Hollywoodstar Adam Driver, 42, kommt in den Memoiren seiner einstigen Kollegin Lena Dunham nicht besonders gut weg. Die 40-jährige Schauspielerin und Regisseurin schreibt in »Famesick« unter anderem von übergriffigem bis aggressivem Verhalten Drivers: Er sei bei den Dreharbeiten zur TV-Serie »Girls« teils »verbal aggressiv« sowie »herablassend und körperlich einschüchternd« gewesen, heißt es da unter anderem. Er habe sie während ihrer ersten Sexszene »herumgeschleudert« und bei Proben einen Stuhl gegen die Wand neben ihr geworfen.
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Dunham beschreibt zwar auch eine »beschützende, ja sogar liebevolle« Seite Drivers. Für Schlagzeilen sorgten aber vor allem die vorwurfsvollen Töne in Dunhams Autobiografie. Sie erschien bereits Mitte April. Und Driver hat sich seitdem nicht zu den Passagen über ihn geäußert, weder persönlich noch über sein Team.
Nun ist Driver derzeit in Cannes zu Besuch, er bewirbt bei den Festspielen seinen neuen Film »Paper Tiger«. Bei einer Pressekonferenz am Sonntag wurde er erneut nach Dunhams Vorwürfen gefragt. Und diesmal antwortete er. Wenn auch nur kurz: »Ich möchte mich zu all dem nicht äußern. Das hebe ich mir alles für mein Buch auf.« Driver erntete daraufhin Lacher aus dem Publikum.
Driver spielte in »Girls« den Freund der Hauptfigur Hannah Horvath, für ihn war es der Beginn seiner Schauspielkarriere. Inzwischen gilt er als einer der gefragtesten Hollywoodschauspieler. Für »BlacKkKlansman« und »Marriage Story« wurde er jeweils für einen Oscar nominiert.



