Historische Aufholjagd möglich

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Der 1. FC Heidenheim lässt sich nicht unterkriegen. Nachdem der Klub von der Ostalb nach 30 Spieltagen bereits abgeschrieben war, hat sich die Mannschaft von Frank Schmidt mit dem 3:1 beim 1. FC Köln ein Endspiel am kommenden Samstag zuhause gegen Mainz 05 erarbeitet. „Ich habe es gesagt: Wenn uns das gelingt, hier beim 1. FC Köln zu gewinnen, dann haben wir richtig Bock aufs Saisonfinale. Wir haben die Chance dazu, das nächste Jahr in der Bundesliga zu spielen“, sagte der Trainer. Es wäre eine historische Aufholjagd.
Mit 19 Punkten nach 30 Spieltagen empfing Heidenheim am 31. Spieltag den Abstiegskonkurrenten FC St. Pauli, der Rückstand auf die Kiezkicker betrug zu diesem Zeitpunkt sieben Zähler. Bei einer Niederlage wäre der Bundesliga-Abstieg nach drei Jahren besiegelt. „Es war eine nahezu aussichtslose Situation, in der ich dann auch gesagt habe, es fällt verdammt schwer, daran zu glauben, nach so vielen Spielen ohne Sieg, dass wir am Ende dann doch noch schaffen, in der Liga zu bleiben“, erklärte Schmidt. In der Bundesliga-Historie hatten 18-mal Teams nach 30 Spielen 19 Punkte oder weniger auf dem Konto – allesamt stiegen sie ab.
St. Pauli wurde mit 2:0 besiegt, danach folgte ein spektakuläres 3:3 beim Deutschen Meister FC Bayern, wo Heidenheim in letzter Sekunde der Sieg aus der Hand gerissen wurde. Nach dem 3:1 am Wochenende gegen den 1. FC Köln hat der FCH St. Pauli nun überholt. Heidenheim ist in den vergangenen drei Wochen das formstärkste Bundesliga-Team. Am letzten Spieltag kommt es zum Abstiegs-Showdown am Millerntor zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg – wie die Heidenheimer haben beide 26 Zähler. Auf dem Relegationsrang liegen aktuell die Niedersachen. Heidenheim muss gegen Mainz gewinnen, um diesen zu erobern. Endet die Partie unentschieden oder siegt St. Pauli mit dem gleichen Abstand wie Heidenheim, geht es erneut in die Relegation.
Viele Experten wie Lothar Matthäus attestierten den Heidenheimer nur eine geringe Chance für den Klassenerhalt. „Lothar Matthäus hat gestern gesagt: Wolfsburg 60 Prozent, Pauli 30 Prozent, wir 10 Prozent Chance. Ich würde dem Lothar nie widersprechen, aber 10 Prozent sind 1000 Prozent mehr als noch vor ein paar Wochen. Wir glauben dran“, freute sich Schmidt.
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