits ein Strategie- und Sparprogramm von 160 Millionen Euro bis Ende 2028 aufgelegt, also 40 Millionen Euro pro Jahr“, so Ludwig. Diese Einschnitte beträfen sämtliche Bereiche des MDR.

Ursprünglich sei man dabei noch von anderen finanziellen Rahmenbedingungen ausgegangen. Der Sender habe fest damit gerechnet, dass der Rundfunkbeitrag wie empfohlen auf 18,94 Euro steigt. „Das wurde so leider nicht umgesetzt“, sagt Ludwig. Aufgrund der ausstehenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das von ARD und ZDF angerufen wurde, herrsche weiterhin Unsicherheit über die künftige Finanzierung.

Zukunft der Silbereisen-Shows sicher

Sollte nun ab 2027 lediglich eine Erhöhung auf 18,64 Euro greifen, müsste der MDR laut Intendant zusätzlich rund 30 Millionen Euro einsparen – zusätzlich zu den bereits eingeplanten 160 Millionen Euro bis 2028. Komme es gar zu keiner Erhöhung des Rundfunkbeitrags, steige der zusätzliche Sparbedarf sogar auf rund 60 Millionen Euro. Insgesamt stünden dem Sender dann Einsparungen von bis zu 220 Millionen Euro bevor.

Der MDR-Rundfunkrat hat im Januar 2026 den Vertrag mit Florian Silbereisen verlängert. Damit steht fest, dass der Entertainer mindestens bis 2028 weiterhin im Hauptprogramm von ARD und MDR präsent sein wird.

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