Ulrich Tukur: Vom eigenen Auto überrollt! Seine Ehefrau kämpfte ums Überleben

Ulrich Tukur: Vom eigenen Auto überrollt! Seine Ehefrau kämpfte ums Überleben

Horror-Unfall im Süden Italiens: Ulrich Tukurs Frau von Auto überrollt

„Alles war zerschmettert, ich habe gedacht, sie stirbt“, sagt der Schauspieler zu BILD

Ulrich Tukur (68) und Katharina John (55) sind seit 1991 ein Paar, die Hochzeit war 2003

Ulrich Tukur (68) und Katharina John (55) im Oktober 2017 bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Main. Seit 1991 sind sie ein Paar, die Hochzeit war 2003

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Golf von Policastro (Italien) – „Alles war zerschmettert, ich habe gedacht, sie stirbt.“ Ulrich Tukur (68) spricht diesen Satz zu BILD leise. Fast tonlos. Und doch liegt in diesen wenigen Worten der ganze Abgrund eines Moments, der sein Leben für immer verändert hat. Seine Frau Katharina John (55) wurde vom eigenen Auto überrollt. Auf dem Grundstück ihres Hauses in einem italienischen Bergdorf. Das erfuhr BILD exklusiv aus dem Umfeld des Paares. Im Gespräch bestätigt der Schauspieler („Tatort“), Autor und Musiker BILD die Tragödie.

Die idyllische Wahlheimat des Paares liegt im Süden Italiens. Das Dorf aus dem 11. Jahrhundert thront auf etwa 428 Meter Höhe und bietet einen atemberaubenden Ausblick auf den Golf von Policastro. Ein Ort, der einen Besuch wert ist. Reizvoll durch seine typischen, blumengeschmückten Gassen, geschichtlich ein interessantes Ausflugsziel. Die Menschen hier leben ruhig und gemütlich. Nur selten verirren sich Touristen hierher. Hier oben, zwischen Weinreben, Olivenbäumen, Orangen und Zitronen, hat sich das Künstlerpaar ein neues Leben aufgebaut. Ein kleines rotes Häuschen auf einem Hügel. Weite. Sonne. Stille. Verfallene Häuser ringsum, die für 200.000 Euro zu haben sind und einen freien Ausblick über das Wasser bieten. Ein Paradies.

Bescheiden, abgeschieden, idyllisch: In diesem Bergdorf in Süditalien lebtUlrich Tukur mit seiner Frau

Bescheiden, abgeschieden, idyllisch: In diesem Bergdorf in Süditalien lebt Ulrich Tukur mit seiner Frau

„Sie landete unter dem Wagen“

Tukur ist in Italien Winzer und Olivenbauer. Einer, der anpackt. Der es liebt, Erde unter den Fingernägeln zu haben. Ein öffentlicher Mann und TV-Star, der sich in dieser Stille neu erfunden hat. Und doch holte Tukur und seine Frau das harte Leben Ende 2025 ein. Mit voller Wucht. „Es war kurz vor Silvester“, erzählt Tukur BILD. „Ich war nicht zu Hause. Meine Frau ist mit dem Auto losgefahren. Am Tor stieg sie aus, um es zu öffnen. Sie hatte die Handbremse nicht richtig angezogen. Das Auto hat sich in Bewegung gesetzt. Sie ist hineingesprungen und hat versucht, die Bremse anzuziehen. Sie wurde mitgeschleift und landete unter dem Wagen.“

Einfahrt zu Tukurs Grundstück

Einfahrt zu Tukurs Grundstück in Süditalien

Ein Nachbar fand die Frau von Ulrich Tukur

Ein Moment. Ein Geräusch. Dann Stille. Ein Nachbar fand Katharina John etwa zwei Stunden später. Schwer verletzt. In Lebensgefahr. Der Mann versorgte sie, so gut er konnte. Sie kam ins nächste Krankenhaus. „Alles war zerschmettert. Ich habe gedacht, sie stirbt“, berichtet Ulrich Tukur. Und: „In der Klinik war die Versorgung nicht so gut.“ Es begann ein banges Ringen. Mit Ärzten, den Behörden, mit der Zeit. Schließlich organisierte Tukur den Transport nach Deutschland. „Meine Frau wurde mit dem Hubschrauber nach Berlin geflogen.“ BILD weiß: Katharina John kam in die Charité. Dorthin, wo die medizinische Versorgung besser ist als in einer kleinen italienischen Klinik. Wo Hoffnung greifbarer scheint.

In dieses italienische Krankenhauswurde Katharina John nachdem Unfall eingeliefert

In dieses italienische Krankenhaus wurde Katharina John nach dem Unfall eingeliefert

Mindestens noch zwei Jahre Reha

Als BILD fragt, wie es seiner Frau inzwischen geht, ringt er um Fassung. „Sie ist auf dem Weg der Mobilisierung. Es ist noch ein langer Weg.“ Aus dem Umfeld des Paares heißt es, Katharina John habe sehr viel Metall im Körper und mindestens noch zwei Jahre Reha vor sich. Ein Leben zwischen Klinik, Therapie und Geduld. Unterstützt auch durch die Liebe ihres Mannes. Tukur und John sind seit 1991 ein Paar, die Hochzeit war 2003. Als BILD Ulrich Tukur in Italien besucht, steht er in einem abgewetzten Arbeitsanzug im Garten. Die Kleidung wirkt wie ein abgelegtes Kostüm aus der Requisite. Ein Dreitagebart bedeckt sein Gesicht. In der Hand hält er eine kleine Lesebrille. Wenn Besucher kommen, braucht es keine Klingel. Sein Wachhund schlägt Alarm.

Man spürt, wie sehr ihn dieser Unfall erschüttert hat. Wie dünn das Eis plötzlich ist, auf dem alles steht. Eben noch Alltag in einem Dorf, in dem die Zeit langsamer zu gehen scheint. Dann Ausnahmezustand. „Ich bin keine so interessante Person“, sagt er zu BILD. Ein Satz, der viel über ihn verrät. Über einen Mann, der sein Leben lang in Rollen geschlüpft ist und der nun im echten Leben eine Rolle spielt, die härter ist als jedes Drehbuch: die des Hoffenden. Er musste erfahren, dass selbst im ruhigsten, schönsten Bergdorf ein einziger Augenblick genügt, um das ganze Leben zu verändern.

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