Greentech-Serie: Fahren Handelsschiffe künftig mit Atomantrieb?
Visualisierung eines atomgetriebenen Superfrachters: Kommt der nukleare Antrieb nun auch in der kommerziellen Seefahrt? Foto: HD Hyundai
Düsseldorf. Jahrzehntelang galten sie als exotische Fußnote der Technikgeschichte: nuklearbetriebene Handelsschiffe. Die in den 60er-Jahren vom Stapel gelaufene US‑amerikanische „Savannah“, der deutsche Erzfrachter „Otto Hahn“ und die japanische „Mutsu“ sollten beweisen, dass Atomantriebe im Handelsverkehr technisch beherrschbar sind. Das gelang. Doch wirtschaftlich waren die Projekte ein Desaster, sie waren viel zu teuer.
Öffentlicher Druck zur Reduzierung des CO₂‑Ausstoßes, schwankende Energiepreise und neue Generationen kompakter Reaktoren führen dazu, dass Experten die einst verworfene Option plötzlich wieder diskutieren.
Vergangenen Donnerstag rief die US-Regierung eine formelle Initiative ins Leben, um kleine modulare Reaktoren (SMRs) für die Handelsschifffahrt zu entwickeln. Präsident Donald Trump wies die Maritime Administration (MARAD) an, bei der Industrie und Forschern Erkundigungen einzuziehen, wie der Nuklearantrieb in großem Maßstab in den amerikanischen Flotten eingesetzt werden könnte.



