+++ USA +++: „Trumpf für Verhandlungen“ – Trump sieht Entscheidung über weitere Waffenverkäufe an Taiwan als Druckmittel

+++ USA +++: „Trumpf für Verhandlungen“ – Trump sieht Entscheidung über weitere Waffenverkäufe an Taiwan als Druckmittel

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USA: China stuft Handelsvereinbarungen mit Trump als vorläufig ein

Live-Blog Taiwan: US-Waffenverkäufe sind Eckpfeiler für Frieden +++ CEOs von Citigroup und Goldman beraten in Peking mit Regierungsvertretern +++ Der Newsblog.
16.05.2026 – 17:00 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Chinesisches Handelsministerium in Peking: Gremien sollen über Zollsenkungen verhandeln. Foto: Johannes Neudecker/dpa

China stuft Handelsvereinbarungen mit Trump als vorläufig ein

Im Agrarbereich wollen beide Länder der Mitteilung zufolge an der Beseitigung von nichttarifären Handelshemmnissen und Problemen beim Marktzugang arbeiten. Zudem bestätigte das Ministerium grundsätzliche Absprachen über den Kauf von US-Flugzeugen durch China sowie US-Zusicherungen für die Lieferung von Triebwerken und Ersatzteilen. 

Trump hatte erklärt, China habe dem Kauf von 200 Flugzeugen des US-Konzerns Boeing zugestimmt. Analysten hatten in diesem Zusammenhang jedoch das Fehlen eines konkreten Zeitplans kritisiert. Die Gespräche über die Einzelheiten würden fortgesetzt, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Die Vereinbarungen sollten so bald wie möglich zum Abschluss gebracht werden.

Taiwan: US-Waffenverkäufe sind Eckpfeiler für Frieden in der Region

Nach zögerlichen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump hat Taiwan die Bedeutung amerikanischer Rüstungslieferungen für die Sicherheit in der Region unterstrichen. „Waffenverkäufe der USA an Taiwan waren schon immer ein Eckpfeiler des Friedens und der Stabilität in der Region und sind im US-Recht verankert“, sagte der stellvertretende taiwanische Außenminister Chen Ming-chi am Samstag in Taipeh. 

Die Regierung werde weiterhin mit den USA im Austausch bleiben, um das weitere Vorgehen bei einem geplanten Rüstungspaket zu klären. Chen betonte zudem, dass Taiwan bereit sein müsse, sich selbst zu verteidigen. Nur die Bevölkerung der Insel könne demokratisch über ihre Zukunft entscheiden. Man müsse die wahren Absichten hinter Trumps Äußerungen noch genau verstehen.

Trump hatte am Freitag erklärt, er habe noch nicht entschieden, ob er einen größeren Waffenverkauf an Taiwan vorantreiben werde. Die Aussage sorgte für Unsicherheit über die künftige US-Unterstützung für die demokratisch regierte Insel, nachdem der US-Präsident in dieser Woche nach China gereist war. 


Waffenverkäufe der USA an Taiwan waren schon immer ein Eckpfeiler des Friedens und der Stabilität in der Region und sind im US-Recht verankert Chen Ming-chi 

CEOs von Citigroup und Goldman beraten in Peking mit Regierungsvertretern

Die Chefin der US-Großbank Citigroup, Jane Fraser, hat sich am Rande des China-Besuchs von US-Präsident Donald Trump mit hochrangigen chinesischen Vertretern getroffen. Wie staatliche Medien am Samstag berichteten, sprach sie mit dem Chef der chinesischen Börsenaufsicht und dem Parteisekretär von Peking über eine engere Zusammenarbeit bei der Vermögensverwaltung und der grenzüberschreitenden Finanzierung. 

Auch der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs, David Solomon, traf sich mit chinesischen Offiziellen, wie die Devisenbehörde mitteilte. Fraser war Teil einer Delegation von US-Konzernchefs, die Trump auf seiner Reise begleitete. Die Anwesenheit von Führungskräften von Unternehmen wie Apple, Meta und Boeing unterstreicht die Bedeutung des chinesischen Marktes, auch wenn die politischen Beziehungen angespannt sind. 

Trump sagte nach seinem Abflug aus Peking am Freitag, China habe dem Kauf von 200 Boeing-Flugzeugen zugestimmt. Die Bestellung könne auf bis zu 750 Maschinen anwachsen. Sollte der Auftrag zustande kommen, wäre dies der erste große China-Deal für Boeing seit fast einem Jahrzehnt. 

US-Notenbank: Powell bleibt bis zu Warshs Vereidigung übergangsweise Fed-Chef

Die US-Notenbank Fed hat Jerome Powell bis zum Amtsantritt seines Nachfolgers Kevin Warsh interimsweise zum Vorsitzenden ernannt. Powells achtjährige Amtszeit an der Spitze der Federal Reserve endete offiziell am Freitag, wie die Notenbank mitteilte. Warsh soll in Kürze von US-Präsident Donald Trump vereidigt werden. Ein genaues Datum dafür steht jedoch noch nicht fest.

Neue Wahlkreise: Niederlage für Demokraten vor Supreme Court

Im Kampf um eine bessere Ausgangslage bei den US-Zwischenwahlen haben die Demokraten im Bundesstaat Virginia eine Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof kassiert. Der Supreme Court lehnte einen Eilantrag demokratischer Politiker aus dem Ostküstenstaat ab, deren Ziel es war, bei den sogenannten Midterms im November eine Karte mit neu zugeschnittenen Wahlkreisen nutzen zu dürfen. 

Durch den Neuzuschnitt der Wahlkreise hätten die Demokraten bei der Zwischenwahl die Chance bekommen, den Republikanern von Präsident Donald Trump vier Sitze im Repräsentantenhaus abzunehmen. Die Wahlberechtigten hatten in Virginia im April für einen solchen Neuzuschnitt in ihrem Bundesstaat gestimmt. Keine 24 Stunden später erklärte ein Gericht dort die Abstimmung allerdings für ungültig.

Trump zu Waffenverkauf an Taiwan: Gutes Druckmittel für USA

US-Präsident Donald Trump sieht seine ausstehende Entscheidung über weitere Waffenverkäufe an die von China beanspruchte Insel Taiwan als effektives Druckmittel gegenüber Peking. Er lasse das noch in der Schwebe, „es hängt von China ab“, sagte Trump dem Sender Fox News. „Ehrlich gesagt ist es für uns ein sehr guter Trumpf für Verhandlungen.“ Es gehe um viele Waffen, sagt Trump zu dem Geschäft in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 12 Milliarden Euro). 


Ehrlich gesagt ist es für uns ein sehr guter Trumpf für Verhandlungen. Donald Trump

Insider: USA planen am Mittwoch Anklage gegen Kubas Ex-Präsidenten Raul Castro

Die US-Regierung will einem Insider zufolge in der kommenden Woche strafrechtliche Schritte gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raul Castro einleiten. Die Bundesstaatsanwaltschaft in Miami werde voraussichtlich am Mittwoch eine Anklageschrift gegen den 94-Jährigen veröffentlichen, verlautete am Freitag aus dem US-Justizministerium. 

Hintergrund sei ein Vorfall aus dem Jahr 1996, bei dem kubanische Kampfjets Flugzeuge einer Exilkubanischen Gruppe abgeschossen hatten. Castro war zu dieser Zeit Verteidigungsminister. Die Anklage muss zuvor noch von einer sogenannten Grand Jury – einem US-Geschworenengremium – gebilligt werden. Die Zeitung „Miami Herald“ hatte zuerst über die Ankündigung berichtet.

Der Schritt dürfte den Druck auf die kommunistische Regierung in Havanna weiter erhöhen. US-Präsident Donald Trump hat die Sanktionen gegen den Inselstaat zuletzt massiv verschärft, was zu Stromausfällen und schweren wirtschaftlichen Einbußen geführt hat. Die US-Regierung strebt einen Regierungswechsel an. CIA-Chef John Ratcliffe hatte bei einem seltenen Besuch in Havanna am Donnerstag eine Botschaft Trumps überbracht, wonach die USA nur dann zu Gesprächen über wirtschaftliche und sicherheitspolitische Fragen bereit seien, wenn Kuba grundlegende Veränderungen vornehme.

Der frühere kubanische Präsident Raul Castro: Er soll laut US-Justizministerium wegen seiner mutmaßlichen Rolle beim Abschuss zweier Exilflugzeuge im Jahr 1996 angeklagt werden. DPA

Trump rechnet nicht mit Freilassung von Hongkonger Verleger Lai

US-Präsident Donald Trump hat sich nach eigenen Angaben vergeblich um eine Freilassung des seit Jahren inhaftierten Hongkonger Verlegers Jimmy Lai eingesetzt. „Ich muss sagen, dass ich Jimmy Lai angesprochen habe, und ich würde sagen, die Reaktion darauf war nicht positiv“, sagte Trump in einem vorab veröffentlichten Clip eines Interviews mit Fox News. Er sei mit Blick auf den Fall nicht sonderlich optimistisch, so Trump.

Der 78-jährige Medienmogul und Demokratieaktivist Lai gilt als Symbolfigur der Demokratiebewegung in Hongkong. Er sitzt seit 2021 im Gefängnis und wurde unter anderem wegen Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen schuldiggesprochen. Erst im Februar war er zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Trump: Xi offen für mögliches Atomabkommen mit USA und Russland

US-Präsident Donald Trump hat mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping über ein mögliches Atomabkommen zwischen den USA, Russland und China gesprochen. Xi stehe der Idee aufgeschlossen gegenüber, sagte Trump am Freitag auf dem Rückflug von seinem Besuch in Peking. „Ich habe eine sehr positive Resonanz erhalten“, sagte der US-Präsident. „Dies ist der Anfang.“

Trump hat vorgeschlagen, dass die drei Länder ein Abkommen unterzeichnen, das die Anzahl der Atomsprengköpfe in jedem der drei Länder begrenzt. Peking hat sich bisher zurückhaltend geäußert. Das chinesische Arsenal umfasst Schätzungen des Pentagons zufolge mehr als 600 einsatzbereite Atomsprengköpfe und damit deutlich weniger als die USA und Russland, die jeweils über mehr als 5.000 Atomsprengköpfe verfügen.


Dies ist der Anfang. US-Präsident Donald Trump

Trump prüft weiterhin US-Waffenverkäufe an Taiwan

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben noch nicht über einen umfangreichen Waffenverkauf an Taiwan entschieden. Trump sagte am Freitag auf dem Rückflug von seinem dreitägigen Besuch in China an Bord der Air Force One, er habe sich noch nicht festgelegt, fügte aber hinzu: „Ich werde eine Entscheidung treffen.“

Die US-Regierung hat den Verkauf zwar genehmigt, abgeschlossen wurde er aber bisher nicht. China lehnt das Geschäft ab und hat angedeutet, dass die US-Beziehungen zu Taiwan ein entscheidender Faktor für das Verhältnis zwischen China und den USA seien. China betrachtet Taiwan als Teil seines Territoriums.

Trump nach China-Besuch auf Rückweg in die USA

US-Präsident Donald Trump ist nach seinem mehrtägigen Staatsbesuch in China wieder auf dem Rückweg in die USA. Der Republikaner stieg auf dem Hauptstadtflughafen in Peking in die Air Force One und reckte zur Verabschiedung noch eine geballte Faust in die Luft.

Es war nach 2017 bereits der zweite Staatsbesuch Trumps in China. Wenn Xi Trumps Einladung für einen Gegenbesuch annimmt, wird es am 24. September ein Treffen im Weißen Haus in der US-Hauptstadt geben.

Trump: USA und China wollen Iran am Besitz von Atomwaffen hindern

China und die USA sind sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump einig, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen darf. Darüber habe er mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gesprochen, erklärt Trump zum Abschluss seines Besuches in China. 

Zudem seien sich China und die USA einig darüber, dass sie „die Meerenge offen“ wollten, erklärt Trump mit Blick auf die für die internationale Schifffahrt wichtige Straße von Hormus. „Wir haben viele verschiedene Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können.“


Wir haben viele verschiedene Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können. Donald Trump

Trump zieht positive Bilanz zum Abschluss von China-Reise

US-Präsident Donald Trump hat eine positive Bilanz seiner China-Reise gezogen. Man habe mehrere Vereinbarungen erreicht, sagte er dem chinesischen Staatssender CCTV am Freitag kurz vor seinem Rückflug in die USA. 

Nach den zweitägigen Gesprächen mit Chinas Präsident Xi Jinping zeigte sich Trump zuversichtlich, dass die bilateralen Beziehungen gefestigt werden. Der Sender berichtete, beide Präsidenten hätten sich über regionale Brennpunkte ausgetauscht. China und die USA sollten ihre politischen Kurse abstimmen und Konfrontationen vermeiden. Um 08.40 Uhr MESZ hob die Air Force One mit Trump an Bord für den Rückflug ab.

Ein zentrales Thema des Spitzentreffens war Taiwan. Xi, der die Insel als Teil Chinas beansprucht, warnte Trump vor der Gefahr, dass die beiden Großmächte bei diesem Thema in einen Konflikt geraten könnten. Trump, der von Vorständen großer US-Konzerne begleitet wurde, waren vor allem die Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen und Hilfe bei der Beendigung des Krieges mit dem Iran zentrale Anliegen.

Xi Jinping und Donald Trump: „Dies ist der Anfang.“ dpa

IW-Chef über Trump und Xi: „Europa spielt hier keine Rolle“

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, sieht die Rolle von Europa beim Besuch von US-Präsident Donald Trump in China kritisch. „Europa spielt hier keine Rolle“, sagte Hüther dem RBB-Inforadio. „Gut, es ist ein bilaterales Treffen, aber es zeigt sich einfach, dass wir aufpassen müssen, dass wir nicht von der Rampe fallen.“ Das gelte auch bei der Frage von Exportbeschränkungen zu kritischen Themen.

Der IW-Direktor fordert eine selbstbewusstere Handelspolitik aus Europa. „Wir können nicht immer abwarten, bis der im Weißen Haus morgens wieder eine Eingebung hat“, sagte Hüther mit Blick auf Trump. „Es muss sozusagen aus dem Selbstverständnis der Europäer klare Handelspolitik mit China gemacht werden.“

Hüther sieht ein Ungleichgewicht bei den Zöllen. „Die Zölle, die die USA ja einfordern von Europa, liegen bei 15 Prozent“, sagte Hüther. „Die Zölle in Richtung China, die bei 50 Prozent lagen, sind ja durch das Urteil des Supreme Court auch aufgehoben worden.“

Hüther verwies auf weitere große Streitpunkte: China lässt etwa seltene Erden nur gegen langwierige Genehmigungen ausführen, die USA halten Computerchips zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) zurück. Der IW-Direktor sagte, gleichzeitig werde aber den europäischen Unternehmen angedroht, wenn sie kritische Dinge aus China importierten, müssten sie mit Vergeltung rechnen.

IW-Direktor Michael Hüther: Er warnt vor einem Bedeutungsverlust Europas im Machtkampf zwischen den USA und China und fordert eine eigenständigere europäische Handelspolitik. DPA

Xi will Trump Rosensamen schicken

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping will US-Präsident Donald Trump Rosensamen aus dem Garten des chinesischen Regierungssitzes Zhongnanhai schicken.

Am zweiten Tag des Besuchs spazierten beide Staatschefs durch die Anlage neben der Verbotenen Stadt. Dort arbeiten und wohnen Chinas Spitzenpolitiker.

Nach Angaben anwesender US-Journalisten lobte Trump dabei die Rosen im Garten als besonders schön. Später sagte Xi demnach, er werde Trump Rosensamen schicken.

Trump und Xi schließen Gespräche in Peking ab

US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping haben ihre Gespräche in Peking abgeschlossen. Xi empfing Trump am Freitag in seiner offiziellen Residenz Zhongnanhai zu abschließenden Beratungen, bevor der US-Präsident seine Rückreise nach Washington antrat.

Trump und Xi unternahmen einen kurzen Spaziergang über das Gelände. Beim Tee und beim Mittagessen berieten sich beide fast drei Stunden lang, begleitet von ihren engsten Beratern und Dolmetschern, ehe der US-Präsident seinen dreitägigen Besuch in China beendete.

„Es waren wirklich großartige Tage“, sagte Trump vor Beginn der letzten Gespräche. Xi bezeichnete den Besuch seinerseits als einen Meilenstein. „Wir haben eine neue bilaterale Beziehung begründet – oder vielmehr eine konstruktive, strategische und stabile Beziehung“, sagte er.

Am Flughafen wurde Trump von Schulkindern empfangen, die amerikanische und chinesische Flaggen schwenkten. „Auf Wiedersehen“, riefen sie. Der chinesische Außenminister Wang Yi verabschiedete Trump, der sich noch einmal umdrehte und winkte, bevor er die Air Force One betrat.

Präsident Donald Trump schüttelt einem chinesischen Beamten die Hand, bevor er am Beijing Capital International Airport in Peking an Bord der Air Force One geht. AP

Oberste Gerichtshof der USA erlaubt weiter den Versand von Abtreibungspille

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Verschreibung der Abtreibungspille per Telemedizin und den Versand per Post wieder zugelassen. Die Richter gaben damit am Donnerstag den Eilanträgen zweier Pharmaunternehmen statt. Sie setzten die Entscheidung eines niedrigeren Berufungsgerichts aus. Dieses hatte Anfang Mai eine Regelung der US-Arzneimittelbehörde FDA aus dem Jahr 2023 blockiert, die den Zugang zu dem Medikament Mifepriston erleichtert hatte. Die Anordnung des Supreme Court blieb wie bei Eilentscheidungen üblich ohne Begründung. Die konservativen Richter Samuel Alito und Clarence Thomas stimmten dagegen.

Geklagt hatte der von Republikanern regierte Bundesstaat Louisiana. Er argumentierte, die FDA-Regelung von 2023 sei illegal und ignoriere gesundheitliche Risiken für Frauen. Ein Berufungsgericht in New Orleans hatte daraufhin angeordnet, dass Patientinnen für den Erhalt des Medikaments wieder persönlich bei einem Arzt vorstellig werden müssen. Dagegen legten die Hersteller Danco Laboratories und GenBioPro Rechtsmittel ein. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump stellte sich in dem Verfahren gegen Louisiana. Sie verwies auf eine laufende Überprüfung der Sicherheitsvorschriften für Mifepriston und argumentierte, der Bundesstaat sei nicht klageberechtigt.

US-Repräsentantenhaus lehnt Resolution zu Iran-Krieg knapp ab

Das US-Repräsentantenhaus lehnt eine von den Demokraten eingebrachte Resolution zur Beendigung des Iran-Krieges äußerst knapp ab. Die Vorlage scheitert mit 212 zu 212 Stimmen, da für eine Verabschiedung eine einfache Mehrheit erforderlich ist. Ziel der Initiative ist es, den Militäreinsatz von US-Präsident Donald Trump zu stoppen, bis der Kongress diesen genehmigt. Es ist die dritte Abstimmung in der Kammer über eine solche Resolution in diesem Jahr. Die Ergebnisse werden dabei zunehmend knapper. Trumps Republikaner verfügen nur über eine dünne Mehrheit. Auch im Senat scheiterte am Mittwoch eine ähnliche Vorlage mit 50 zu 49 Stimmen knapp.

US-Delegation um CIA-Chef Ratcliffe zu Gesprächen in Kuba

Eine US-Delegation unter der Führung von CIA-Direktor John Ratcliffe ist in Havanna mit seinem Amtskollegen aus dem kubanischen Innenministerium zusammengetroffen. Beide Seiten hätten ihr Interesse an einer Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden unterstrichen, teilte die Regierung in Havanna auf dem staatlichen Nachrichtenportal „Cuba Debate“ am Donnerstag mit. Dies diene der Sicherheit beider Länder sowie der regionalen und internationalen Sicherheit, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Regierung habe der US-Delegation zudem versichert, dass Kuba keine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstelle.

Die Erklärung wurde veröffentlicht, nachdem ein Flugzeug der US-Regierung am Donnerstagnachmittag den internationalen Flughafen von Havanna verlassen hatte. Dies beobachtete ein Reuters-Reporter. US-Präsident Donald Trump hatte vor einigen Tagen angekündigt, dass die beiden langjährigen Rivalen miteinander sprechen würden. 

US-Grenzschutzchef Banks tritt überraschend zurück

Der Chef der US-Grenzschutzbehörde Michael Banks ist überraschend zurückgetreten. Einen Grund für den Schritt nannte die Behörde U.S. Border Patrol am Donnerstag nicht. Banks reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Sein Weggang reiht sich in eine Serie von Personalwechseln in der Einwanderungsbehörde unter US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten ein. In einer Abschiedsnachricht an die Mitarbeiter erklärte Banks, er werde „für immer der größte Verteidiger“ seiner Behörde bleiben.

Trump hatte Banks im Januar 2025 zum Chef der Behörde ernannt. Er war bereits zwei Jahrzehnte für den Grenzschutz tätig, bevor er ab 2023 zum Grenzbeauftragten für den von Republikanern regierten Bundesstaat Texas wurde. Einem Insider zufolge galt Banks als Verbündeter der ehemaligen Heimatschutzministerin Kristi Noem, die Trump im März entlassen hatte. Die Personalwechsel fallen in eine Zeit, in der die öffentliche Zustimmung zu Trumps Einwanderungsstrategie sinkt. Neben Banks verlassen auch andere hochrangige Mitarbeiter die Behörde. Der amtierende Direktor der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE), Todd Lyons, scheidet Ende des Monats aus. Sein Nachfolger wird David Venturella, der zuvor unter anderem für den privaten Gefängnisbetreiber GEO Group arbeitete. Der umstrittene Grenzschutzbeamte Gregory Bovino ging im März in den Ruhestand. Zugleich wurden die Befugnisse des Grenzbeauftragten des Weißen Hauses, Tom Homan, ausgeweitet.

Trump: Xi hat Hilfe im Iran-Krieg angeboten

Chinas Staatschef Xi Jinping hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump Hilfe im Iran-Krieg angeboten. „Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: „Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun“, sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem zunächst Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich.

Trump betonte, dass Xi sich die Öffnung der Straße von Hormus wünsche. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert. China gilt als wichtigster Importeur von iranischem Öl und ist daher besonders an einer Öffnung der Meerenge interessiert.

In einem zuvor veröffentlichten Interview des Senders NBC News sagte US-Außenminister Marco Rubio, dass Trump Xi nicht um „irgendetwas“ gebeten habe. „Wir haben nicht um Chinas Hilfe gebeten, noch benötigen wir ihre Unterstützung“, sagte er. Trump habe allerdings Xi auf die Thematik hingewiesen.

Trump: China bestellt 200 Boeing-Flugzeuge

China will nach Angaben von US-Präsident Donald Trump 200 Flugzeuge des US-Konzerns Boeing kaufen. Dies sagte Trump in einem am Donnerstag veröffentlichten Interviewauszug des Senders Fox News. „Einer Sache hat er heute zugestimmt, er wird 200 Maschinen bestellen“, zitierte der Sender den Präsidenten mit Blick auf den chinesischen Staatschef Xi Jinping. „Boeing wollte 150, sie haben 200 bekommen.“ Zuvor hatte US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, er erwarte während Trumps Besuch in Peking eine große Bestellung bei dem Flugzeugbauer. Trump hatte in der chinesischen Hauptstadt Gespräche mit Xi geführt.

Bessent skizziert Pläne für bilateralen Ausschuss

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC

spricht der amerikanische Finanzminister Scott Bessent, der Trump nach Peking begleitet, über die Pläne für einen bilateralen Handels- und Investmentausschuss. Mittels ersterem solle der Import von nicht-sicherheitskritischen und nicht-strategischen Gütern aus China erleichtert werden, so Bessent. Als Beispiel nannte er Feuerwerkskörper und andere Konsumprodukte, die die USA niemals selbst herstellen wollen würden.


Die große Verjüngung der chinesischen Nation und Make America Great Again können Hand in Hand gehen. Xi Jinping

Erster Tag des Gipfels endet mit Bankett

Beim Staatsbankett mit Trump hat Xi noch einmal die Bedeutung des Verhältnisses ihrer beiden Länder hervorgehoben. „Wir finden seit jeher, dass dies die wichtigste bilaterale Beziehung der Welt ist“, sagte er beim Trinkspruch in der Großen Halle des Volkes in Peking. Beide Länder sollten Partner statt Gegner sein, warb Xi. 

Trump betonte anschließend den langjährigen Austausch zwischen China und den USA. Die Menschen beider Staaten hätten viel gemeinsam und schätzten harte Arbeit, Mut und Erfolge, sagte er. „Wir haben die Chance, diese Werte zu nutzen, um für unsere Kinder eine Zukunft von größerem Wohlstand, Zusammenarbeit, Glück und Frieden zu schaffen“, sagte Trump.

Mit dem Bankett endete der erste Tag von Trumps Peking-Besuch. Am Freitag will er nach einem weiteren Treffen mit Xi die Heimreise in die USA antreten.

afp

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Reuters

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